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Uznach ist eine Gemeinde mit 6000 Einwohnern im Kanton St. Gallen (Bild: Wiki Commons / Dietrich Michael Weidmann / CC-BY-SA-3.0,2.5,2.0,1.0GFDL)

Ein 25-Jähriger ist in der Schweiz zu 33 Monaten Haft verurteilt worden; er hatte sich an seinen schwulen Kollegen herangemacht, weil er Geld brauchte - als dieser aber nichts herausrücken wollte, wurde der Täter gewalttätig.

Ein Gericht in Uznach (Kanton St. Gallen) musste am Montag über den aus Bosnien stammenden Angeklagten entscheiden. Er kannte sein Opfer bereits mehrere Wochen vor der Tat im Oktober 2010: "Um an Geld zu kommen, spielte der Angeklagte ihm homosexuelle Gefühle vor. Das, obwohl er eine schwangere Frau in Bosnien hatte", erklärte der Staatsanwalt nach Angaben der Zeitung "20 Minuten" den Sachverhalt. Der Angeklagte verabredete sich mit seinem schwulen Opfer auf einem Parkplatz: "Nachdem die beiden Zärtlichkeiten ausgetauscht hatten, bat der Angeklagte das Opfer um Geld", so der Staatsanwalt weiter.

Als das spätere Opfer jedoch eine Zahlung ablehnte, wurde der 25-Jährige rabiat: Er hielt dem Mann ein spitzes Plastikteil an den Kopf und erklärte, es handele sich um eine Pistole. Daraufhin drohte er dem Opfer die Erschießung an, sollte er nicht seine Bankkarte inklusive PIN-Nummer herausrücken. Er fesselte sein nacktes Opfer mit einem Klebeband. Mit der Karte erbeutete er an Geldautomaten insgesamt 4000 Franken (3400 Euro). Sein Opfer saß dabei auf dem Rücksitz seines Wagens. Der Mann wurde später im 50 Kilometer entfernten Zürich freigelassen.

Weitere Kleindelikte

Der Angeklagte soll auch mehrere Kleindelikte verübt haben - so hat er etwa in Hotels oder Restaurants die Zeche geprellt. Außerdem hat er sich bei seiner Ex-Freundin und einen früheren Arbeitskollegen Geld geliehen und es nie zurückgezahlt. Er begründete seine Taten damit, dass er - obwohl er in der Schweiz aufgewachsen ist - seine Arbeitserlaubnis verloren habe und deshalb kein Geld mehr verdienen konnte.

Wegen räuberischer Erpressung und anderer Delikte erhielt er eine Haftstrafe von 33 Monaten, von denen er 16 Monate absitzen muss. Danach gilt eine Bewährungsfrist von drei Jahren. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 27.07.2011, 14:26h
  • Der Täter hat ja ganz schön was auf dem Kerbholz. Er kann die nächsten Jahre im Knast nachdenken, was er angerichtet hat. Seine schwangere Frau tut mir leid!
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#2 daVinci6667
  • 27.07.2011, 17:57h

  • Der Bosnier hat "Glück" ist er noch nicht nach neuem Recht verurteilt worden. Dann hätte er vermutlich nach Verbüßung der Strafe auch noch das Land verlassen müssen. Doch seine Arbeitserlaubnis wird er nach so einer Tat wohl sowieso vergessen können. Bleibt er dennoch hier, ist zu befürchten, dass er wieder versuchen wird auf kriminelle Weise zu Geld zu kommen. Was bleibt ihm denn anderes?

    Seine Frau in Bosnien ist wohl froh bleibt er ihr vorerst fern. Wer will schon so einen kriminellen Ehemann!
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#3 FamilienstrukturAnonym
  • 27.07.2011, 20:02h
  • Antwort auf #2 von daVinci6667
  • Klar der böse Mann und die arme Ehefrau...
    Dann müsste sie ja selber für sich sorgen, anstatt ihren Ehemann nach Deutschland gehen zu lassen das er finanziell für die Famiie sorgt.
    Ne so fortschrittlich sind selbst in Deutschland noch nicht alle Ehefrauen, das sie von ihrem eigenen Einkommen unabhängig leben.
    Ich schätze die Olle sitzt zuhause und freut sich wenn sie Geld geschickt bekommt.
    Ohne Frau und Blag wäre er vielleicht erst gar nicht kriminell geworden, der Druck früh zu heiraten und eine Familie gründen zu müssen ist auch in Bosnien noch hoch. Was bleibt ist im reichen Westeuropa sein Glück zu versuchen, was oft misslingt weil es nicht mehr so ist das man hier noch schnell Geld scheffeln kann.
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#4 SchokiAnonym
  • 28.07.2011, 17:54h

  • Warum ist die Strafe so niedrig? Wäre er auch so bestraft worden, wenn er einen Hetero überfallen hätte? :-(
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#5 daVinci6667
  • 28.07.2011, 22:01h

  • Antwort an #4 Schoki

    Das Strafmaß ist in der Schweiz generell meist tiefer als bei unseren Nachbarländern. Ein teilweises Umdenken scheint gerade stattzufinden. Dies obwohl die Kriminalitätsrate niedriger ist als im EU-Raum.
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