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Cyndi Lauper (beim CSD San Francisco)

Am Freitag eröffnet Sängerin Cyndi Lauper in New York City ein Obdachlosenheim für junge Schwule, Lesben und Transsexuelle, die von ihren Eltern auf die Straße gesetzt worden sind.

Die "True Colors Residence" befindet sich in einem sechsstöckigen Haus im Stadtteil Harlem. Hier sollen Bewohner im Alter von 18 bis 24 Jahren, die wegen ihrer Sexualität verstoßen worden sind, wieder auf die Beine kommen, erklärte Lauper. Die 58-Jährige beklagte, dass Studien zufolge auch heute noch bis zu 40 Prozent der Obdachlosen in New York Schwule oder Lesben seien: "Jemand muss sich um diese Menschen kümmern. Ich bin in der Bürgerrechtsbewegung aufgewachsen - schon damals war es falsch zu diskriminieren und heute ist das nicht anders", so Lauper.

Die Gesamtkosten des Projekts werden auf elf Millionen Dollar geschätzt, das jährliche Budget beträgt 700.000 Dollar. Den größten Teil wird die Stadt New York und der von Lauper ins Leben gerufene "True Colors Fund" übernehmen, der sich für Homo-Rechte einsetzt. Zudem werden Firmen um Spenden gebeten.

Schwule im Gay Village brauchen Geld


Heimleiterin Colleen Jackson erklärte, dass das Schwulenviertel New Yorks inzwischen für Verstoßene kein freundliches Pflaster mehr ist: "Das Village hat sich verändert. Es ist immer noch sehr homofreundlich, aber der sozioökonomische Status der Leute ist anders als früher. Die Bewohner wollen heute nichts mehr mit jungen Obdachlosen zu tun haben." Gerade im teuren New York gebe es wenig Hilfen für sexuelle Minderheiten, die nach ihrem Rauswurf aus dem Elternhaus nach wie vor in die als weltoffen geltende Metropole strömten: "Es gibt viel zu viele Leute, denen hier nicht geholfen wird", beklagt Jackson.

Cyndi Lauper hat mit Hits wie "Girls Just Want to Have Fun" oder "Time After Time" weltweit über 25 Millionen Alben verkauft. Ihre Tanz-Hits sind insbesondere unter Schwulen erfolgreich, zudem trat sie wiederholt bei CSDs und den Gay Games auf. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich für Homo-Rechte und den Kampf gegen Aids. Der Name ihres Obdachlosenheims für Homosexuelle stammt von ihrem zweiten Album "True Colors", das sie im Jahr 1986 herausbrachte. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.09.2011, 13:12h
  • Cindy Lauper hat genau das Richtige getan und ich hoffe, daß sich bald auch in vielen anderen Städten Nachahmer finden!
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#2 stromboliProfil
  • 06.09.2011, 13:19hberlin
  • dankenswerte initiative, die auch in deutschlands homo-hochburgen nacheiferer finden sollte!

