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Unter der Haube: Countrystar Chely Wright hat eine Homo-Aktivistin geheiratet (Bild: Wiki Commons / MTW65 / CC-BY-3.0)

Countrystar Chely Wright ("Shut up and Drive", "Single White Female") hat am Samstag in Connecticut ihre Freundin Lauren Blitzer geheiratet.

Die 40-Jährige, die erst vor einem Jahr ihr Coming-out hatte, veröffentlichte auf Twitter ein Hochzeitsbild, in der sie und ihre 30-jährige Partnerin ein weißes Kleid des Stardesigners Jose Dias tragen. Das Paar hat sich in einer privaten Zeremonie auf dem Anwesen von Wrights Tante das Ja-Wort gegeben.

Wright sorgte 2010 für Aufsehen, als sie als erste etablierte Countrysängerin ihr Coming-out verkündete. Zu diesem Zeitpunkt war sie bereits 14 Jahre im Country-Geschäft tätig und hatte über eine Million Platten verkauft. Sie erklärte in ihrer Autobiografie "Like Me", dass sie ihre Sexualität geheim gehalten habe, um ihrer Karriere nicht zu schaden. Deshalb sei sie unter anderem eine Beziehung mit einem männlichen Countrysänger eingegangen, obwohl sie sich sexuell nicht von Männern angezogen fühlte. Nachdem sie jedoch viel über Hassverbrechen gegen Schwule und Lesben gelesen habe, entschloss sie sich zum öffentlichen Coming-out. Sie bedauerte, dass sie mit "Lügen und Versteckspiel" kein Vorbild für junge Homosexuelle sein konnte.

County-Business homophob


Auf Twitter veröffentlichtes Hochzeitsfoto mit Chely Wright (rechts)

Wright kritisierte nach ihrem Coming-out das Country-Business als homophobe Bastion. So werde Alkoholgenuss verherrlicht, aber die Homosexualität von Künstlern geheim gehalten. "Den Managern wäre es lieber, wenn man ein Drogenabhängiger ist als ein Homosexueller", so Wright gegenüber der "Los Angeles Times". "Die vergeben einem, wenn man seine Ehefrau schlägt, seine Kinder ans Jugendamt verliert, sechs Scheidungen hinter sich bringt, eine Porno-DVD macht oder sich wie ein Penner verhält - all das ist in deren Augen besser, als schwul oder lesbich zu sein."

In einem anderen Interview sagte Wright, dass ihr die Offenheit über ihre sexuelle Orientierung wirtschaftlich geschadet habe. Nach einem Bericht des "Tennessean" von Anfang des Jahres sind ihre Verkäufe nach ihrem Coming-out tatsächlich um zwei Drittel eingebrochen. Sie werde daher auf Americana-Musik umschwenken, so Wright. Americana ist eine Mischung aus Folk, Country, Blues, R&B und Rock'n'Roll - die Zielgruppe dieser Musik ist weit weniger konservativ als bei reiner Country-Musik. (dk)



#1 Geert
  • 22.08.2011, 12:59h
  • Glückwunsch für den Mut dieser Frau!
    Es gehört tatsächlich Mut dazu, sich im amerikanischen Countrymusic-Geschäft zu outen. Im diesem Milieu der erzkonservativen amerikanischen Südstaaten mit ihren "wiedergeborenen" Baptisten, ihren Hillbillies und Rednecks, dem Ku-Klux-Klan und den Schulen, an denen die Evolutionstheorie verteufelt wird, haben auch heute noch Schwule und Lesben wenig zu melden.
    Solche offen lesbischen Frauen und schwulen Männer sind gerade für die dort aufwachsenden schwulen und lesbischen Jugendlichen wichtig für deren Identitätsfindung.
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#2 Lapushka
#3 aufgefallenAnonym
  • 22.08.2011, 14:51h
  • Antwort auf #2 von Lapushka
  • Ja klar, bei einem Artikel über Frauen darf mindestens ein Kommentar nur über deren Aussehen natürlich nicht fehlen. Das es in erster Linie darum geht:
    interessiert natürlich nicht.
    Ausserdem ist es immer wieder interessant zu lesen das bei Frauen schnell die Wörter hübsch und schön benutzt werden, während man über Männer höchstens von "gut aussehend" sprechen darf.
    Willkommen in der Heterowelt
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#4 aufgefallenAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 Lapushka
  • 22.08.2011, 17:05h
  • Antwort auf #3 von aufgefallen
  • *schwächel*
    Darf man jetzt nichtmal mehr ein Paar schön finden und das äußern ohne dadurch irgendjemandem direkt oder indirekt ans Bein zu pinkeln oder mit Sexismus-Vorwürfen konfrontiert zu werden?
    Ich finde die beiden schön, ich finde ihre Kleider schön, ich finde die Pose schön, ich finde das Bild einfach schön. Wie zwei Feen sehen die aus. Schönes Hochzeitsfoto.

