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2010 startete eine ugandische Zeitung eine Outing-Kampagne - mit dem Aufruf "Hang them" (Hängt sie) auf der Titelseite

Das ugandische Kabinett hat das "Antihomosexualitätsgesetz" gestoppt, das die Todesstrafe für Schwule vorgesehen hat - einige Parlamentarier wollen aber offenbar weiter dafür kämpfen.

Wie der "Daily Monitor" berichtet, befürchtet die Regierung, dass eine Verschärfung der Gesetze gegen Homosexuelle Geberländer und Teile der Bevölkerung abschrecken könnte. Adolf Mwesige, der Anwalt der Regierungspartei NRM, erklärte bei einer Kabinettssitzung nach Angaben einer anonymen Quelle, dass Uganda die bereits bestehenden Gesetze restriktiver umsetzen könne, ohne damit Entwicklungshilfegelder zu gefährden. Danach stimmte das Kabinett der Ablehnung des Gesetzes zu.

Bereits jetzt ist in Uganda eine 14-jährige Haftstrafe für "unnatürlichen" Sex möglich. Im neuen Gesetz sollte für "schwere" Homosexualität die Todesstrafe eingeführt werden. Außerdem sollten alle Personen oder Organisationen, die "Werbung für Homosexualität" machten, bestraft werden - damit wäre etwa die Arbeit von Aids-Hilfen unmöglich. Besonders perfide ist auch der Teil des Gesetzes, in denen allen Menschen bis zu drei Jahre Gefängnis angedroht wird, die Schwule und Lesben nicht bei den Behörden melden.

Abgeordnete wollen weiter für Todesstrafe kämpfen

Der Autor des Gesetzes, David Bahati, will allerdings am "Antihomosexualitätsgesetz" festhalten und es auf eine Auseinandersetzung mit der Exekutive ankommen lassen. Bahati ist Mitglied der Regierungspartei NRM. Am Sonntag erklärte er in einem Interview, dass nur mit dem Gesetz Uganda moralisch gerüstet sei: "Die Zukunft der Kinder in diesem Land hängt davon ab, wie die Repräsentanten des Volkes im Parlament abstimmen", so Bahati. Der Abgeordnete Otto Odonga erklärte, ein Gesetzentwurf könne noch im August eingebracht werden. Es gilt aber als unwahrscheinlich, dass sich die Abgeordneten gegen die Regierung durchsetzen können.

Das Gesetz ist erstmals 2009 von Bahati im Parlament debattiert worden (queer.de berichtete). Das hatte zu heftiger Kritik in Europa und Amerika geführt. Mehrere Länder drohten damit, dann die Entwicklungshilfe zu kürzen - unter ihnen auch Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (queer.de berichtete).

In der Bevölkerung ist die harte Linie gegenüber Schwulen und Lesben allerdings populär: So erklärten in einer internationalen Umfrage des Pew Research Center vom letzten Jahr 79 Prozent der Ugander, dass Homosexualität "moralisch falsch" sei. Immerhin ist die Zahl der Homohasser zuletzt zurückgegangen: In einer Pew-Umfrage aus dem Jahr 2007 sprachen sich noch 96 Prozent der Bevölkerung gegen Homosexualität aus. (dk)



#1 Lapushka
  • 22.08.2011, 18:05h
  • "Die Zukunft der Kinder in diesem Land hängt davon ab, wie die Repräsentanten des Volkes im Parlament abstimmen"

    Ich glaube, die hängt von anderen Dingen ab...
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#2 hohe haftstrafeAnonym
  • 22.08.2011, 19:10h
  • Da hat klein Adolf aber aufgepaßt.

    "He holds a Diploma in International Law from the Public Administration Promotion Center in Berlin, Germany and a Diploma in Human Rights Law from the United Nations Center for Human Rights."

    en.wikipedia.org/wiki/Adolf_Mwesige

    Adolf Mwesige, der Anwalt der Regierungspartei NRM, erklärte bei einer Kabinettssitzung nach Angaben einer anonymen Quelle, dass Uganda die bereits bestehenden Gesetze restriktiver umsetzen könne, ohne damit Entwicklungshilfegelder zu gefährden.

    The bill found backing from a number of Uganda’s influential evangelical pastors, some of whom have been supported and partially financed by American churches.

    www.nytimes.com/2010/05/09/world/africa/09uganda.html
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#3 MarekAnonym
  • 22.08.2011, 19:32h
  • "befürchtet die Regierung, dass eine Verschärfung der Gesetze gegen Homosexuelle Geberländer (...) abschrecken könnte."

    Die Geberländer...

    Mit Geld bekommt man Faschisten immer...

