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Trat als Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der CDU zurück, nur weil er eine Beziehung mit einer 16-Jährigen hatte: Christian von Boetticher (Bild: Wiki Commons / Presse.Nordelbien / CC-BY-2.0)

Kaum zu glauben, aber wahr: die schleswig-holsteinische CDU macht sich zum Sittenrichter und zwingt ihren Landesvorsitzenden und bisherigen Hoffnungsträger Christian von Boetticher (40) neun Monate vor den Landtagswahlen zum Rücktritt, nur weil er vor einiger Zeit eine Sechzehnjährige geliebt hat. Soll dieses Liebesverbot den Wählern verdeutlichen, was konservative Unionschristen unter der angestrebten Rückbeisinnung auf traditionelle Grundwerte verstehen?

Von Jürgen Friedenberg

Nein, dies ist kein Fall für den Staatsanwalt. Denn Boettichers Geliebte war 16 Jahre alt und konnte somit ihr gesetzliches Recht auf sexuelle Selbstbestimmung wahrnehmen. Und zur moralischen Empörung besteht umso weniger Grund, da Boetticher damals nicht verheiratet war. Einer Heirat stand auch dem altersmäßig ungleichen Paar rechtlich nichts im Wege: denn mit 16 ist eine Braut hierzulande ehemündig. Hätten die beiden Liebesleute einander geheiratet, hätte es der Kieler Parteiführung vermutlich die Sprache verschlagen. Man fragt sich unwillkürlich, wie die sittenstrenge Kieler Parteiführung erst reagiert hätte, wenn ihr Chef sein Herz für einen 16 Jahre jungen Mann entdeckt hätte ...

Meine Oma hätte sich totgelacht

Lebte meine Oma noch - eine fleißige Kirchgängerin, die das halbe Evangelische Gesangbuch auswendig kannte und eine herzensgute, fromme Frau war - meine Oma hätte sich über die nordwestdeutsche Posse totgelacht. Denn meine Oma war, als sie mit dem wesentlich älteren Bräutigam vor den Traualtar trat, gerade mal 16 geworden. Und niemand fand etwas dabei. Solch frühe Ehen waren zu Kaisers Zeiten gar nicht selten, man erhoffte sich davon einen reicheren Kindersegen.

Warum sich Boetticher und seine jugendliche Freundin vor einiger Zeit getrennt haben, geht keinen etwas an. Dass sich aber eine "staatstragende" Partei anmaßt, die Liebe eines im besten Mannesalter stehenden Spitzenpolitikers zu einer jungen Frau mit dem Verlust seiner Funktionen und der Zerstörung seiner politischen Karriere zu bestrafen, das sollte öffentlich diskutiert, kritisiert und scharf verurteilt werden. Zu hoffen bleibt, dass die zwar traditionsbewussten, aber nicht vertrottelten Schleswig-Holsteiner der CDU am Wahltag hierfür eine gebührende Quittung geben.



#2 DaddiesAnonym
  • 15.08.2011, 19:08h
  • Kommt, wär sie 18 gewesen wär das moralisch was anderes gewesen, auch bei der CDU. Vielleicht hätte er dennoch gehen müssen, aber 16 ist schon krass.

    Süß, er heulte wie ein Teenager mit Lieebskumer!
    Das S***gesicht!
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#3 FloAnonym
  • 15.08.2011, 19:09h
  • Tja, in der CDU muss man so sein, wie sich das manche ewiggestrige Moralapostel vorstellen. Sonst ist man weg vom Fenster.

    Dass die größten Moralapostel oft auch die größten Ferkel sind, wollen die nicht wahrhaben.

    Reinhard May sang mal:
    "Es gibt Pöter, die zwängen sich nachts in eine Fessel,
    und am Tag in einen Ministersessel."

    Dennoch hält sich mein Mitleid für Boettcher in Grenzen. Wer Mitglied dieser bigotten Partei ist, weiß, was ihn erwartet.
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#4 ulliAnonym
  • 15.08.2011, 19:16h

  • Ich habe kein Verständnis das heterosexuelle Beziehungen bei quer.de einen extra Artikel wert sind. Homosexuelle Beziehungen zu Jungs werden selbst hier von vielen als midsbrauchsbeziehungen gewertet, aber wenn ein heterosexueller rumflennt wegen einer Goere die er selber verlassen hat muss ganz Deutschland dad mitbedauern. Zum kotzen
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#5 alexander
  • 15.08.2011, 19:19h
  • als die meldung durch die gazetten ging, tat mir boetticher noch (irgendwo) leid ! (auf grund der postmodernen moral !)
    aber jetzt muss ich sagen, er zahlt den preis für seine partei, in der er die grosse, schnellaufgestiegene nummer war ?
    und das, in diesem fall zu recht !!!

