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Alaaf: Prinz Marcus II. (Bild: Prinzen-Garde Köln)

Der Kölner Karnevalsverein Prinzen-Garde hat am Freitag einen offen schwulen Mann als Kopf des neuen Dreigestirns vorgestellt.

Bereits vor drei Jahren ernannte ein großer Düsseldorfer Karnevalsverein einen offen schwulen Mann zum Ober-Prinzen (queer.de berichtete). Etwas verspätet reagierten die Erzrivalen aus Köln auf den neuen Trend: Jetzt führt in der Domstadt mit dem 33-jährigen Marcus Gottschalk erstmals einen schwuler Prinz die Jecken in die Karnevals-Session. "Ich habe mit meiner Sexualität keine Probleme. Ich werde ein Prinz für alle!", verkündete Gottschalk nach der Bekanntgabe im Boulevardblatt "Express". Das Dreigestirn wird durch zwei Juristen komplettiert: Bauer wird Thorsten Schmidt und als Jungfrau stellt sich Oliver von Rosenberg zur Verfügung.

Im bürgerlichen Leben residiert Prinz Marcus II. mit seinem Freund im Belgischen Viertel und ist der Diplomkaufmann in den Diensten der Bayer AG.

Gottschalk ist schon als Jugendlicher ein Jeck

Im Kölner Karneval ist Gottschalk bereits seit Jahren aktiv. Als 16-Jähriger ist er 1995 ins Fußkorps der Prinzengarde eingetreten und hat seither verschiedene Aufgaben im Traditionskorps übernommen. Zwischen 1996 und 1999 war er Junggardistensprecher, zwischen 2006 und 2010 Adjutant der jeweiligen Prinzen.

Für das Festkomitee Kölner Karneval war die sexuelle Orientierung kein Thema, erklärte der Festkomitee-Präsident Markus Ritterbach gegenüber dem "Kölner Stadtanzeiger": "Die Entscheidung für Gottschalk ist kein politisches Statement, sondern wir gehen damit ganz normal um". Er lobte ausdrücklich das Engagement Gottschalks für den Kölner Karneval.

Marcus II. darf die Jecken in einem besonders symbolträchtigen Jahr anführen - immerhin geht der Karneval dieses Jahr am 11.11.11 los. Den feuchtfröhlichen Höhepunkt erreicht er am 20. Februar 2012, dem Rosenmontag.

Die Prinzengarde wurde 1906 gegründet und hat rund 500 Mitglieder. (dk)



#1 MinkAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.07.2011, 10:14h
  • Darauf ein dreifaches "Kölle Alaaf!" und Düsseldorf war das Vorbild dazu, denn die hatten ja auch vor einem Jahr einen schwulen Karnevalsprinzen!
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#3 JoonasAnonym
  • 23.07.2011, 13:33h
  • Finde ich sehr gut und ist ein Schritt zu einer weiteren Normalisierung des Umgangs mit Schwulen.

    Was ich mir als nächstes wünschen würde, wäre dass auch mal der schwule Kölner Karnevalsverein "StattGarde Colonia Ahoy" den Prinzen stellen darf. Das wäre dann endgültig volle Gleichstellung.
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#4 alexalexProfil
  • 23.07.2011, 19:15hmünster
  • Humtatamenschen und Schunkelkleinbürger,
    Aalafgröler und Kamellekauer. Vereinsmeier!
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#5 userer
  • 25.07.2011, 16:07h
  • Antwort auf #4 von alexalex
  • Der versteht sich bestimmt bestens mit den schwulen Schießbudenfiguren, äh: Schützenkönigen aus Kleve. Jetzt fehlt nur noch ein Garde mit Funkenjosephchen zum homophilen Schunkelglück. *ta-taa*
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