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Dancing With the Stars

Cher sauer über Kritik an Chaz Bono


Die 65-jährige Cher will ihren 42-jährigen Sohn tanzen sehen

Konservative kritisieren die Teilnahme des Transsexuellen Chaz Bono bei der TV-Show "Dancing with the Stars" - Mutter Cher stärkt ihrem Sohn aber den Rücken.

Als erster Transsexueller wird Chaz bei der am 19. September startenden 13. Staffel der Reality-Show teilnehmen. Das führte zu teils heftiger Ablehnung von konservativen Kommentatoren und Boykottaufrufen gegen den Sender ABC. So forderte der Fox-News-Kommentator Dr. Keith Ablow Eltern auf, ihren Kindern zu verbieten, Sendungen mit Chaz Bono anzusehen. Denn Chaz könnte dem "leicht zu beeinflussenden" Nachwuchs ein schlechtes Vorbild sein: "Kinder kämpfen darum, ihre eigene Identität zu entwickeln. Das letzte, das sie brauchen, ist eine Menschenmasse, die wie auf Befehl jemandem zujubelt, dessen Identitätssuche damit geendet hat, sich ihre Brüste abzuschneiden und Steroide zu spritzen. Womöglich wird eines Tages ein provisorisches männliches Glied zusammengebaut, um ihre Vagina zu ersetzen." In christlichen Websites werfen Kritiker Chaz zudem vor, mit seiner Geschlechtsanpassung Gott gespielt zu haben.

Chaz' Mutter Cher hat sich in mehreren Interviews und Interneteinträgen klar hinter ihren Sohn gestellt: "Chaz wird im Internet auf ganz bösartige Art angegriffen. Das hier ist doch immer noch Amerika, so viel ich weiß, oder?", schrieb sie auf Twitter. Sie attestierte ihrem Sohn "viel Mut", bei der Show mitmachen. Chaz Bono ist das einzige Kind von Cher und ihrem früheren Ehemann Sonny Bono. Er kam 1969 als Chastity zur Welt und wirkte in den 70er Jahren in Unterhaltungssendungen seiner Eltern mit ("The Sonny & Cher Comedy Hour"). Später hatte er sein Coming-out als Lesbe und begann 2009 im Alter von 39 Jahren eine Geschlechtsanpassung. 2010 haben die kalifornischen Behörden Chaz offiziell als Mann anerkannt (queer.de berichtete).

Die Proteste gegen Chaz' Teilnahme bei "Dancing With The Stars" sind ausgesprochen heftig, weil die Sendung auch unter Konservativen und Kindern erfolgreich ist. In den vergangenen Jahren haben auch Ikonen der politischen Rechten teilgenommen, wie die Politiker-Tochter Bristol Palin oder Tom DeLay, der frühere republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus. Während Palin am Ende den dritten Platz belegte, zog sich DeLay nach einer Verletzung aus dem Wettbewerb zurück.

Kritisiert wird die Teilnahme vor allem wegen der frühen Sendezeit von "Dancing With the Stars": Je nach Zeitzone startet die Sendung um 19 oder 20 Uhr beim frei empfangbaren Sender ABC. Lobbygruppen wie "Focus on the Family" fordern schon seit Jahren, dass die Hauptsendezeit zur "Family Hour" erklärt werden soll, in der nur kinderfreundliche Fernsehprogramme gezeigt werden dürfen - das heißt für die Aktivisten, dass jegliche Erwähnung von sexuellen Minderheiten verboten sein soll. (dk)

Youtube | Berichterstattung von Hollyscoop-TV


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#1 Aramis
#2 antos
  • 05.09.2011, 20:07h
  • "In christlichen Websites werfen Kritiker Chaz zudem vor, mit seiner Geschlechtsanpassung Gott gespielt zu haben."

    Ja, dieser Vorwurf passt zu dieser Sorte Evangelikaler wie Arsch auf Eimer. Schnell richten, damit sie nicht gerichtet werden, auf den Splitter zeigen und den eigenen Balken stolz als Kreuz vor sich hertragen, als schönes großes Leidenszeichen, damit es das Leid anderer überschattet. Wieso sollte auch so ein Evangelikaler irgendeines dahergelaufenen Bruders Hüter sein? Groß, größer, Christenmensch - powered by god.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.09.2011, 23:13h
  • Ich verstehe Cher sehr gut und würde - wenn ich an ihrer Stelle wäre - genauso reagieren! Was ist das eigentlich wieder für ein Schmierentheater, was sich diese konservative Meschpoke erlaubt? Und vor allem: Shame on you, Fox News!
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#4 unkownAnonym
  • 06.09.2011, 01:59h
  • Ich wundere mich immer wieder darüber, für wie "ansteckend" Evangelikale Homosexualität und Transsexualität halten. Wenn ich davon ausgehe, dass der umjubelte Auftritt eines Transmanns im Fernsehen dazu führt, dass der Nachwuchs allerorts plötzlich selbst transsexuell - oder zumindest in der Identitätsfindung "tief verwirrt" - wird, muss Transsexualität etwas sein, was Menschen prinzipiell sehr nahe liegt und jederzeit ausbrechen kann. Ich muss ja auch nicht fürchten, dass jemand beim Anblick von Schokolade dem Naschen verfällt, wenn Naschen ihn nicht reizen würde. Diese "Verführungstheoretiker" bestätigen in ihrer Panik die These, dass das Queere zum Menschsein dazu gehört viel mehr, als ihnen selbst lieb ist. Natürlich auf eine ziemlich krude Weise...
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#5 FloAnonym
  • 06.09.2011, 09:15h
  • Diese Homohasser müssen sich aber wirklich in alles einmischen.

    Wenn Ihnen das nicht passt, brauchen sie die Sendung nicht zu gucken! Punkt!
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#6 Lapushka
  • 06.09.2011, 12:48h
  • Ich habe letztens einen Bericht über den Lybien-Konflikt gesehen. Weiss jemand, wo man einen Raketenwerfer herkriegt? Seitdem habe ich nämlich so ein unglaubliches Bedürfnis, auch Krieg zu spielen.
    Schliesslich macht man ja alles sofort nach, was man im Fernsehen sieht, wie wir dank Dr. Keith Ablow nun wissen.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 SeramisAnonym
  • 06.09.2011, 17:02h
  • "Kinder kämpfen darum, ihre eigene Identität zu entwickeln." = Sie haben so zu werden, wie einige glauben, dass ihr Gott sie gern haben will. Entsprechend störend ist es natürlich, wenn der echte Gott namens Natur da noch ein paar andere Entwürfe bietet. Ich selbst bin übrigens davon überzeugt, dass mein eigener persönlicher Gott keine Dummheit mag. Analog würde ich gern dafür plädieren, dass man Dummheit nicht öffentlich zu Wort kommen lassen darf, weil diese gottgewollt abzulehnen ist. Dann wäre es wohl ganz schön still ... *träum*
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