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Wer denkt: "queer.de, das ist doch so eine große Website, die haben doch sicherlich auch ganz tolle große Büroräume", der irrt gewaltig. Die Mitglieder der Redaktion sind lebende Beispiele des mobilen Arbeitsnomaden, der seit der Erfindung des Internets durch die Arbeitswelt schleicht. Gearbeitet wird überwiegend im Home-Office oder zwischendurch und unterwegs. Während des Besuchs bei Mutti zum Beispiel, zwischen zwei Kölsch oder vor dem Gang zur Strandbar. Die Vernetzung der Standorte Köln Humbold-Gremberg, Köln-Weiden, Düsseldorf-Pampa und Bangkok erfolgt über das Web: E-Mail, Textchat im Redaktionssystem, Voice over IP, Telefonkonferenz, die sozialen Netze. Der virtuelle Raum ist unsere Geschäftsstelle und Google+ mit seinem "Hangout" seit kurzem unsere neue Kaffeeküche.

Das war auch bitter nötig. Denn die morgendliche Telefonkonferenz um 9:30 Uhr drohte seit längerem einzuschlafen. Die "Konfi", wie wir sie liebevoll nennen, kann man sich so ein bisschen vorstellen wie einen katholischen Gottesdienst. Sie ist höchst ritualisiert und läuft stets gleich ab: Einer leitet das Gespräch, der Zweite präsentiert die Themenübersicht, der Dritte erklärt, welche neuen Knöpfe im Redaktionssystem ab sofort zu drücken sind, der Vierte teilt unter der Rubrik "Sonstiges" sonstiges mit. Immer öfter kam es zu langen Pausen im Gespräch. Man war sich nie so sicher, ob mal wieder die Leitungen zusammengebrochen sind oder der Rest nach einem fünfminütigen Monolog einfach weggedämmert ist. Oder es plapperten alle Durcheinander, weil die Telefonschalte über mehrere Transatlantikkabel und Satelliten geleitet wird und sich so Verzögerungen einschleichen, als würde man zum Mond telefonieren.

Das Abhängen im Hangout bei Google+ hat all diese Kommunikationsprobleme mit einem Schlag beseitigt! Denn jetzt gibt es dank der Gruppen-Videokonferenz auch was zu sehen. Wer noch zu müde ist, den Mund aufzutun, kann zumindest Interesse durch Kopfnicken vortäuschen. Sekundenschlaf ist nicht mehr möglich, allerdings auch keine unbekleidete Teilnahme an der Konferenz. Bei Kollege Dennis läuft im Hintergrund eine Art Live-Kochshow (sein überaus begabter Mann bereitet das Mittagessen vor). Kollege Micha in Bangkok kämpft mit seinen drei wildgewordenen Katzen, die gerne über die Laptop-Tastatur laufen und sich ständig ins Bild drängen wollen. Überhaupt ist Eitelkeit ein großes Thema. Als Kollege Norbert neulich erkältet war, mussten wir mit dem Anblick seiner Wohnzimmerdecke vorlieb nehmen. Dabei sehen wir von ihm dank dichter Zigarettenschwaden und strahlendem Gegenlicht am Fenster eh kaum was. Ja, und ich bin immer leicht erschrocken, wenn mich Google+ kurz vor dem Start des Hangouts fragt, ob denn die Frisur sitze. Tut sie nie. Bei den anderen aber auch nicht... (cs)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.08.2011, 16:27h
  • Geschichten aus dem Redaktionsalltag bei Queer und bei anderen Verlagen sieht es (fast) genauso aus!
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#2 daVinci6667
  • 11.08.2011, 17:46h

  • Danke für den interessanten Einblick in euren Alltag!

    Allerdings verstehe ich nicht, warum künftig keine unbekleidete Teilnahme mehr möglich sein soll. Nur keine falsche Scham Jungs! Dann gibt's auch wirklich was zu sehen, nehm ich mal an :))

    Übrigens "Confi" bedeutet im schweizerdeutschen Marmelade. Passt, wenn ihr euch also bei der morgendlichen Konferenz gleich das "Zmorge" mit einem feinen "Kafi" gönnt. Dann schläft auch keiner ein!
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#3 Krzyszek
  • 12.08.2011, 14:31h
  • "... ist nicht mehr möglich, allerdings auch keine unbekleidete Teilnahme an der Konferenz."

    Wieso das denn nicht? Werden Unbekleidete etwa von Google+ zensiert?
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