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Die politische Karriere des konservativen Phillip Hinkle scheint beendet zu sein

In den USA ist wieder mal das Doppelleben ein homofeindlichen Politikers enttarnt worden: Phillip Hinkle - seit 2000 Kongress-Abgeordneter im Bundesstaat Indiana - hat sich mit einem 18-Jährigen auf ein Schäferstündchen getroffen.

Wie die Tageszeitung "Indianapolis Star" meldet, hatte sich der verheiratete 64-jährige Hinkle im Online-Netzwerk "Craigslist" auf die Anzeige eines jungen Mannes gemeldet, in der es hieß: "Ich brauche einen Suggar Daddy" - darunter wird im englischen Sprachraum ein älterer Mann bezeichnet, der einen Jüngeren für eine längere sexuelle Beziehung entlohnt.

Die Anzeige erschien im Bereich "ungezwungene Treffen" unter m4m (Men for Men). In einem regen E-Mail-Wechsel schrieb Hinkle unter anderem: "Ich bin ein sportlicher, verheirateter Geschäftsmann, 172cm groß, fitte 77kg. Ich liebe es, mich auszuziehen und nackt zu sein."

Der 18-jährige Kameryn G. hatte darauf den Politiker erstmals vor einer Woche in einem Marriott-Hotel getroffen. G. erklärte jedoch gegenüber der Lokalzeitung, er habe vor sexuellen Handlungen kalte Füße bekommen, als sich sein Auftraggeber als Kongress-Abgeordneter outete. Er wollte das Hotelzimmer daraufhin verlassen, woran ihn der Politiker aber gehindert haben soll.

So habe Hinkle seiner Internetbekanntschaft gesagt, dass er ihn nicht in die Stadt zurückfahren würde, wenn "wir nicht das getan haben, was wir tun müssen." Daraufhin rief G. seine Stiefschwester an, die den Politiker am Telefon mit einer Schimpftirade überzeugt habe, ihren Bruder gehen zu lassen. Nach der Drohung, die Polizei zu informieren, habe Hinkle dem jungen Mann ein iPad, ein Blackberry-Handy und 100 Dollar in Bar als Schweigegeld gegeben.

Parteifreunde fordern Rücktritt

Gegenüber den Medien hat Hinkle die Geschichte weder bestätigt noch dementiert. Er beauftragte statt dessen einen Anwalt, der die Vorwürfe prüfen soll. Seine republikanischen Parteifreunde fordern ihn aber bereits zum Rücktritt auf. So erklärte Mitch Daniels, der Gouverneur von Indiana, dass ihn die Geschichte "sehr traurig" mache. Er bezeichnete den Vorfall als "persönliche Familientragödie".

Bislang hat sich Hinkle im Parlament stets gegen Homo-Rechte ausgesprochen. So gehörte er vergangenes Jahr zu den Initiatoren einer Initiative, die dem Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in Indiana Verfassungsrang einräumen sollte.

Die Geschichte publik gemacht hat nach Angaben des "Indianapolis Star" die Schwester des 18-jährigen G. Sie sei zuvor unter anderem von Hinkles Ehefrau angerufen worden, die ihr 10.000 Dollar Schweigegeld angeboten habe. Sie selbst wollte den Politiker aber bloßstellen, da ihr die ganze Geschichte nun "sehr unheimlich" vorkam.

Für Homo-Aktivisten ist der Fall Hinkle symptomatisch für die Folgen der schwulenfeindlichen Politik vieler Konservativer: "Das zeigt, welche Folgen es hat, wenn jemand wegen seiner politischen Einstellung oder persönlichen Konflikten Probleme hat, offen mit seiner sexuellen Orientierung umzugehen", erklärte Aaron Schaler von den Stonewall Democrats.

In den letzten Jahren sind immer wieder konservative Aktivisten oder Politiker wegen eines schwulen Doppellebens entlarvt worden. Der prominenteste Fall war der des US-Senators Larry Craig, der 2007 verhaftet wurde, weil er auf einer öffentlichen Herrentoilette versucht hatte, einen Undercover-Polizisten zu sexuellen Handlungen zu überreden (queer.de berichtete). Im letzten Jahr geriet einer der bekanntesten Ex-Gay-Aktivisten in die Schlagzeilen, weil er seinen zehntägigen Urlaub in Europa mit einem Callboy verbrachte (queer.de berichtete). (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.08.2011, 14:30h
  • Die Republikaner tun alles, damit weitere Wähler sich von ihr abwenden und das ist auch gut so! Ich hoffe, es werden noch weitere enttarnt, damit ist die Wiederwahl von Barack Obama nur noch eine Formsache!
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#2 CarstenFfm
  • 15.08.2011, 14:39h
  • Klasse.... leider noch etwas hin bis zu den Wahlen.
    Aber bis dahin sorgen sicher noch andere konservative Republikaner für peinliche Schlagzeilen.
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#3 Time WarpAnonym
  • 15.08.2011, 15:05h
  • Bei dem hätte ich auch die Flucht ergriffen, Frechheit das er sich selbst als sportlich bezeichnet.
    Da denkt man an einen sportlichen, attraktiven älteren Mann und steht plötzlich einem unsportlichen, langweiligen Typen gegenüber.
    Die Selbstwahrnehmung mancher Männer ist echt gestört, siehe auch Gayromeo wo die Fotos mancher User zwar dem angegebenen Alter und Gewicht der Personen entsprechen, aber schon ein paar Jährchen alt sind
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#4 anonymusAnonym
  • 15.08.2011, 15:10h
  • Quelle Afreuss......
    na ja, aber je offensichtlicher die Verlogenheit der Reps wird, desto mehr kriegt diese durchgeknallte Teapartybewegung Unterstützer
    Eines Tages hockt vieleicht wirklich diese Sara Palinbratze im Oval Office weil die Amis glauben nur bei der Teaparty gäb es noch die von ihnen allen erhofften Sitten und den Anstand
    vieleicht sollten sich die Medienleute mal mit den Mitgliedern dieser Truppe befassen. Bei den Reps braucht man, glaube ich, keine Angst haben, die sind ja mittlerweile doof genug sich selber zu demaskieren.

