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Brandon M. muss sich womöglich in einem neuen Verfahren einer neuen Jury stellen

Beim Prozess gegen einen Jugendlichen, der mutmaßlich aus Schwulen-Hass einen Mitschüler erschossen hatte, konnten sich die Geschworenen nicht auf ein Strafmaß verständigen.

Der 14-jährige Brandon M. hatte im Februar 2008 seinen 15-jährigen Mitschüler Lawrence King während einer Unterrichtsstunde in der Junior High School in Oxnard im Süden Kaliforniens erschossen. Brandon fühlte sich nach Angaben der Verteidigung von der offenen Homosexualität von King provoziert. Ein langwieriger Prozess gegen den inzwischen 17-Jährigen ist am Donnerstag gescheitert: Die Jury konnte sich nicht einigen - sieben Geschworene wollten den Täter wegen Totschlags verurteilen, fünf wegen Mordes.

Die Staatsanwaltschaft muss nun entscheiden, ob sie ein weiteres Verfahren gegen M. anstrengt oder versucht, mit der Verteidigung einen Deal auszuhandeln. Die Ankläger standen während des Verfahrens zuvor in der Kritik, weil sie den Täter, obwohl er zur Tatzeit gerade 14 geworden ist, wegen der Schwere des Verbrechens als Erwachsenen angeklagt hat. Wenn er wegen Mordes schuldig gesprochen worden wäre, wäre die Minimalstrafe 50 Jahre Haft ohne Chance auf eine vorzeitige Entlassung gewesen. Bei Totschlag hätte das Strafmaß zwischen vier und elf Jahren betragen. Selbst Homo-Gruppen kritisierten 2008 die Entscheidung, den Teenager wie einen Erwachsenen zu behandeln (queer.de berichtete).

Jay Smith, ein Vertreter der Homo-Gruppe Rainbow Alliance, für die sich auch das Opfer King engagiert hatte, fordert ein weiteres Verfahren: "Ich will Gerechtigkeit für die King-Familie. Ich weiß aber nicht, ob 50 Jahre im Gefängnis angemessen sind, denn der Täter war ja auch nur ein Kind."


Das Opfer Lawrence King versteckte seine Sexualität in der Schule nicht - und wurde deshalb umgebracht.

Die Verteidigung benutzte im Prozess die umstrittene Gay-Panic-Strategie - sie argumentierte, dass das Opfer den Täter provoziert und sogar sexuell belästigt habe. Die Staatsanwaltschaft bezeichnete den Angeklagten dagegen als weißen Rassisten, der auch Schwule aus ideologischen Gründen hasse. In seinem Zimmer war zuvor Nazi-Literatur gefunden worden.

Klar wurde im Prozess, dass M. in einem schwierigen Umfeld aufgewachsen war. Zeugen sagten aus, dass M.s 2009 verstorbener Vater seinem Sohn seit frühester Kindheit beigebracht habe, Homosexuelle als Untermenschen anzusehen. Sein Vater musste auch zeitweise wegen Körperverletzung ins Gefängnis, seine Mutter soll jahrelang drogenabhängig gewesen sein. Deshalb, so argumentiert die Verteidigung, sei eine Gefängnisstrafe von über 50 Jahren unfair gewesen. (dk)



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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 02.09.2011, 17:16h
  • Da hat die Jury also leider ein rechtmäßiges Urteil durch ihre Uneinigkeit verhindert. Schade, nun ist dieser Psychopath weiterhin auf freiem Fuß! Aber es sollte auf jeden Fall einen neuen Prozeß geben, damit der Typ endlich seine gerechte Strafe erhält und für lange Zeit in den Knast wandert!
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#2 jungwolfAnonym
  • 02.09.2011, 17:33h
  • Du meine Güte! Was für ein barbarisches Rechtssystem, überhaupt zu überlegen, ob man einem 15-jährigen (!) eine Haftstrafe von 50 Jahren auferlegt. Wie gut, dass es in Deutschland ein Jugendstrafrecht gibt, das eben berücksichtigt, dass ein moralisches Bewusstsein bei einem Jugendlichen noch nicht so vorhanden ist wie bei einem Erwachsenen.
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#3 bennythAnonym
  • 02.09.2011, 17:41h

  • Dieses KIND hat 3 Wochen vor seinem 14 Geburtstag ein anderes Kind umgebracht, mit 13!!!!!!!
    Versteht mich nicht falsch, ja das ist ein schrecklicher Mord, aber es kann doch nicht der Weg sein ein kleines Kind für den Rest seines Lebens im Knast verrotten zu lassen. Das zeigt für mich nur die Perversität der Gesetzgebung in der USA. So ein Kind gehört aufgeklärt und weg von den Eltern, in dem alter hätte man ihm ohne Probleme mal ordentlich den Kopf waschen können. In Deutschland hätte man ihn noch nicht einmal nach Jugendrecht verurteilen können, geschweige denn Nach erwachsenenrecht.
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#4 phil lahmAnonym
#5 dem örtlichenAnonym
  • 02.09.2011, 18:29h
  • In welcher Bilanz würde er denn 50 Jahre auftauchen?

