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Diese Schmiererei warnt Schwule in Belgrad: "Wir warten auf euch!" (Bild: anjci / flickr / by 2.0)

Serbische Politiker befürchten Ausschreitungen bei der für kommenden Monat geplanten CSD-Parade in Belgrad - und wollen sie daher voraussichtlich nicht erlauben.

Dragan Djilas, der sozialdemokratische Bürgermeister von Belgrad, erklärte gegenüber einer Lokalzeitung, dass Serbien gegenwärtig "viel wichtigere Probleme" als den CSD habe. Als Beispiele nannte er die schlechte Wirtschaftslage und Monatsgehälter, die teilweise unter 170 Euro liegen würden: "Die Frage ist doch, ob wir eine solche Veranstaltung in Belgrad abhalten können, ohne Wertgegenstände, Mitglieder der homosexuellen Bevölkerung, Polizisten oder Bürger Belgrads zu gefährden", so Djilas.

Er verweist auf den CSD im letzten Jahr, als Nationalisten mit Steinen und Brandbomben auf die 1.000 Gay-Pride-Teilnehmer warfen und "Tod den Schwulen" skandierten (queer.de berichtete). Die Homo-Gegner lieferten sich damals stundenlange Straßenschlachten mit den Polizisten. Am Ende wurden mehr als 130 Ordnungshüter verletzt. Darum erklärte Djilas, dass die Polizei entscheiden solle, ob Schwule und Lesben demonstrieren dürfen oder nicht. "Ich werde nie eine Veranstaltung genehmigen, die die Sicherheit Belgrads und seiner Einwohner gefährdet."

Innenministerium knickt vor homophober Gewalt ein


Belgrads Bürgermeister Dragan Djilas will das Demonstrationsrecht von Schwulen und Lesben nicht verteidigen (Bild: PD)

Auch der sozialistische serbische Innenminister und Vize-Ministerpräsident Ivica Dacic erklärte, dass sein Ministerium nicht für die Sicherheit der Parade garantieren würde. Er erklärte nach Angaben der Nachrichtenagentur APA, dass er die serbische Polizei nicht "zu Tontauben" werden lasse. Das Justizministerium kündigte an, sich in der kommenden Woche zum CSD zu äußern.

Serbien steht unter Druck, weil im Oktober der nächste Fortschrittsbericht der EU-Kommission vorgelegt werden soll. Der Belgrader Bürgermeister kritisierte die Union, weil sie die Abhaltung des CSD als Bedingung für die Aufnahme genannt habe. Andere Länder hätten solche Forderungen nicht erfüllen müssen, so Djilas.

Umfragen zufolge gehört Serbien zu den homophobsten Ländern in Europa: So erklärten im vergangenen Jahr 67 Prozent, dass Schwule und Lesben krank seien; 56 Prozent betrachteten sie als eine Gefahr für die Gesellschaft. Besonders erschreckend an der Umfrage eines unabhängigen Instituts: Die Bevölkerung in Serbien scheint in den letzten Jahren homophober geworden zu sein (queer.de berichtete). (dk)



Online-Abstimmung über Potsdamer CSD-Motto

Auf der Homepage des CSD Potsdam können User aus elf Motto-Vorschlägen ihren Favoriten auswählen.
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#1 FloAnonym
#2 alexander
  • 19.08.2011, 15:29h
  • nationalisten gehören nicht in die EU !!!
    natürlich "baggert" die kirche auch wieder mit viel erfolg : der liebe gott will auch den tuntentod!!!
    (zumindest wird es so als ausrede bei gewalttätigen rechten interpretiert !)

    ach ja und dann die monatsgehälter ???
    mir kommen die tränen !
    es haben genügend "nationalistische" staaten vorgemacht, was sie unter einem EU-beitritt verstehen : erstmal die vorteile beanspruchen, absahnen und dann beleidigt reagieren, weil sie vorgaben erfüllen "sollten"???

    speziell diese russenfreunde, sollten sich doch eher an putin wenden, da gibts zumindest waffen umsonst, nicht umsonst sind die serben auf dem balkan so "beliebt "!
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#3 MarekAnonym
  • 19.08.2011, 15:38h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • "Und die wollen in die EU..."

    Und wenn man sich so anguckt, wen die Eurokraten bisher alles in die EU gelassen haben, dann befürchte ich schlimmstes!

    Da wird ja immer gerne behauptet, dass sich diese Staaten quasi automatisch ändern und modernisieren, wenn sie erst mal in der EU sind. Dass das nicht passiert, zeigen Polen, Litauen, etc.

    Wieso auch: nach der EU-Aufnahme ist ja jedes Druckmittel weg.
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#4 HinnerkAnonym
  • 19.08.2011, 15:46h
  • Wenn die jetzt auch noch aufgenommen werden, sind die Homohasser in der EU stark genug, um auch für andere Staaten viel zu blockieren oder gar rückgängig zu machen...

    Das wäre das Ende der EU!
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#5 FelixAnonym
  • 19.08.2011, 15:57h
  • "Umfragen zufolge gehört Serbien zu den homophobsten Ländern in Europa"

    Und genau deshalb sollte Serbien nicht in die EU!!! (Neben vielen anderen Gründen.)

    Die sollen ruhig sehen, dass ihr Hass und Faschismus ihnen auch wirtschaftliche Nachteile bringt.

    Man darf die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und nochmal so einen Staat aufnehmen. Wenn sich irgendwann mal die Dinge dauerhaft geändert haben, vielleicht. Aber keinen Tag eher!
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#6 Geert
  • 19.08.2011, 16:03h
  • Serbien ist eine Hochburg des orthodoxen Christentums. Das Herz Serbiens ist der Kosovo, in dem die moslemischen Albaner dank einer ungewöhnlich hohen Geburtenrate jetzt die Mehrheit haben und deshalb die umstrittene "Republik" Kosovo ausgerufen haben, ein Treffpunkt von Kriminellen, Drogendealern und Randgestalten.
    Serbien hat jahrhundertelang das Christentum gegen die anstürmenden Moslems verteidigt.
    Die Probleme des Landes sind massiv. Tatsächlich ist die Gleichberechtigung von Lesben und Schwulen noch das kleinste Problem. Selbstverständlich gehört dieses durch und durch christliche Land in die EU - darüber muss man nicht diskutieren.
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#7 highburgerAnonym
  • 19.08.2011, 17:11h
  • Antwort auf #6 von Geert
  • "Weiter hatte Sarrazin gesagt: „Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate. Das würde mir gefallen, wenn es osteuropäische Juden wären, mit einem 15 Prozent höheren IQ als dem der deutschen Bevölkerung.“(Focus)

    Einen Organ-, Waffen-, Drogen- und Menschenhändler mit BKA-dokumentierten kriminellen Energien, als europäischen Regierunsschef zu haben, nahm seinen Ausgang bei Madelaine Albright und Joschka Fischer.

    Ihre Stiftung hat heute eine Büro in Fischers Grunewalder Villa. Mit Computer? (GEZ)
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#8 David77Anonym
#9 jojoAnonym
  • 19.08.2011, 18:39h
  • Antwort auf #6 von Geert
  • "Selbstverständlich gehört dieses durch und durch christliche Land in die EU - darüber muss man nicht diskutieren."

    sehr demokratisch gedacht.

    und seit wann ist die eu eigentlich eine religionsgemeinschaft?
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#10 FoXXXynessEhemaliges Profil