    Dass bei Frauen eher die Worte "schön" und "hübsch" verwendet werden, liegt wohl daran, Männer haben einfach ein anderes (maskulines) Idealbild als Frauen haben, von daher werden bei ihnen eher "rauere" Begriffe verwendet.
    Es hängt aber auch immer von der angesprochenen Person ab. Ich kenne z.B einige Männer die zu ihrem Leidwesen oft als süß oder niedlich bezeichnet werden (und es auch sind).
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#7 aufgefallenAnonym
  • 22.08.2011, 17:35h
  • Antwort auf #6 von Lapushka
  • "Dass bei Frauen eher die Worte "schön" und "hübsch" verwendet werden, liegt wohl daran, Männer haben einfach ein anderes (maskulines) Idealbild als Frauen haben, von daher werden bei ihnen eher "rauere" Begriffe verwendet."

    Genau das ist absoluter Quatsch, weil es rein gesellschaftlich geprägt ist.
    Du denkst mal wieder in dem aktuellen weiblichen, heterosexuellen Schema, welches du als Frau anscheinend perfekt verinnericht hast.
    Gerade die queere Comunity steht dafür vermeintliche heterosexuelle Idealbilder in Frage zu stellen. Warum gibt es denn unter Schwulen auch welche die schlanke, sportliche junge Männer vorziehen, anstatt "rauere" Männer zu begehren?

    Schönheitssymbole unterliegen dem Wandel der Zeit!

    Es gab bei Frauen auch Zeiten in denen waren "raue" mollige Frauen mit weiblichen Rundungen und Cellulitis das Schönheitssymbol der Zeit( Rubens).

    Es gab bei Männern auch Zeiten in denen war der athletische Jüngling das Schönheitssymbol der Zeit. Dieser war eindeutig männlich, aber ohne "rau" zu sein.
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#8 mensch mädelAnonym
#9 Lapushka
  • 22.08.2011, 18:03h
  • Antwort auf #7 von aufgefallen
  • "Genau das ist absoluter Quatsch, weil es rein gesellschaftlich geprägt ist.
    Du denkst mal wieder in dem aktuellen weiblichen, heterosexuellen Schema, welches du als Frau anscheinend perfekt verinnericht hast."

    Ich habe nicht gesagt, dass ich so denke, nur was meiner Empfindung nach in der Allgemeinheit so gedacht wird. Ich empfinde viele Männer als schön.
    "Schön" scheint allgemein nur eher mit (vermeintlich) femininen Eigenschaften assoziiert zu werden.

    "Gerade die queere Comunity steht dafür vermeintliche heterosexuelle Idealbilder in Frage zu stellen."

    Hm ja, in der Theorie zumindest. Unterschreiben würde ich es nicht. Dazu sind die Mechanismen teilweise doch der heterosexuellen "Welt" zu ähnlich, finde ich.

    "Warum gibt es denn unter Schwulen auch welche die schlanke, sportliche junge Männer vorziehen, anstatt "rauere" Männer zu begehren? "

    Weil Geschmäcker verschieden sind. Es steht ja auch nicht jeder heterosexuelle Mann auf den gleichen Frauentyp.

    "Es gab bei Frauen auch Zeiten in denen waren "raue" mollige Frauen mit weiblichen Rundungen und Cellulitis das Schönheitssymbol der Zeit( Rubens)."

    Das sind sie sicher auch heute noch für einige.
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#10 Lapushka