    In den USA leben 5% der Weltbevölkerung.
    In US-Gefängnissen befinden sich 25% aller Häftlinge weltweit.

    7,2 Mio, mehr als 3% der strafmündigen Bevölkerung der USA stand im Jahr 2009 unter Strafe oder Bewährung.

    Auch Bewährungsauflagen können ehemalige Gefangene an Zwangsarbeit binden.

    "Der [...] Business Observer gibt an, dass die Gefängnisindustrie 100 Prozent aller Militärhelme, Patronengürtel, kugelsicheren Westen und weiteren Kriegsmaterialien produziert, sowie beispielsweise auch 36 Prozent der Haushaltsgeräte, 30 Prozent der Kopfhörer, Mikrophone und Lautsprecher und 21 Prozent der Büromöbel aus den USA. Zu dem Repertoire der Häftlinge gehören auch Flugzeugteile.."

    US -Unternehmen mit Knastprofiten: IBM, Boeing, Motorola, Microsoft, AT&T, Wireless, Texas Instrument, Dell, Compaq, Honeywell, Hewlett-Packard, Nortel, Lucent Technologies, 3Com, Intel, Northerm Telecom, TWA, Nordstrom, Revon, Macy's, Pierre Cardin, Target Stores und viele andere mehr.

    Sie alle sind voller Enhusiasmus angesichts des wirtschaftlichen Umfeldes, und den Extraprofiten, sich durch die Gefängnisarbeit erreichen lassen.

    Immer wieder kommt es zu Fällen in denen urteilende Richter nach Bestechung
    Menschen in private Gefängnisse einweisen.

    Am Rande:

    Die USA tätigen 50% der weltweiten Rüstungsausgaben.
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 02.09.2011, 20:32h
  • Wenn irgend jemand an den Pranger gestellt gehört,

    dann eine Gesellschaft, die weiterhin zulässt, dass junge Menschen in einem Klima der sozialen Aggression aufwachsen,

    dass sie im Namen des Kommerz an allen Ecken und Enden mit widerwärtigstem Sexismus und Heterosexismus überflutet werden,

    dass weiterhin unbehelligt gegen Schwule und Lesben gehetzt, ihnen vollwertige Menschen- und Lebensrechte abgesprochen werden,

    dass weiterhin reaktionäre Diskurse die so genannte Sexualerziehung bestimmen und

    in den Schulen nicht einmal ansatzweise von einem angemessenen Schutz vor Diskriminierung und Gewalt die Rede sein kann.

    Aktuelles Beispiel aus Westeuropa:

    www.sueddeutsche.de/karriere/franzosen-streiten-um-neue-biol
    ogiebuecher-wann-ist-ein-mann-ein-mann-1.1137999
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#7 Wyndakyr
  • 02.09.2011, 20:45h
  • Sowas ist mal wieder typisch Amiland.
    Sowas als Totschlag durchgehen lassen zu wollen, ist eigentlich Strafvereitelung im Amt, aber ca. 50 Jahre ist dann wohl doch etwas zuviel bei dem Alter. 11 Jahre wären der länge nach ok, das ganze als Totschlag zu werten, wäre eindeutig ein falsches Signal.
    Dem Jungen muss eindeutig klargemacht werden, daß er ein hasszerfresener MÖRDER ist, mit einer dem Alter angemessenen Höchststrafe (in Deutschland wären das wohl - laut Gesetz - 10 Jahre).
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#8 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 02.09.2011, 21:30h
  • Bei allem berechtigten Frust über eine grundsätzlich falsche Sexualaufklärung, die Homofeindlichkeit offen oder sublim schürt. Dass die Geschworenen sich bei einem erst 14-Jährigen nicht auf ein Strafmaß einigen können, halte ich für eine humane Geste, etwas anderes hätte das Opfer auch nicht von den Toten auferstehen lassen.

    Kleiner Zusatz: Wer 50 Jahre für ein gerade einmal jugendliches Kind oder gar die Todesstrafe fordert, dem kann ich nur sagen: Auch schwule Semifaschos sind Arschlöcher!
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#9 WEAnonym
  • 03.09.2011, 01:10h
  • Wozu ist das Jugendstrafrecht überhaupt da wenn man gerade 14 Jahre alt gewordene wie Erwachsene verurteilen darf?!
    Vor allem wie entsteht bei einem Kind/Jugendlichen in dem Alter solch ein Hass das es fähig ist zu töten.

    Strafe muß definitiv sein, aber durch Jugendstrafrecht.

    In England kommen sogar 10 jährige Kinder in den Knast:

    de.wikipedia.org/wiki/James_Bulger
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#10 RealistProfil
  • 03.09.2011, 08:47hApeldoorn
  • Antwort auf #9 von WE
  • In den USA gibt es kein Jugendstrafrecht wie beispielsweise in der Bundesrepublik Deutschland oder den Niederlanden.

    In den USA gehts alttestamentarisch zu, da werden eben asuch mal zur Tatzeit Kinder zum Tode verurteilt.

    Und, wenn in diesem Fall das Opfer "nur ein schwuler" ist, wird die Jury, die garantiert nur aus Gottgläubigen besteht, kein klares Urteil fällen.
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