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Dem Schützenverein St. Wilhelmi gehören 150 Mitglieder an

Der Kölner Weihbischof Heiner Koch, der auch Chef einer Dachorganisation von Schützenbruderschaften ist, verbietet einem schwulen Schützenkönig, gemeinsam mit seinem Lebenspartner aufzutreten.

Der offen schwule Getränkehändler Dirk Winter ist Anfang Juni zum diesjährigen Schützenkönig seines Vereins St. Wilhelmi in Münster aufgestiegen. Im 130 Mitglieder zählenden Verein gab es damals keine Bedenken, dass Winter gemeinsam mit seinem Lebenspartner als "Königin" auftritt. Doch jetzt gibt es ein Verbot von Oben, berichtet spiegel.de. Der Dachverband Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft aus Leverkusen hat dem Paar untersagt, nebeneinander bei Veranstaltungen wie dem Landesbezirks-Königsschießen aufzutreten.

In einem Brief an Dirk Winter und seinen Lebenspartner erklärte Heiner Koch, der Chef des Dachverbandes: "Es spricht nichts gegen die Mitgliedschaft homosexueller Personen in unseren Schützenbrüderschaften". Allerdings habe das "Sakrament der Ehe eine wesentlich tiefere Bedeutung als jede andere Lebenspartnerschaft." Daher dürfe kein schwuler Lebenspartner mit dem Schützenkönig auftreten.

Schützen müssen "für katholische Glaubensgrundsätze" eintreten


Weihbischof Heiner Koch will Homo-Partnerschaften unsichtbar machen (Bild: Wiki Commons / Rabanus Flavus / CC-BY-SA-3.0)

In seinem Hauptberuf ist Heiner Koch Weihbischof im konservativen Erzbistum Köln des Hardliners Joachim Kardinal Meisner. Die zwei Jobs sind kein Widerspruch: Der Bund der Schützenbruderschaft sieht sich als katholischen Verband an, der das Motto "Glaube, Sitte, Heimat" propagiert. Deutschlandweit sind rund 300.000 Menschen in diesem Dachverband organisiert. Koch gibt für sie unter anderem das Schützen-Betbuch heraus. Wegen dieser weltanschaulichen Vorgaben müssen die Schützenverbände auch die katholischen Vorbehalte gegenüber Homosexuellen durchsetzen - laut Satzung muss jedes Mitglied "für katholische Glaubensgrundsätze und deren Verwirklichung" eintreten.

Der Münsteraner Schützenkönig Dirk Winter erklärte, er finde die Anweisung des Weihbischofs zwar "affig", werde sich aber daran halten, um den anderen "den schönen Ausflug nicht zu vermiesen". Der Verein St. Wilhelmi hat sich bislang demonstrativ hinter seinen Schützenkönig gestellt.

Im 120 Kilometer entfernten Kleve gibt es dagegen einen schwulen Schützenkönig, der mit seinem Lebenspartner auftreten darf - dort ohne Probleme (queer.de berichtete). Grund: Die Materborner Schützengesellschaft gehört nicht dem katholischen Dachverband an. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 SchokiAnonym
  • 02.08.2011, 12:34h

  • Ist euch mal aufgefallen, dass die rosa Käppchen ziemlich das lächerliche Auftreten dieser Oberspacken unterstützen? Sieht unglaublich bescheuert aus...
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#2 XDAAnonym
#3 JoonasAnonym
  • 02.08.2011, 13:00h
  • Das zeigt wieder mal, wie diese fundamentalistischen Katholen alle Bereiche des Lebens bestimmen wollen und eben auch außerhalb ihres Fanatiker-Vereins Leuten ihr Leben diktieren wollen:

    da wird jemand durch sportliche Leistungen Meister und die katholische Kirche bestimmt einfach mal so, dass er sich selbst verleugnen soll.

    Die katholische Kirche hat viel zu viel Einfluss und in Deutschland gibt es keine Trennung von Staat und Kirche und damit auch keine echte Demokratie!

    Wenn andere da tatenlos zusehen, müssen wir endlich eingreifen...
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#4 BurgerBerlinProfil
  • 02.08.2011, 13:06hBerlin
  • Endlich weiß ich wer Weihbischof Heiner Koch ist und dazu kenne ich jetzt auch den Getränkehandel Dirk Winter !
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#5 Tobi CologneAnonym
  • 02.08.2011, 13:07h
  • Die katholische Kirche unterdrückt Menschen, um sie leichter manipulieren und lenken zu können. Denen geht es nur um Macht und Geld. Die lehnen Demokratie ab und wollen das Mittelalter zurück.

    Dabei sollten die lieber mal still sein, so viel Dreck wie die am Stecken haben. Aber wahrscheinlich wollen sie davon ablenken, indem sie andere mit Schmutz bewerfen.

    Diese totalitäre Hass-Organisation "Katholische Kirche" wird sich niemals ändern.
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#6 SchrottboykottAnonym
#7 SchützenvereinAnonym
  • 02.08.2011, 13:10h
  • Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte, wenn man diesen Schwachsinn wieder liest.

    Also ein gleichgeschlechtliches, sich liebendes Paar ist nicht so schön anzusehen, wie ein ungleichgeschlechtliches Paar, dass mal einfach so nebeneinander gestellt wurde? Versteh ich nicht. Und was soll das bringen, wenn sowieso jeder weis, dieser Schützenkönig ist schwul nur sein Partner muss auf der anderen Seite des Raumes stehen bleiben, damit diese Pfaffen in Köln zufrieden sind? Das ist nicht nur "affig" sondern äusserst diskriminierend und sollte vom Verein so nicht hingenommen werden. Diese Herren von der Katholiban haben nicht mal einen netten Partner oder eine nette Partnerin an deren Seite. Die stehen alleingelassen in langen Gewändern mit rosa Käppchen da. Da fragt man sich doch eher, was wohl schöner anzusehen ist? Und was hat die Ehe mit einem Schützenkönigspaar zu tun? Wohl so ziemlich gar nix.
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#8 SebiAnonym
  • 02.08.2011, 13:13h
  • Die katholische Kirche ist eine der größten Gefahren für Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte...
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#9 Kristian
  • 02.08.2011, 13:13h
  • Lustig, die Aktion ist ja wohl voll nach hinten los gegangen. Mehr Aufmerksamkeit als durch diese kleinlichen und ziemlich widerlichen Statements des Weihbischofs hätte das (verdiente) Schützenpaar durch einen gemeinsamen Auftritt auch nicht bekommen (auch wenn das Ganze leider durch eine kleine Minderung persönlichen Glücks erkauft wurde).
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#10 TimonAnonym
  • 02.08.2011, 13:19h
  • Hätte die katholische Kirche nicht so viel Macht und Einfluss auf Politik und Gesellschaft könnte man sich über diese lächerlichen Pfaffen nur noch amüsieren...

    Aber durch ihre Macht werden diese menschenverachtenden Verwirrten, die den Frust über ihr verpfuschtes Leben an anderen auslassen müssen, zu hochgefährlichen Hasspredigern.
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