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Ein männlicher Zebrafink mit unbekannter sexueller Orientierung (Bild: KarenHullArt / flickr / by 2.0)

Wenn männliche Zebrafinken einen gleichgeschlechtlichen Partner gefunden haben, lassen sich viele auch von Weibchen nicht mehr von ihrem Liebsten abbringen.

Wissenschaftler der Universitäten von Kalifornien und Saint-Étienne in Frankreich haben eine Reihe von männlichen Zebrafinken in kleinen Gruppen gehalten. Innerhalb kurzer Zeit hat sich mehr als die Hälfte der Vögel einen gleichgeschlechtlichen Partner ausgewählt. Dabei konnten die Forscher das selbe Verhalten wie bei verschiedengeschlechtlichen Zebrafinken-Paaren beobachten: Die Vögel haben zusammen gesungen und sich gegenseitig geputzt, wie es auch bei heterosexuellen Paaren üblich ist.

Als die Verbindung von acht Zebrafinken-Männchen als gefestigt erschien, haben die Forscher Weibchen in die Gruppe eingeführt. Von den fremden Reizen ließen sich aber nicht alle Paare beirren: Fünf der acht schwulen Zebrafinken-Pärchen beachteten die Weibchen überhaupt nicht.

Stabile Beziehung wichtiger als Fortpflanzung

Forschungsleiterin Julie Elie von der University of California sagte, das Experiment zeige, dass in Tieren das Paarungsverhalten kompliziert sei und Fortpflanzung nicht die einzige Priorität sei. "Einen Partner zu finden - egal welchen Geschlechts - könnte ein Vorteil für das Überleben sein", erklärte Elie. Das Verhalten der verschieden- und gleichgeschlechtlichen Paare sei gleich. Die Ergebnisse der Studie sind im Fachmagazin "Behavioral Ecology and Sociobiology" veröffentlicht worden.

Es gibt bereits mehrere Untersuchungen zum Balzverhalten von Vögeln. Eine australische Studie unter knapp 100 Vogelarten kam letztes Jahr zu dem Zwischenergebnis, dass sich zirka fünf Prozent aller Vögel gleichgeschlechtlich verhielten, es gab jedoch große Unterschiede zwischen verschiedenen Arten (queer.de berichtete). Aus verschiedenen Zoos gibt es zudem immer wieder Berichte über schwule Pinguine: So brütete ein gleichgeschlechtliches Pinguin-Paar 2009 in Bremerhaven ein Ei aus (queer.de berichtete). Die schwulen Tiere sorgen auch für Kontroversen in der Welt der Menschen: So stand in den USA ein Kinderbuch über schwule Pinguine auf Platz 1 der Liste der meistgehassten Bücher, weil konservative Aktivisten darin ein Propaganda-Werk für die "homosexuelle Agenda" sahen (queer.de berichtete). (dk)



#1 ex gay bird moveAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.08.2011, 16:48h
  • Neues aus dem Tierreich und ein Beweis dafür, daß Homosexualität völlig normal ist!
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#3 Eva BrunneAnonym
  • 15.08.2011, 16:55h
  • Wir bieten da Vogelhochzeiten an.

    Neu:

    Für zebraflinke Homosexuelle haben wir jetzt einmal im Monat Speed-Datings mit Jesus im Programm. Der aber mit Jockstrap (Um das Wunder zu entdecken). In Zebrafarben plus grün, der Jockstrap.
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#4 SchokiAnonym
#5 GeorgB
#6 Eva BrunneAnonym
#7 alexander
#8 alexander
#9 userer
  • 15.08.2011, 19:16h
  • Wenn das man nicht nach hinten losgeht, denn Homo-Hasser könnten nun auch argumentieren, dass Homosexualität aus der Not geboren ist, also erworben wird und eben nicht angeboren ist:

    "Wissenschaftler der Universitäten von Kalifornien und Saint-Étienne in Frankreich haben eine Reihe von männlichen Zebrafinken in kleinen Gruppen gehalten. Innerhalb kurzer Zeit hat sich mehr als die Hälfte der Vögel einen gleichgeschlechtlichen Partner ausgewählt."

    Das klingt arg nach Knast-Homosexualität. Hoffen wir, dass die Resultate der Studie im Ganzen schwulenfreundlicher ausfallen.
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#10 schwulenaktivist
  • 15.08.2011, 19:49h
  • Ich weiss nicht, warum Beziehungen aus dem Tierreich immer mit "Liebe" definiert und vermenschlicht werden müssen. Wir haben im Grunde genommen keine Ahnung, was Tiere - ausser der Fortpflanzung - bewegt, für eine Zeit zusammenzubleiben und was sie allenfalls empfinden...
    Zur Vorsicht hat schon 1946 ein bekannter schweizer Biologe gemahnt:
    www.arcados.com/wp-content/uploads/2011/08/Portmann-Familien
    probleme.pdf

    (zufälliger Fund in einem seiner Bücher)
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