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Ralf König zeichnete das Motiv für die Demonstration am 22. September in Berlin

Das Berliner Bündnis "Der Papst kommt" stellt 14 Sprüche für die Demonstration am 22. September zur Wahl.

Von Carsten Weidemann

Das Bündnis "Der Papst kommt" ruft für den 22. September 2011 zu einer Demonstration gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes auf. Die Demonstration soll parallel zum politischen Auftritt des Papstes im Deutschen Bundestag stattfinden. Über 100 Motto-Vorschläge wurden bei der Koordinierungsstelle des Bündnisses eingereicht, über die besten 14 Sprüche kann nun im Internet abgestimmt werden.

Zur Auswahl stehen unter anderem "Lieber Kondom statt Petersdom", "Ohne Kirche - keine Hölle (Max Frisch)" oder - in Anspielung auf der offizielle Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft" - "Wo Benedikt ist, da ist Vergangenheit".

Das Bündnis "Der Papst kommt" wurde Anfang des Jahres vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) initiiert, ihm gehören mittlerweile 54 Organisationen an - darunter Gliederungen von SPD, FDP und Grünen sowie der Berliner Landesverband der Partei Die Linke. Die gemeinsame Demonstration des Bündnisses wird vom Berliner CSD e.V. organisiert.

Mehrere tausend Personen haben die Bündnis-Resolution bereits unterzeichnet. Auch prominente Personen, wie z.B. Uta Ranke-Heinemann, David Berger und Gabi Decker, haben sich der Kritik angeschlossen.

Papst Benedikt XVI. hat in den letzten Jahren immer wieder gegen Schwule und Lesben Stimmung gemacht und sich auch in politische Abstimmungsprozesse eingemischt. So forderte er etwa von spanischen Katholiken "Loyalität" im Kampf gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht (queer.de berichtete).

Bereits vor fünf Jahren kam es zu Protesten gegen Papst Benedikt XVI., der anlässlich des Weltjugendtages Köln besucht hatte. Damals hatte der WDR in der Berichterstattung kritische Töne gegen den Religionsführer weitgehend ausgeblendet (queer.de berichtete). (dk)



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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 ciaccomoAnonym
  • 27.08.2011, 21:37h
  • Bei einem CSD in Italien haben wir einmal Schilder gehabt, mit dem Motto "+ Cazzi - Ratzi". Das fanden die Meisten cool.
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#3 EnyyoAnonym
#4 Yuuki83Profil
  • 28.08.2011, 16:45hAltdorf
  • Wieso erfahre ich eher über Spiegel-Online als über queer.de, dass die Demonstration gegen den Papst von den Behörden wegen "Sicherheitsbedenken" untersagt wurde?

    Es kotzt einfach nur an, dass wir in einer Behördendiktatur leben, in der man noch nie was von Versammlungsfreiheit und Meinungsfreiheit gehört zu haben scheint und man sich hinter dem Argument "Sicherheitsbedenken" versteckt. Wie viele CSDs wurden in Osteuropa schon unter genau diesem Vorwand verboten? Reiht sich Berlin nun ein in eine Liste von Städten mit faschistischer Behördengängelung? Nichtmal wenn ich jetzt mit essen anfinge, könnte ich bis zum 22. September soviel essen wie ich kotzen möchte.
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