    es ist wirklich absurd und an lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten !
    der liebe christian, der heulend seiner liebe nachtrauert, obwohl er überhaupt nichts verwerfliches getan, geschweige sich etwas hat zuschulden kommen lassen, tritt nun von "allen ämtern" zurück ???????
    am peinlichsten, so wenig arsch, mit 40 in der hose zu haben und sowas will "regieren" ???

    man muss sich mal klarmachen, wieviele politikerleichen in den letzten jahren frauen geheiratet haben, die weit mehr als 20 jahre (eher 40) jünger waren, die aber in bälde, zu unserer aller freude, deren bezüge, als pension erhalten, siehe mumie kohl !!!!!!
    das ist nun wirklich pervers ! wenn man hier den gleichen maßstab anlegen will !

    der rollback frisst seine kinder, fast schon zu komisch !!!

    aber ein land in dem man sich schon über arnies sohn als halbnacktes model ereifert und das eine meldung für wert hält, nur weil der bengel in einer jeans mit freiem oberkörper posiert, muss man sich nicht mehr wundern ?
    es kann nur besser werden ! wenn erst einmal die tittenmoster mit schwarzen balken abgedeckt sind, wird mir wohler, hatten wir doch alles schon mal, ODER ???????????
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#6 schwulenaktivist
  • 15.08.2011, 19:43h
  • Dazu kann nur gesagt werden, dass ein 16jähriger Junge wohl mehr gemeinsames mit einem 46jährigen Mann hat, als ein erwachsenes Ehepaar miteinander!
    Und der CDU-Politiker steht noch nicht mal im Verdacht, seine jugendliche Geliebte anal penetriert und damit - nach allgemeiner Moral - vergewaltigt zu haben.
    Bei einer 46jährigen Frau und ihrem 16jährigen Geliebten haben sehr viele CDU-ler wohl mehr Verständnis, denn er kann sie - politisch korrekt - gar nicht vergewaltigen....
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#7 HeidiAnonym
  • 15.08.2011, 19:47h
  • Antwort auf #1 von doktor
  • Könnte es noch andere Gründe haben?
    War das Mädchen denn schon tatsächlich 16, als sie sich kennenlernten? Ich habe die Geschichte nicht so verfolgt. Wenn sie 15 Jahre, 11 Monate und 29 Tage alt war, hätte es gewaltige Probleme gegeben! Wer einen solchen Posten annimmt, muss wissen, dass seine Feinde im Hintergrund nur darauf warten, ihn angreifen zu können. Er muss eine lupenreine Weste haben, sonst sollte man nicht Politiker werden.
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#8 SchokiAnonym
  • 15.08.2011, 20:03h

  • Nein, ich vermute, dass es neidische Parteimitglieder waren, die einen großen Tumult gemacht haben, damit er weg vom Fenster ist. Das ist aber nicht nur in der CDU so. Als erfolgreicher Politiker hat man immer mehr Feinde als Freunde, auch innerhalb einer Partei. Ich sehe das jetzt objektiv, ohne meinen doch vorhandenen Hass auf diese Partei, einfach als Manöver einiger Hintermänner deren Ziel es wär ihm zu stürzen, um selber bessere Chancen in der Partei zu haben.
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#9 verlogene CDUAnonym
  • 15.08.2011, 20:17h
  • "denn mit 16 ist eine Braut hierzulande ehemündig"

    Ein SechszehjährigeR aber nicht!
    Die eingetragene Partnerschaft hat nicht die selben Rechte wie eine Ehe. Soll ich mich jetzt für eine 16jährige einsetzen und ihr Beifall klatschen das sie theoretisch heiraten darf, während es Menschen mit meiner sexuellen Orientierung von vorneherein verwehrt wird?

    "die Liebe eines Mannes im besten Mannesalter stehenden Spitzenpolitikers zu einer jungen Frau"

    bestes Mannesalter? In einem schwul-lesbischen Forum sollte man soviel Toleranz besitzen und heterosexistische Floskeln einfach sein lassen.
    Es ist nicht besser oder schlechter ein bestimmtes Geschlecht oder Alter zu haben und zu lieben. Für den einen sind schöne, junge Männer persönlich das beste Alter, für den anderen sind es reifere Männer, es besitzt keine Allgmeingültigkeit. Eine vermeintliche Mehrheit hat nicht zu bestimmen weches Alter oder Geschlecht besser ist, sondern die einzelne Person.

    "Denn meine Oma war, als sie mit dem wesentlich älteren Bräutigam vor den Traualtar trat, gerade mal 16 geworden. Und niemand fand etwas dabei."

    Viele hätten aber was dabei gefunden wenn sich eine Frau mit einem 16 Jahre alten Jungen oder gar ein Mann mit einem 16 Jahre alten Jungen eingelassen hätte. Das es damals also besser war, davon kann keine Rede sein, solange sie nur den Heterosexuellen und dazu nur in der Konstellation Mann- Frau vorbehalten war.

    Die Heterosexuellen haben ganz einfach immer noch Luxusprobleme im Gegensatz zu Homosexuellen
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#10 alexander