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Viele Eltern in den USA verstoßen ihre Kinder nach wie vor nach einem Coming-out

Eine neue Studie aus Massachusetts kommt zu dem erschreckenden Ergebnis, dass jeder vierte schwule und lesbische Jugendliche obdachlos ist.

Die Ergebnisse der vom Children's Hospital Boston durchgeführten Untersuchung von über 6.000 Schülern aus dem Bundesstaat Massachusetts zum Thema Obdachlosigkeit wurde im Fachmagazin "American Journal of Public Health" veröffentlicht. Demnach sind 3,2 Prozent der Jugendlichen, die sich als heterosexuell definieren, "homeless". Unter Bisexuellen liegt diese Zahl aber bereits bei 15 Prozent, unter Schwulen und Lesben sogar bei 25 Prozent. Bei Schülern, die sich nicht über ihre sexuelle Orientierung im Klaren sind, ist die Quote bei 20 Prozent. Obdachlosigkeit liegt bei der Untersuchung vor, wenn die Jugendlichen keine feste und angemessene Unterkunft für die Nacht haben.

Jugendliche, die sich nicht als heterosexuell orientieren, sind besonders häufig auf sich allein gestellt: Unter schwulen Jungs erklärten 15 Prozent, sie seien obdachlos und hätten keine Betreuung durch Eltern oder einen Vormund. Bei Lesben liegt dieser Anteil sogar bei 22,5 Prozent. Obdachlos, aber betreut von mindestens einem Elternteil oder Vormund, sind acht Prozent der schwulen Jungs und rund vier Prozent der lesbischen Mädchen.

Studienleiterin Heather Corliss forderte die Politik auf, das Problem der Obdachlosigkeit von sexuellen Minderheiten endlich ernst zu nehmen: "Diese Teenager sind einem hohen Risiko ausgesetzt", so Corliss. Besonders Drogenkonsum und ungeschützter Sex sei in dieser Gruppe besonders weit verbreitet.

Bereits 2006 kam eine Studie zu dem Ergebnis, dass 42 Prozent der 600.000 bis 1,6 Millionen jugendlichen Obdachlosen in den USA schwul, lesbisch oder transsexuell sind (queer.de berichtete). In dieser von einer Homo-Gruppe und einer Obdachlosenorganisation initiierten Untersuchung wurde auch festgestellt, dass rund einer von vier jungen Homosexuellen nach seinem Coming-out von den Eltern vor die Tür gesetzt worden ist (queer.de berichtete). (dk)



#1 Lapushka
  • 22.07.2011, 17:13h
  • Schrecklich. Aber wohl Perlen vor die Säue.
    Vermutlich wird auch das von gewissen Leuten als Argument "contra" Homosexualität verwendet werden, anstatt aufzuwachen und eine menschenfreundlichere Haltung vorzuleben damit solche Jugendliche mehr Halt anstatt Ablehnung bekommen.
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#2 ClaudiaAnonym
  • 22.07.2011, 17:17h
  • Jaja, da wird so getan, als sei die Familie so heilig, sei das Größte. Aber wehe, ein Kind ist schwul oder lesbisch - zack! Dann gibt's nen Tritt und das ach so geliebte Kind wird wie Müll auf die Straße gesetzt!
    Was eine widerwärtige Heuchelei!
    Ich wünsche mir, dass diesen Jugendlichen endlich mal geholfen wird!
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#3 dantonblnAnonym
  • 22.07.2011, 17:24h
  • Ich sags immer wieder gerne: die Engländer wußten schon, warum sie die Puritaner seinerzeit aus ihrem Land geschmissen haben...
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#4 böblingenAnonym
  • 22.07.2011, 17:54h
  • tags: kinderarmut, jugendarmut, altersarmut, wohnraum, krankenversicherung, sozialversicherung, kulturelle teilhabe.....

    wo groß- oder kleinfamilie als letzte soziale absicherung entfallen, brauchen schwule und lesben -weltweit- den fordernden aktiven sozialen und demokratischen rechtsstaat.

    wer davon nicht spricht, braucht über demokratie und menschenrechte nicht zu reden.

    massenansturm dallas texas

    früh am morgen sind tausende losgerannt, die einen antrag auf mietbeihilfe sich ergattern wollten. behörden sagten, über 5'000 menschen warteten bereits seit mitternacht auf der strasse und als die türen aufgingen, kam es zu einem wettlauf, um nur die seltenen anträge als erster auszufüllen.

    nur wenige werden beihilfe bekommen, obwohl sie die voraussetzungen mehr als erfüllen.

    www.youtube.com/watch?v=e7lk_wqwfQg
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#5 Die NannyAnonym
  • 22.07.2011, 18:00h
  • Ganz klar:

    Menschenwürdige Lebensbedingungen für Kinder,

    für gesundes und glückliches,

    freies und gleichberechtigtes Erwachsenwerden,

    sind eine Gesellschaftsaufgabe !
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#6 LorenProfil
#7 aproposAnonym
#8 und eigentlichAnonym
#9 MarekAnonym
  • 22.07.2011, 18:42h
  • Wirklich erschreckend.

    In diesem Schwachmaten-Land mit seiner Popcorn-Kultur und Schönheits-OP-entstellten Neureichen ist eh die Kluft zwischen Arm und Reich so dramatisch wie nirgends sonst.

    So ein reiches Land und so viele Obdachlose.

    Und Schwule und Lesben trifft es besonders hart, weil die oft von ihren herzlosen, religiös indoktrinierten Fascho-Eltern mittellos vor die Tür gesetzt werden.

    Dass dieses Land so viel Einfluss hat, ist wirklich erschreckend.
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#10 soll & habenAnonym