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Out and Proud, bald auch im US-Militär (Bild: DVIDSHUB / flickr / by 2.0)

Die US-Regierung hat am Freitag das endgültige Ende der "Don't ask, don't tell"-Richtlinie verkündet.

Wie das Weiße Haus mitteilte, hat Obama gemeinsam mit Verteidigungsminister Leon Panetta und Generalstabchef Mike Mullen dem Kongress bestätigt, dass die Kampfbereitschaft nicht vom Ende der Richtlinie beeinträchtigt wird. Das war die Voraussetzung für die Abschaffung von "Don't ask, don't tell". Panetta hatte sich in den vergangenen Wochen mit Vertretern von Army, Navy, Air Force und den Marines getroffen und die Bestätigung erhalten, dass die Gesetzesänderung die Streitkräfte nicht negativ beeinflusst. "Don't ask, don't tell" war 17 Jahre lang in Kraft und besagt, dass Schwule und Lesben nur im US-Militär dienen dürfen, wenn sie ihre Homosexualität geheim halten. Mehr als 13.000 Militärangehörige sind aufgrund dieses Gesetzes bislang entlassen worden.

Präsident Barack Obama hatte im Wahlkampf 2008 das Ende des von Homo-Gruppen als diskriminierend gebrandmarkten Gesetzes versprochen. Im Dezember 2010 hat er schließlich ein Aufhebungsgesetz unterschrieben (queer.de berichtete). Darin war aber vorgesehen, dass die Militärführung erst noch bestätigen musste, dass die Aufhebung nicht die militärische Bereitschaft einschränkt. In den letzten Monaten hat das US-Militär in Seminaren die Soldaten auf das Ende von "Don't ask, don't tell" vorbereitet (queer.de berichtete).

Öffnung ab September

Nach der Bestätigung der US-Regierung müssen noch einmal 60 Tage vergehen, bis Schwule und Lesben offen im Militär dienen dürfen. Damit müssen homosexuelle Soldaten noch bis Mitte September ihre sexuelle Orientierung geheim halten. Zuletzt hatte es widersprüchliche Gerichtsentscheidungen gegeben, ob das Gesetz noch angewendet werden darf. Derzeit ist es noch in Kraft, da der Oberste Gerichtshof noch nicht endgültig darüber entschieden hat. Im September 2010 hatte eine Bundesrichterin "Don't ask, don't tell" als verfassungswidrig bezeichnet, weil die Richtlinie gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung verstoße (queer.de berichtete).

Eine große Mehrheit der US-Bevölkerung hat zuletzt ein Ende von "Don't ask, don't tell" unterstützt. In der öffentlichen Debatte hatten aber viele Republikaner an dem Gesetz festhalten wollen, weil ihrer Ansicht nach offen schwule oder lesbische Soldaten die Schlagkraft des US-Militärs verschlechtern würden - etwa, weil sich heterosexuelle Soldaten unter der Dusche von Schwulen bedroht fühlen könnten. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.07.2011, 16:25h
  • Damit wird diese unsägliche Regelung genauso wie das Spaceshuttleprogramm nun endgültig zu Grabe getragen und am besten so tief verbuddeln, daß es nicht mal die Republikaner schaffen, es wieder ans Tageslicht zu befördern!
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#2 SchokiAnonym
  • 22.07.2011, 17:03h

  • "In der öffentlichen Debatte hatten aber viele Republikaner an dem Gesetz festhalten wollen, weil ihrer Ansicht nach offen schwule oder lesbische Soldaten die Schlagkraft des US-Militärs verschlechtern würden - etwa, weil sich heterosexuelle Soldaten unter der Dusche von Schwulen bedroht fühlen könnten." Natürlich. Bedroht. Ich glaub, dümmer gehts irgendwie nicht mehr, oder?
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#3 seb1983
  • 22.07.2011, 17:29h
  • Mal wieder nähert man sich immerhin mal ein Stück der Realität an.

    Bleibt einzig die Türkei mit Homo-Totalverbot in der Nato.
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#4 badewanneAnonym
#5 JoonasAnonym
#6 Timm JohannesAnonym
  • 23.07.2011, 15:23h
  • Damit ist zumindest das Thema endlich zum Guten beendet. In der NATO fehlt nur noch die Türkei, wo homosexuelle Soldaten entlassen werden bzw. vorher schon ausgemustert werden.

    Ansonsten dürfen in allen Militärs der NATO Soldaten offen ihren Dienst ausüben.
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#7 VolumeProProfil
#8 Audi5000Anonym
  • 24.07.2011, 10:49h

  • Ich hab mich schon oft nach der Seife Gebückt, mein Arsch ist aber immer noch Jungfrau! 
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil