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Mag die typisch deutsche Wohnzimmerschrankwand auch immer noch existieren (wie auf diesem Bild), so täusche man sich nicht über die Modernität der Bewohner dieser Räume, was ihre Definition von Gender, Identität und Familie angeht. Ines Paul Baumann (ganz links) zum Beispiel ist zwar als Mädchen geboren, hat aber, auch wenn es für manche äußerlich so aussieht, nie sein Geschlecht geändert und sieht sich weder als Frau noch als Mann. Auch in Bezug auf die sexuellen und die Alltagsbeziehungen will Ines Paul sich weder als lesbisch noch als heterosexuell kategorisieren. "Das spielt für mich alles keine Rolle mehr." Zusammen ist er/sie mit (der lesbischen Frau und Drag King) Kai Karen Tina, und gemeinsam mit einem Dritten haben sie zwei Kinder. Beziehung zu zweit, Eltern zu dritt, zu fünft Familie.

Die Fotografin Sandra Wildeboer aus Hannover hat sich für ihre Diplomarbeit ein wunderschönes Thema ausgesucht, und unter dem Titel In every respect - in jeder Beziehung im Web veröffentlicht. Eine Reihe von Fotoporträts, jeweils mit einem rund dreiminütigem Interview-Zusammenschnitt ergänzt, in dem die Abgelichteten erzählen, wie sie die theoretischen Definitionen von "Queer" ganz praktisch leben. Sina, die Femme erzählt, warum für sie Manu, die Butch, so sexy ist. Manu sagt, warum sie das Wort "lesbisch" einfach unschön findet. Paare, Großfamilien, Mann-Frau-Konstellationen, die mongame Beziehung zweier schwuler Männer, die verpartnert sind und gerne ein Kind großziehen würden: Ein gutes Dutzend ganz individueller Lebensentwürfe hat sie bereits veröffentlicht.

Die Porträts laden zum Vergleich ein mit der eigenen Lebensweise, und verwirren sicherlich Manche, die mit dem traditionellen Mann-Frau-Schema oder den Schwul-Lesbisch-Trans-Schubladen bislang gut ausgekommen sind. Doch die Bilder und die kurzen Einblicke in die privaten Lebensumstände der abgelichteten Menschen wecken die Neugier auf Alternativen und die Lust auf einen Ausbruch.

Sandra Wildeboer sucht übrigens noch weitere Personen, die sich fotografieren und ablichten lassen wollen - über ein Kontaktformular kann man sich bei der Fotografin melden. Die queere Vielfalt kennt schließlich kaum Grenzen... (cs)



#1 SoleilProfil
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.08.2011, 14:36h
  • Es lebe die familiäre Vielfalt (die es ja angeblich in der Katholischen Kirche, CDU und den christlichen Fundamentalisten nicht gibt und alle darum einem antiquierten Bild krampfhaft festhalten)!
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