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Auf dem Land haben es Schwule und Lesben in den USA noch schwer (Bild: Joelk75 / flickr / by 2.0)

In einer neuen Umfrage geben sich die US-Amerikaner homofreundlicher als je zuvor - allerdings glauben immer noch 24 Prozent, dass Schwule und Lesben durch Psychologen oder Gebet "geheilt" werden können.

In einer landesweiten Umfrage, die von der Homo-Gruppe Human Rights Campaign in Auftrag gegeben wurde, gaben 51 Prozent der erwachsenen US-Bürger an, sie würden eine Öffnung der Ehe für schwul-lesbische Paare unterstützen. 46 Prozent sind dagegen. Unter jungen Amerikanern zwischen 18 und 29 Jahren stimmen sogar zwei Drittel für die Gleichbehandlung im Ehe-Recht. 71 Prozent erklären, Homo-Paare sollten "eheähnliche" Rechte erhalten, 58 Prozent denken, sie sollten auch das Recht auf Adoption haben.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Bürger in vielen Teilen des Landes weiter sind als die Politiker. So erklärten etwa drei Viertel aller Befragten in den konservativen Regionen im Süden und Mittleren Westen, sie unterstützten die Aufnahme des Merkmals "sexuelle Orientierung" in Antidiskriminierungsgesetze.

Mär der schwulen Sünder noch weit verbreitet

Dennoch gibt es noch viele Vorbehalte gegen Schwule und Lesben: So erklären 43 Prozent der Befragten, Homosexualität sei eine Sünde. 24 Prozent (sogar 31 Prozent unter jungen US-Bürgern) glauben zudem, dass Schwule und Lesben mit einer psychologischen Behandlung oder Gebeten zur Heterosexualität bekehrt werden können. Das Thema wurde in den letzten Wochen wiederholt in den US-Medien behandelt, weil Marcus Bachmann - der Ehemann der US-Präsidentschaftskandidatin Michele Bachmann - eine Psycho-Klinik betreibt, in der Homosexuelle "geheilt" werden sollen (queer.de berichtete).

Die Umfrage wurde durchgeführt von "Greenberg Quinlan Rosner Research". Zwischen dem 16. und 19. Juni wurden insgesamt 900 Amerikaner befragt. Die Fehlertoleranz wird mit 3,3 Prozentpunkten angegeben.

Die Human Rights Campaign beauftragte die Umfrage im Vorfeld einer Bustor, in der Aktivisten der Human Rights Campaign 17 Städte besuchen, um dort für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben zu werben. Erstes Ziel am 12. August ist Salt Lake City im US-Bundesstaat Utah. Die Tour soll vor allem durch Staaten führen, die sich bislang gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben aussprechen, darunter etwa Louisiana, Texas und Kentucky. (dk)



#1 GolemProfil
  • 26.07.2011, 15:26h-
  • Wirklich erschreckend, dass die Aussagen "US-Amerikaner sind homofreundlicher als je zuvor" und "43% halten Homosexualität für eine Sünde" keine Widersorüche sind.
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#2 Geert
  • 26.07.2011, 15:34h
  • 2/3 der jungen Amerikaner sind also FÜR die Öffnung der Ehe! Bemerkenswert! Ich glaube nicht, dass die Zahl unter jungen Deutschen auch so hoch wäre. Die jungen Deutschen sind in den letzten Jahren immer konservativer geworden. Wer in diesem Land noch wirklich liberal ist, sind die von 68 geprägten Menschen, also die Älteren.
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#3 KokolemleProfil
  • 26.07.2011, 17:07hHerschweiler
  • Antwort auf #2 von Geert
  • Warum ist das so das die jungen Deutschen in den letzten Jahren immer konservativer wurden? Das liegt einzig und allein an den langjährigen Herschaften der CDU Regierungen seit 1982. Da liegen 29 Jahre politische Gehirnwäsche für die Deutschen dazwischen. Sowas dürfte es garnicht geben, das eine Partei solange dran ist.
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#4 SchokiAnonym
  • 26.07.2011, 18:16h

  • Ich frage mich gerade, ob 900 Menschen repräsentativ für so ein riesiges Land sind?!
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#5 Lapushka
  • 26.07.2011, 18:33h
  • Naja, in einem Land wo hochstehende Politiker frei herumlaufen dürfen, die öffentlich äußern, Gott würde mit ihnen reden und ihnen sagen, dass Homos doof sind, gibt es wahrscheinlich auch relativ viele Leute die glauben, die Erde sei erst 4000 Jahre alt und die Evolution sei eine Lüge (haben sich nicht einige dafür eingesetzt, dass das auch in Schulen so oder so ähnlich unterrichtet werden soll?).
    Da würde es mich dann nicht wundern, wenn das "Gottvertrauen" bei vielen auch in dieser Richtung da ist.
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#6 MarekAnonym
  • 26.07.2011, 19:30h
  • Jeder vierte Ami glaubt aber auch an Außerirdische und dass man in Europa noch in Höhlen lebt...

    Und mehr als die Hälfte können nicht mal Europa auf einer Weltkarte identifizieren.

    Jahrzehntelange Popcorn-Kultur hinterlässt halt ihre Spuren.
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#7 GeheilterAnonym
  • 26.07.2011, 19:42h
  • nun, ich bin nach 40jähriger heterosexualität endlich von ihr "geheilt" und alles, was mich vorher krank gemacht hat, ist auf einmal verschwunden und ich lebe seit 10 jahren völlig beschwerdefrei. :-)))
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#8 Lapushka
  • 26.07.2011, 20:19h
  • Antwort auf #7 von Geheilter
  • Dein nächster Schritt sollte nun unbedingt sein, eine leidlich professionelle Internetseite mit dämlichem, esomäßigem Namen (z.B "Oasenquelle" oder "Freier Horizont" oder so) gründen, wo du deine Lebensgeschichte niederschreibst (und auf sämtliche verbleibende Heterosexuelle überträgst), wirre Theorien über die Entstehung von Heterosexualität aufstellst und dich als begleitender "Berater" und "Seelsorger" anbietest für andere Leute die von ihrer Heterosexualität geheilt werden wollen.
    Natürlich solltest du darauf hinweisen, dass Heterosexualität zwar keine Krankheit ist (sondern lediglich eine Identitätsverwirrung oder ähnliches) und du die Leute selbstverständlich nicht umpolen oder zu etwas zwingen willst, aber im Namen der Wissenschaftsfreiheit muss es ja einfach erlaubt sein, verwirrten, suchenden Menschen Hilfestellung anzubieten und Alternativen zu ihrem bisherigen Lebensstil aufzuzeigen.
    Zu guter Letzt veröffentlichst du dann noch ein halbseidenes Psychobuch mit dem Titel "Heterosexualität - eine Einbahnstrasse?" oder "Heterosexualität verstehen und heilen".

    Und sollten christliche Organisationen dich kritisieren, verweist du einfach auf die Meinungsfreiheit.

    Oh man, das wärs echt mal. Diese Typen mit ihren eigenen Waffen schlagen
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.07.2011, 20:50h
  • Soso, 25 % der US-Amerikaner, die bei der Studie befragt wurden, glauben an Homo-Heilung. Haben die den Schuß nicht gehört? Homosexualität ist ja seit langem keine Krankheit mehr, wozu sollte sie geheilt werden? Die müssen noch viel lernen!
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#10 Julek89