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Vintage Porn Covers

Von Softboys bis Honcho


Die witzigsten Cover von Pornozeitschriften jetzt in einer Anthologie

Das Schwule Museum in Berlin besitzt eine umfangreiche Sammlung von Gay-Pornoheften aus den 1960er und 1970er Jahren. Die schönsten Cover wurden jetzt für einen Bildband zusammengestellt.

Von Carsten Weidemann

Was macht man mit seinen Pornoheften, wenn sie den unmittelbaren Zweck der sexuellen Erregung erfüllt haben? Man packt sie in irgendeine Ecke, und dann ...? Eine Szene aus der TV‐Serie "Queer as Folk" liefert ein aussagekräftiges Beispiel für die Standard‐Prozedur: Als einer der Jungs nach einer rauschhaften Nacht voller Sex und Drogen unerwartet das Zeitliche segnet, eilen seine Freunde in sein Appartement, um seine Pornosammlung zusammen zu raffen und zu entsorgen, bevor die Mutter des Verstorbenen kommt. Offenbar ist Porno etwas, von dem andere nicht mitbekommen sollen, dass man es besitzt - schon gar nicht die eigene Mutti.

Das Schwule Museum in Berlin hat da eine andere Herangehensweise. Zu den Besitztümern von Männern, die ihren Nachlass dem Archiv des Museums vererben, gehört in der Regel auch ein guter Schwung Pornoheftchen.

Pornohefte als wichtiges Zeugnis schwuler Geschichte

Dort hat man natürlich sofort erkannt, dass Pornoprodukte - insbesondere die aus den 1960ern und 70ern - ein wichtiges Zeugnis schwuler Geschichte sind. Denn die Cover von Pornomagazinen machen zu jedem Zeitpunkt deutlich, wo wir stehen, in sozialer wie kultureller Hinsicht, als Gesellschaft und als schwule Community ... ok, und manchmal, ziemlich oft sogar, sind sie einfach wahnsinnig witzig, wenn man sie mit ein paar Jahrzehnten Abstand anschaut.

"Ich persönlich halte diese Hefte für aussagekräftiger als jedes Buch, das je über die Schwulenbewegung und die sexuelle Revolution der Sechziger und Siebziger geschrieben wurde", meint Männer-Chefredakteur Kevin Clarke, der die Sammlung gesichtet hat. "Ohne Zweifel sind sie unterhaltsamer. Und sie inspirieren. Ich hoffe, andere werden daran so viel Freude haben, wie ich."

Die besten Stücke der umfangreichen Sammlung des Schwulen Museums wurden jetzt für den Bildband "Heacy Traffic" zusammengestellt. Das macht man mit Pornoheften, wenn sie ihren unmittelbaren Zweck erfüllt haben!

Heavy Traffic. Vintage Porn Covers, Bildband, 144 Seiten, Farbe, Softcover, 21 x 27,2 cm, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2011, 14,95 €

Galerie:
Vintage Porn Covers
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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 04.09.2011, 15:17h
  • Ja, ja, so ist das mit den Pornoheften: keiner will es zugeben, welche irgendwo in der Wohnung das ein oder andere versteckt zu haben, aber es läßt sich doch nicht verheimlichen! Egal ob schwul, bi oder hetero: jeder hat schon einmal ein solches Heft in der Hand gehabt, Leugnen zwecklos!
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#2 MariusAnonym
#3 PierreAnonym
  • 04.09.2011, 19:51h
  • "Ich persönlich halte diese Hefte für aussagekräftiger als jedes Buch, das je über die Schwulenbewegung und die sexuelle Revolution der Sechziger und Siebziger geschrieben wurde", meint Männer-Chefredakteur Kevin Clarke, der die Sammlung gesichtet hat. "
    Wenn man denn meint, dass die Aussagekraft darin besteht, dass es sich anfangs um harmlose Bildchen handelte und inzwischen die härtesten Sachen auf den Titelbildern zu sehen ist, dann muss ich dem zustimmen.
    Ob diese Veränderung jedoch als positiv gewertet werden sollte, steht auf einem ganz anderen Blatt.
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 05.09.2011, 06:54h
  • Ich finde es sehr gut, das auch solche Inhalte aufgearbeitet werden.

    Was auch dringend an der Zeit wäre, wenn das Schwule Museum oder die neu errichtete Magnus-Hirschfeld-Stiftung einmal aufarbeitet, wo es in Deutschland in den einzelnen Grosstädten in den 1920er sowie in den 1950er-1970er schwule Kneipen, Treffpunkte und sonstige Örtlichkeiten gab.

    Zwar wurde einiges an LGBTGeschichte zum Nationalsozialismus und der Zeit der Machtergreifung Hitlers mittlerweile in den beiden letzten Jahrzehnten aufgearbeitet, aber insbesondere die 1920er sowie der Zeitraum 1945 bis 1971 gehört stärker nach meiner Meinung geschichtlich aufbereitet.

    Da finde ich beispielsweise diese aktuelle Arbeit zu den Titeilbildern von Pornozeitschriften jener Jahre sehr gut.

    VIelleicht macht sich jemand auch einmal die Mühe die Kneipen/versteckten Örtlichkeiten der 1950er/1960er mit Namen und jeweiligen Wirt in den Grosstdäten Hamburg, Köln, Bremen, München, Köln und Berlin aufzuarbeiten und hierzu entsprechende Bilder zu sammeln ("Vieleicht gibt es das aber auch schon und mir ist das nur nicht bekannt").
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#5 schwulenaktivist
  • 06.09.2011, 13:54h
  • Wann beginnt hier eigentlich die Diskussion über die "pädophilen" Inhalte der damaligen Mgazine? :P
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