    Da sieht man wieder mal, wie wichtig denen ihre angeblich moralischen Grundsätze sind, dass sie sie für Entwicklungshilfe verkaufen.

    Allerdings werden die das wieder auf die Tagesordnung setzen, wenn sie irgendwann keine Entwicklungshilfe mehr brauchen...
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 schwulenaktivist
  • 22.08.2011, 20:05h
  • Ich frage mich schon lange, wo unsere gläubigen Betschwestern bleiben! Wann endlich machen die Mitglieder evangelischer Kirchen ihren Oberen endlich Beine, um über den Weltkirchenrat und andere Verbindungen die Kirchen in Uganda unter Druck zu setzen?
    Pesbyteraner und andere Ableger in Uganda erhalten viel Geld aus dem Ausland für ihre "gottesfürchtige Politik"!
    Es geht nicht immer nur um den Papst!
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#6 daVinci6667
  • 22.08.2011, 22:30h

  • Antwort an # 2 hohe haftstrafe

    Erschreckend mit wie vielen Diplomen sich dieser Typ schmücken darf! Das zeigt mal wieder, dass diese oft das Papier nicht wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Was für eine Schande! In solch krassen Fällen, sollten die betroffenen Unis alles wieder zurückziehen!
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#7 HannibalEhemaliges Profil
  • 23.08.2011, 07:08h
  • Geberländer?
    Aha! Denen gehts also nur darum, den "Sponsoren" nach dem Maul zu reden. Dann hoffen wir mal für die Primxxxx, dass das von den Geberländern keiner mitkriegt. Dann gibts nämlich gar nix mehr.
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#8 HinnerkAnonym
  • 23.08.2011, 11:21h
  • Da zeigt sich wieder mal, dass Geld tatsächlich die einzige Sprache ist, die solche Leute verstehen.

    Und dass das Drohen des Geldentzugs durchaus Dinge ändern kann.
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#9 G. DimitroffAnonym
  • 23.08.2011, 11:58h
  • Antwort auf #3 von Marek
  • "Mit Geld bekommt man Faschisten immer..."

    Auch weiterhin:

    Der Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 KontextAnonym
  • 23.08.2011, 13:00h
  • Antwort auf #8 von Hinnerk
  • A propos Geld:

    Man könnte ja auch mal bei den Neokolonialisten nachfragen, was sie so von der "Menschenrechtslage" in Ländern wie Uganda oder auch Ghana halten?!

    ----------->

    Die Entdeckung neuer Ölvorkommen in Afrika hat am Donnerstag die Aktienkurse von Ölförderunternehmen in die Höhe getrieben. Die Titel von Tullow Oil verteuerten sich an der Börse in London den zweiten Tag in Folge um fast 5 Prozent. Mit 1245 Pence übertraf der Schlusskurs den höchsten Stand seit der Erstnotiz im Jahr 1989.

    Das britische Unternehmen ist auf die Erschließung von Erdöl- und Erdgasfeldern und die anschließende Förderung spezialisiert. Tullow gab am Donnerstag bekannt, in Uganda eine Lagerstätte namens Ngassa 2 entdeckt zu haben.

    www.faz.net/artikel/C31163/uganda-und-sierra-leone-neue-oelf
    elder-in-afrika-entdeckt-30023622.html


    Total und CNOOC zahlen Milliarden für Ölfelder in Uganda

    London Im Rennen um neue Ölquellen in Afrika setzt der französische Total auf Uganda.

    Das Unternehmen übernimmt von der britischen Fördergesellschaft Tullow Oil ein Drittel an Ölfeldern um den Albert-See.

    www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/agenturen-ticker/Total-und-C
    NOOC-zahlen-Milliarden-fuer-lfelder-in-Uganda/story/23439738


    Ghana aktuell:

    'Christian youth must despise homosexuality'

    The General Overseer of the Evangelical Church of Ghana (ECG), Rev. Daniel Gbende, has described homosexuality as unchristian, and admonished Christian youth to despise the act if they want to serve God righteously.

    Speaking at the 6th National Youth Camp of the ECG Youth Ministry at Tuna in the Sawla-Tuna-Kalba District of the Northern Region, Rev. Gbande said the church was a key stakeholder in the development of the nation, and should therefore, make a conscious effort to equip the youth morally through the word of God, for them to be become productive in society.

    www.modernghana.com/news/346588/1/christian-youth-must-despi
    se-homosexuality.html


    Ghana - Das neue Öl-Mekka

    Riesige Ölfunde machen das rohstoffreiche und stabile Ghana für große Konzerne interessant

    www.focus.de/finanzen/boerse/ghana-das-neue-oel-mekka_aid_44
    6482.html
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