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Roman Weidenfeller spielt seit 2002 bei Borussia Dortmund (Bild: Wiki Commons / Northwood09 / PD)

Torhüter Roman Weidenfeller heizt aus Frust Schwulengerüchte um Joachim Löw an, weil der Bundestrainer den Dortmunder nicht ins Nationalteam berufen hat.

"Ich hatte früher schon mal einen Spruch auf den Lippen, der sehr böse ist. Aber den verkneife ich mir lieber", sagte der 31-Jährige nach seiner Nichtnominierung in den "Ruhr Nachrichten" - und fügte dann doch hinzu: "Vielleicht sollte ich mir aber die Haare schneiden, oder einfach etwas zierlicher werden." Der Bundestrainer hat statt Weidenfeller den Nachwuchstorwart Ron-Robert Zieler von Hannover 96 ins Nationalteam berufen - ein Spieler mit adrett gestylten Haaren und ein paar Kilo weniger auf den Rippen.

Mit seiner sarkastischen Attacke spielt Weidenfeller auf Homo-Gerüchte um den 51-jährigen Trainer an. Löw hatte erst im April dementiert, dass er homosexuell ist. So antwortete er auf die Frage einer Axel-Springer-Reporterin, was er zu Gerüchten sage, die ihn in die "homosexuelle Hälfte" drängten: "Fragen Sie gern meine Frau" (queer.de berichtete).

Weidenfeller als homophob kritisiert


Ron-Robert Zieler hat Weidenfeller im DFB-Team ausgestochen

Die Meldung von der Weidenfeller-Aussage verursache am Dienstagmorgen in den deutschen Sportmedien einen großen Widerhall. So bezeichnete das Fußball-Zentralorgan "Kicker" die Aussage als "Boshaftigkeit". Christian Bartlau von n-tv beklagte die im Profifußball schwelende Homophobie - das Problem sei hier nicht, dass Wiedenfeller Löw für schwul halte, "sondern dass er unterstellt, ein homosexueller Trainer würde nicht nach Leistung aufstellen, sondern nach Aussehen. Das ist unreif und homophob." Er beklagt insbesondere, dass es bislang noch keine Entschuldigung von Verein oder DFB gegeben habe.

In den letzten Monaten gab es im deutschen Profifußball immer wieder homophobe Ausbrüche: So sprach Michael Ballacks Berater 2010 abwertend von einer "Schwulencombo" im deutschen Fußball (queer.de berichtete). DFB-Manager Oliver Bierhof kritisierte im März diesen Jahres sogar eine fiktive Aussage in einem ARD-"Tatort" über Schwule im Profifußball als "Angriff" auf die Nationalelf (queer.de berichtete). Zudem zeugte die öffentliche Schlammschlacht um sexuelle Kontakte von Ex-DFB-Funktionär Manfred Amerell und dem früheren Schiedsrichter Michael Kempter von Vorurteilen im Deutschen Fußballbund (queer.de berichtete). Auf Fußballprofis hat diese homophobe Atmosphäre Folgen: Bislang hat sich noch kein einziger Aktiver in Deutschland als schwul geoutet. (dk)



#1 Jürgen K.Anonym
#2 little-devil.comAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.08.2011, 14:13h
  • Aus ihm spricht einfach nur gekränkte Eitelkeit! Er sollte sich auf dem Platz mehr anstrengen und sich seinen Teil denken!
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#4 RobiAnonym
  • 23.08.2011, 14:38h
  • Da können Theo Zwanziger und Phillip Lahm noch so sehr für Toleranz werben wenn solchen Primaten wie Weidenfeller vermeintliche Klischees unterschwellig durchblicken lassen.

    Klar ist die Nationalelf eine schwulen Combo die im Trainingslager mit Stöckelschuhen trainiert.
    Deswegen vertuschen Jogi Löw und Olli Bierhoff das ganze ständig und äußern sich abwertend über Homosexualität im Fußball.

    Der Berater von Michael Ballack sollte sich mal lieber darauf konzentrieren das sein Schützling Leistung bringt und zwar nicht in der Bild Zeitung sondern auf dem Platz.

    Ich finde es einfach nur erbärmlich wie sich Leute wie Weidenfeller, Löw oder Bierhoff benehmen sie rauben quasi schwulen Profis die Möglichkeit sich zu outen denn wenn die eigenen Kollegen, Trainer oder Teammanager keine bzw. kaum Toleranz aufbieten wie will ich das denn von einem Fanmob erwarten ?
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#5 sprachregelungAnonym
  • 23.08.2011, 15:00h
  • vielleicht sollte man endlich dazu übergehen, die sexuellen rassisten bei dfb & co. auch so zu nennen?

    man stelle sich mal vor, fußall wäre ein raum, der von einer anderen gesellschaftlichen gruppe "frei" und "sauber" gehalten werden würde.

    samt der herabwürdigenden parolen, die immer wieder von funktionären und spielern geschwungen werden.

    nur mit schwulen darf man sich das unbehelligt erlauben!

    da nützen auch die lachhaften alibi-aktiönchen von herrn zwanziger, die doch nur der ruhigstellung dienen, einen sch...dreck.
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#6 Timm JohannesAnonym
#7 Lapushka
  • 23.08.2011, 15:24h
  • Ich unterstelle Löw einiges, aber dass er nach Aussehen aufstellt nicht.
    Wohl aber werden manche Vereine bevorzugt und er scheint wert darauf zu legen, dass die NM aus Chorknaben, aus braven Jungs besteht. Strassenfussballer und unbequeme Leute haben es schwer.
    Weidenfeller fällt in letztere Kategorie. Man kann sogar sagen, er ist ziemlich schwierig. Ein selbsternanntes Alphamännchen das ständig Zicken macht und Kritik übt. Bei Tim Wiese war es ähnlich, aber der hat die Zähne zusammengebissen.
    Nun sieht er seine Felle davonschimmen weil statt ihm ein Jüngerer mit mehr Entwicklungspotential nominiert wurde und nun ist er böse und da kommt dann dieses Witz-Interview bei heraus.
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#8 knatzgilProfil
  • 23.08.2011, 16:25hettelbruck
  • Zuerst Rassist dann homophob.
    Wiederholungstäter
    Tippe eher an einen Mangel an Oberstübchenbeleuchtung
    Divasyndrom
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#9 alexMucEhemaliges Profil
#10 WyomingAnonym
  • 23.08.2011, 17:09h
  • Man stelle sich vor ein bekannter ( ehemaliger oder aktueller) Sportler oder Trainer würde nicht nur schwul sein sondern sein Freund unter 18 sein.
    Schwul und noch mit einem Minderjährigen zusammen, das wäre selbst für viele von queer.de zu viel des guten, die bei einem gewissen heterosexuellen CDU Politiker für Toleranz plädiert haben.
    Würden sie auch hinter schwulen Promis die Teens unter 18 lieben stehen? Oder würde die Community lieber schweigen und sich abgrenzen, aus Angst was die Öffentlichkeit könnte falsche Schlüsse ziehen?
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