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Seoul Erstmals hat sich ein koreanisches Gericht mit der gleichgeschlechtlichen Ehe beschäftigt. Eine lesbische Frau aus der Kleinstadt Incheon hatte auf Unterhalt und einen Anteil des Vermögens ihrer ehemaligen Partnerin geklagt. Als vor drei Jahren die Partnerschaft nach 21-jährigem Zusammenleben in die Brüche ging, wollte die 45-jährige Klägerin einen angemessenen Teil des Vermögens ihrer ehemaligen Lebensgefährtin, wie es Steuer- und Ehegesetze auch für verheiratete Paare vorsehen. Das Gericht befand, dass nach koreanischem Gesetz eine Ehe nur zwischen Mann und Frau anerkannt sei. Eine Scheidung mit entsprechenden Rechtsfolgen könne es demnach für Unverheiratete nicht geben und die erhobenen Ansprüche könnten nicht geltend gemacht werden. Die Partnerinnen, so der Richter, hätten zwar in einer eheähnlichen Gemeinschaft gelebt, doch seien in Korea gleichgeschlechtliche Ehen bisher weder sozial noch kulturell anerkannt. (dj)