    interessant der demographische denkwechsel in der community selbst: angekommen in der gesellschaftlichen "mitte",fallen die uns abträglichen verlierer mittlerweile aus unserem focus sozialer verantwortung... dabei dudeln wir doch ständig das lied vom "gemeinsam" verantwortung tragenden .. ach so, dass bezieht sich nur auf paare mit vorgartenzwerge
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#3 Geert
  • 06.09.2011, 13:42h
  • Eine "Gay Community" hat es in Deutschland nie gegeben. Das Wort "Schwule Gemeinschaft" ist eine falsche Übersetzung aus dem Englischen. "Community" bedeutet im amerikanischen Englisch nicht mehr als "Bevölkerungsgruppe". So gibt es die "Korean Community", die Mexican Community" und eben die "Gay Community". Ein echtes "Wir-Gefühl" gibt es unter deutschen Schwulen nicht - im Gegenteil, in keiner Minderheit gibt es so viel Zank und Haß und Neid untereinander wie unter Schwulen. Viele ältere Schwule vermachen ihr Erbe lieber dem Tierschutzverein als schwulen Organisationen.
    Es ist also kein Wunder, dass auch in Deutschland die besserverdienenden FDP-Schwulen nichts mit den Hartz-IV-Schwulen zu tun haben wollen. Insgesamt verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation von Schwulen ganz erheblich. Als ich zum ersten Mal in meinem Leben nach New York kam, war es noch ein Schock zu sehen, dass schwule Obdachlose in Mülltonnen wühlten. Heute sieht man dies auch in Berlin immer wieder.
    Bei Lesben und Heterosexuellen ist die Solidarität größer; Schwule spenden nicht oder kaum für andere Schwule.
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#4 seb1983
  • 06.09.2011, 13:57h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • aus der Soziologie, Gruppen:
    je stärker umso homogener sie intern sind, umso heterogener extern, umso stärker bedroht, ausgegrenzt.

    Der äußere Druck auf Schwule hat massiv nachgelassen, das gemeinsame Grundziel (nicht totgeschlagen zu werden) ist erreicht, wer bis 20 erkannt hat dass er schwul ist und durchgehalten hat kann ganz gut leben.

    Man wird demnach plötzlich frei für neue Blickwinkel:
    Was hat nun der Münchener Lederbär mit der linksalternativen Berliner Tunte und dem spießigen Bonner Banker gemeinsam?
    Ok, sie sind schwul. Wie sehr verbindet das?
    Etwa soviel wie Stalin, Hitler und Roosevelt als Heteros.
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#5 jayAnonym
  • 06.09.2011, 14:06h
  • Warum wird bei queer.de Trans* auch unter "sexuelle Minderheiten" (und ähnliches mit "sexuell" vorne dran) eingeordnet? Es spart natürlich ein bisschen Formulierungsarbeit, wenn man das einfach so aus dem Englischen übernimmt, nur leider ist das englische sex nicht das deutsche sex.
    Deshalb: Trans* =/= LesBiSchwul (weil kein Bezug zu sexueller Identität)
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#7 HannibalEhemaliges Profil
#8 jojoAnonym
  • 06.09.2011, 15:43h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • "in keiner Minderheit gibt es so viel Zank und Haß und Neid untereinander wie unter Schwulen."

    ja, das beweisen sicher viele wissenschaftliche studien, die den hassfaktor unter verschiedenen minderheiten verglichen haben, nicht wahr?

    wie gut zu wissen, dass zumindest du mit deinen solidarischen und von allumfassender schwulenliebe geprägten beiträgen alles dafür tust, den hass unter schwulen zu vermindern und versöhnend zu wirken.
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#9 JoonasAnonym
  • 06.09.2011, 21:07h
  • Wieder einmal hat sich Cyndi Lauper für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle engagiert!

    Diese Frau ist eine Heldin und verdient ein Denkmal!

    Leider sind solche Einrichtungen nötig, da immer noch viele hasserfüllte Eltern ihre Kinder deswegen rauswerfen. Erst vor kurzem war hier auf queer.de ein Artikel, wieviele junge Schwule und Lesben durch ihre Eltern obdachlos werden.
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#10 Fiete_Jansen
  • 07.09.2011, 11:13h
  • Antwort auf #7 von Hannibal
  • Weil die DKP queer Forderungen noch nicht umgesetzt sind! Allerdings fordern wir auch mehr. Nicht nur im Alter von 18 bis 24.

    Unter: "Das Kindeswohl muss an erster Stelle bei allen staatlichen und
    gesellschaftlichen Entscheidungen stehen" steht u.A.

    "Es sind Stellen zu schaffen, in denen jugendliche Opfer sexueller Diskriminierung einen
    Schutzraum finden, sollte sich ihr Umfeld gegen sie wenden."
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