Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?14821

Kamerun bestraft Homosexualität mit bis zu fünf Jahren Haft

Ein 19- und ein 20-Jähriger sind in Kamerun wegen Homosexualität angeklagt - bei einer Verurteilung droht den jungen Männern die Misshandlung im Gefängnis, warnt Amnesty International.

Wie die Menschenrechtsorganisation meldet, sind der 19 Jahre alte Jonas und der ein Jahr ältere Francky am 25. Juli vor einem Nachtclub in der Hauptstadt Yaounde verhaftet worden. Am 18. August soll ihnen der Prozess gemacht werden. In Kamerun sind sexuelle Handlungen mit Personen des selben Geschlechts laut Paragraf 347 verboten. Als Strafe sieht das Gesetz bis zu fünf Jahre Haft sowie Geldstrafen vor. Amnesty wirft Kamerun aber vor, in den letzten Jahren das "drakonische Gesetz" mehr und mehr angewendet zu haben.

Erwin van der Borght, der Afrika-Direktor von Amnesty International, warnt vor Übergriffen auf die Verhafteten: "In Kamerun wird Homophobie von der Regierung geduldet", so van der Borght. "Diejenigen, die wegen Homosexualität verhaftet wurden, sind der Gefahr ausgesetzt, von anderen Insassen oder Wärtern wegen ihrer vermuteten sexuellen Orientierung tätlich angegriffen zu werden."

Bereits im Juni wurde ein Mann wegen Homosexualität in Yaounde zu drei Jahren Haft verurteilt (queer.de berichtete). Jean-Claude Roger Mbede legte gegen das Urteil Berufung ein. Wie Amnesty mitteilt, befindet sich Mbede in schlechter körperlicher Verfassung, ihm sei aber ein Arztbesuch verweigern worden. Besuchern erzählte er, dass er bereits seit seiner Verhaftung im März im Gefängnis auf dem Boden schlafen musste.

Ein umfassender Bericht von vier Menschenrechtsorganisationen kritisierte im vergangenen Jahr die Verfolgung von sexuellen Minderheiten in Kamerun (queer.de berichtete). In dem auf Englisch erschienenen Bericht "Criminalizing Identities: Rights Abuses in Cameroon based on Sexual Orientation and Gender Identity" beschreiben die Autoren willkürliche Verhaftungen, Misshandlungen in Gefängnissen und eine homophobe Atmosphäre, die Betroffene ausgrenzt und Missbrauch begünstigt. Infolge dessen würden die Betroffenen nicht für spezifische verbotene Handlungen bestraft werden, sondern für ihre homosexuelle Identität an sich. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 xaggieProfil
  • 16.08.2011, 17:06hBerlin
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Toll und dann? Glaubst du die hören dann auf?

    Davon hat keiner was, alles was passiert ist, dass dort noch mehr Leute hungern, die auch - selbst wenn sie homophob sind - ein Recht zu Leben haben.

    Natürlich kann man nicht so einfach hinnehmen, was da vor sich geht, aber einfach ein paar Gelder zu streichen wird wohl kaum die Homophobie im Erdboden verschwinden lassen!

    Und was soll dass mit ehemaligen deutschen Kolonie? Spielt das irgendeine Rolle?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Roman BolligerAnonym
  • 16.08.2011, 19:22h
  • Wie gesagt: Armes, rückständiges Afrika im Griff evangelikaler Hypnotiseure und geldgieriger Polit-Clowns! Afrika, wach auf!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 böblingenAnonym
  • 16.08.2011, 22:18h
  • Der Niebel wird ihnen bestimmt "finfischer" an Herz legen.

    Gay-Fisher:

    "Computer ausspionieren, Handys abhören und Bewegungsprofile erstellen - das alles kann die Software "Finfisher". Dabei handelt es sich um einen sogenannten Trojaner, der sämtliche Aktivitäten überwacht. "

    "Ich denke, es ist wahrscheinlich problematischer, als Panzer zu exportieren."
    Jörg Leichtfried, österreicher Sozialdemokrat im Europaparlament zur Ausfuhr von Überwachungssoftware in Arabische Staaten"

    Leichtfrieds Antrag scheiterte im Europaparlament am Widerstand der FDP-Abgeordneten. Nach Informationen von FAKT hatte eine E-Mail aus dem FDP-geführten Bundeswirtschaftsministerium in Berlin die Liberalen davon abgehalten, einer schärferen Kontrolle zuzustimmen.

    www.mdr.de/fakt/Finfisher102.html

    Die Menschen in Kamerun sind gewarnt. Zumindes solche,die französisch lesen können.

    Afrique : les dictatures à l'assaut d'Internet

    En Egypte, il semble qu’une société Allemande, Gamma group (filiale Siemens, Elaman), avait proposé son savoir-faire et ses logiciels pour permettre l’espionnage des ordinateurs et services webmail comme Gmail, Hotmail, Yahoo, mais aussi le service de VOiP Skype. Des factures ont été retrouvées pour l’achat, par exemple, de l’outil Finfisher. Prix de l’outillage de web espion : 287.137 euros. Une page Facebook a été montée par les Wikileakeurs égyptiens pour dénoncer cet espionnage.

    www.njanguipress.com/index.php?option=com_content&view=artic
    le&id=139%3Aafrique-les-dictatures-a-lassaut-dinternet&Itemi
    d=1
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MarekAnonym
  • 17.08.2011, 10:31h
  • Barbarenstaat!!

    Jegliche Entwicklungshilfe und Zusammenarbeit streichen, nur so kann sich dort was ändern.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 FloAnonym