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Die "Ex-Gay"-Bewegung, die Homos zu Heteros machen will, findet auch unter Deutschlands Ärzteschaft Anhänger

Die Bundesärztekammer bezeichnet die Forderung nach "Heilung" von Homosexuellen als "völlig abwegig" und geht deshalb gegen den Bund katholischer Ärzte vor.

Der Verband propagiert auf seiner Website, dass homosexuelle Neigungen mit "religiösen, psychotherapeutischen und medizinisch-homöopathischen Möglichkeiten" therapiert werden könnten (queer.de berichtete). Die Bundesärztekammer hat sich nach einer Beschwerde des grünen Politikers Volker Beck nun klar von dieser Position distanziert und Konsequenzen angedroht.

Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat in einem Brief an Beck erklärt, "dass die sexuelle
Orientierung Ausdruck der Persönlichkeit ist und nicht zu Diskriminierung bzw. Stigmatisierung von Menschen führen darf." Er verwies auf die Berufsordnung für in Deutschland tätige Ärzte. Darin heißt es in Paragraf 7, Absatz 1: "Jede medizinische Behandlung hat unter Wahrung der Menschenwürde und unter Achtung der Persönlichkeit, des willens und der Rechte der Patientinnen und Patienten, insbesondere des Selbstbestimmungsrechts, zu erfolgen." Er werde daher die Webseiten-Betreiber über die ärztlichen Grundsätze "aufklären". Außerdem sei die Landesärztekammer über die Mission des katholischen Verbandes informiert worden und kann nun standesrechtliche Schritte gegen die verantwortlichen Ärzte einleiten.


Volker Beck hat sich bei der Bundesärztekammer über den Bund katholischer Ärzte beschwert

Volker Beck begrüßt die klare Position der Bundesärztekammer gegen die religiös motivierten Schwulenheiler: "Vor Scharlatanen, die suggerieren, Homosexualität sei eine Krankheit, die durch Psychoanalyse oder durch homöopathische Behandlungen therapierbar sei, muss gewarnt werden", erklärte der Fraktionsgeschäftsführer der Grünen im Bundestag. Er wies darauf hin, dass die Weltgesundheitsorganisation bereits vor über zwei Jahrzehnten festgestellt habe, dass Homosexualität nicht therapierbar sei.

Der Bund katholischer Ärzte ist Teil der "Ex-Gay"-Bewegung, die insbesondere in den USA unter evangelikalen Christen erfolgreich agiert. Dort glaubt jeder Vierte, dass Schwule und Lesben zu glücklichen Heterosexuellen therapiert werden können (queer.de berichtete). Diese These wird von praktisch allen Expertengremien abgelehnt - es wird vielmehr davor gewarnt, dass die Verteufelung von homosexuellen Gefühlen zu psychischen Problemen bis hin zum Selbstmord führen würde. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 HinnerkAnonym
  • 29.08.2011, 15:54h
  • Sehr gut!

    Diese Scharlatane sind keine Wissenschaftler, sondern religiöse Fanatiker.

    Nicht nur, dass diese Umpolungsversuche keinen Erfolg haben, sondern diese regelrechte Gehirnwäsche ist auch noch sehr gefährlich: das verursacht schwere psychische Schäden bis hin zum Selbstmord!

    Sowas ist Körperverletzung und gehört verboten! Und man muss immer wieder die Öffentlichkeit darüber aufklären.
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#2 Knueppel
  • 29.08.2011, 16:23h
  • Wenn Ärzte von "Bund katholischer Ärzte" (was hat eigentlich die Konfession mit dem Arztberuf zu tun?) Homosexualität als "Krankheit" ansehen und "heilen" wollen, dann habe ich so allmählich den Eindruck, dass vielleicht der Katholizismus in Wirklichkeit eine Krankheit ist?

    Noch dazu eine ziemlich schlimme, weil sie offenbar nicht nur die Fähigkeit logisch zu denken, sondern auch die Persönlichkeit der Erkrankten zerstört. Ob wohl bald die Krankenkassen die Behandlung von an "katholischem Realitätsverlust" erkrankten Opfern bezahlen? Zu wünschen wäre es ja
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#3 jojoAnonym
  • 29.08.2011, 16:56h
  • gruselig.

    diese webseite strotzt ja wirklich vor irrwitz und inkompetenz (und grausigem design, aber das nur am rande).

    schlimm genug, wenn irgendwelche religiösen neurotiker von heilung faseln, aber wenn ärzte die grundlegenden qualitätskriterien ihres berufes derartig mit füßen treten, dann wird die sache wirklich unheimlich - und meines erachtens auch juristisch bedenklich.

    man sollte wirklich überlegen, denen die lizenz zu entziehen. als privatperson hat jeder das recht auf unfug. aber als arzt trägt man verantwortung für seine patienten. da kann man nicht einfach draufloskurieren, wie man lustig ist, sondern muss sich an ethische und wissenschaftliche standards halten!

    gut, dass die ärztekammer zumindest reagiert!
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 29.08.2011, 17:12h
  • Antwort auf #3 von jojo
  • Sehr gute Aktion, die dringend Zeit wurde.

    Der Bund katholischer Ärzte, der erst Januar 2010 gegründet wurde, beruht wesentlich auf dem religiösen Fundamentalismus vom Arzt Gero Winkelmann. Es wird dringend Zeit, das die Ärtzekammer Herrn Winkelmann die ärtzliche Approbation entzieht.
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#5 REINIBEARProfil
  • 29.08.2011, 17:23hFrankfurt
  • na, es kann er jeder machen was er will, wenn sich keine öffentliche Verantwortung damit verbindet!!!

    Man stelle sich vor; ich gehe zum Arzt ( als Privatpatient ;-) ) und der Arzt will mich "heilen".. ( wie wird das eigentlich abgerechnet??? )

    Also, das ist wirklich das LETZTE...
    Man sollte unbedingt eine Mitgliederliste veröffentlichen.. damit man weiß, wo man garantiert nicht hingegen sollte..

    Es gibt ja immer wieder neuen Schwachsinn..
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#6 Katrin
  • 29.08.2011, 17:26h
  • Ärzte representieren genau so wie andere Berufsgruppen den Durchschnitt der Bevölkerung. Es gibt Heteros, Schwule, Säufer, Kiffer, Kriminelle, gute und schlechte Eltern, Modelbahnfans Segelflieger und vom religiösen Wahsinn infizierte. Es gibt keinen Grund warum die Mischung bei Ärzten anders sein sollte als bei Bauarbeitern, Richtern, Ingenieuren, Pfaffen und Landwirten. Der Unterschied besteht darin, dass ein Wachturm- Träger belächelt wird und dem Arzt Autorität angedichted wird. Und man ist geneigt dem Arzt seinen Blödsinn zu glauben. Und so misbrauchen dann die Vertrauensträger das in sie gesetzte Vertrauen, um Ihren religiösen Wahnsinn durchzusetzen.
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#7 yomenAnonym
#8 JoonasAnonym
  • 29.08.2011, 17:40h
  • Jaja, immer wieder Religion.

    Was die Religionen dieser Welt schon an Leid und Elend über die Welt gebracht haben. Diese Welt wäre ohne Religionen ein friedlicherer, freierer und fröhlicherer Ort!
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#9 I.Ramos GarciaAnonym
#10 KaycgnAnonym
  • 29.08.2011, 18:28h

  • Haben diese Ärzte nichts besseres zu tun, als sich um uns schwule zu kümmern!?! Sie sollten sich lieber selbst in psychiatrische behandlung begeben!
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