    ...a propos ... mit d e r Anzeige wäre der Gute aber bei Gayromeo nicht so einfach durchgekommen ...
    Ich bin ein sportlicher, verheirateter Geschäftsmann, 172cm groß, fitte 77kg. "
    Da hätt er eintragen müssen daß er einen leichten Bauch hat ...
    Jetzt hat er auch noch gegen das Gebot: Du sollst nicht lügen" verstossen .... man sollte die Westboro Babtistengemeinde informieren ....
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#5 Zwangsouten!Anonym
  • 15.08.2011, 15:15h
  • "... Bislang hat sich Hinkle im Parlament stets gegen Homo-Rechte ausgesprochen. So gehörte er vergangenes Jahr zu den Initiatoren einer Initiative, die dem Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in Indiana Verfassungsrang einräumen sollte ..."

    Erneut wurde damit die demonstrierte Homophobie eines konservativen Politikers enttarnt, als Ablenkungsmanöver.

    Es lohnt sich für Schwulenverbände und Gay Aktivisten daher durchaus häufig sehr genau hinzuschauen und ein wenig zu recherchieren, wenn von Poliitkern oder Kirchenleuten besonders auffallend viel homophobes zu hören oder zu lesen ist.

    Fast könnten mir diese verklemmten Männer leid tun, wenn - ja wenn - sie nicht für so viele Ungerechtigkeiten und das persönliche Unglück von (besonders jungen) Schwulen und Lesben eine so große Mitschuld trügen. Und das alles nur, um von der eigenen, von ihnen selbst nicht akzeptierten, sexuellen Identität abzulenken.
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#6 susuAnonym
  • 15.08.2011, 15:48h
  • das problem ist die doppemoral der selbsthassenden, konservativen schrankschwestern interessiert keine sau obwohl sie auf kosten von menschen, und zwar auf kosten von jungen schwulen geschieht, das gleiche in hetero und es bestimmt hauptschlagzeilen mit gefasel von angeblicher liebe. bei schwulen denkt der verlogene mob es geht immer nur um sex und verführung und es wird in die anrüchige ecke geschoben, nach dem motto was ich nicht sehe gibts nicht
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#7 FloAnonym
  • 15.08.2011, 15:56h
  • Wer am lautesten quietscht, will geölt werden.

    Diejenigen, die am lauteste gegen andere wettern, tun das nur, um von sich selbst abzulenken. Bestes Beispiel ist die katholische Kirche...
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#8 raoulAnonym
  • 15.08.2011, 16:28h
  • Antwort auf #5 von Zwangsouten!
  • da diese brüder mit aller macht gegen schwule vorgehen und dafür auch noch spenden, in nicht unerheblicher höhe sammeln, sollten das die schwulen eigentlich mit gleicher münze heimzahlen !
    eine stiftung gründen, mit deren mitteln, die herrschaften unter die lupe genommen werden, um sie, wenn sie mal wieder ihren unehelichen trieben nachgehen, zu outen !
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#9 GolemProfil
  • 15.08.2011, 17:52h-
  • "Seine republikanischen Parteifreunde fordern ihn bereits zum Rücktritt auf. So erklärte Mitch Daniels dass ihn die Geschichte "sehr traurig" mache. Er bezeichnete den Vorfall als "persönliche Familientragödie"."

    Typisch Rechtskonservative. Das ganze Elend, das sie mit ihrer menschenfeindlichen Geschlechter- und Sexualpolitik, ihrer asozialen Wirtschaftspolitik und ihrer militaristischen Außenpolitik anrichten, wird zu "persönlichen Tragödien" reduziert, damit niemand die Verantwortung übernehmen muss. UND damit niemand auf die Idee kommt, vielleicht etwas verändern zu wollen, anstatt einfach zum lieben Jesulein zu beten, damit die "persönliche Tragödie" verschwindet. Als wären Selbstmorde, Arbeitslosigkeit, schmierige Versteckspiele, Schweigegelder und Doppelleben nichts anderes als ein Klavier, das dir aus dem achten Stock auf den Kopf fällt. Mit Leuten wie diesem Hinkle Mitleid zu haben, ist natürlich sehr schwer, aber trotzdem.

    Btw: Habe letztens gelesen, dass einer der möglichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner den Klimawandel zwar für einen Schwindel hält, aber dafür BETEN lässt, dass es in Texas wieder regnen möge! Auf dem Niveau sind die Republikaner immer noch. Wissenschaftler sind doch eh alle doof, lasst uns lieber Regentänze veranstalten...
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#10 alexander