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Nicht nur in Berlin wird demonstriert: Anti-Papst-Demo am 18. September 2010 in London (Bild: Loz Flowers / flickr / by-sa 2.0)

Bereits vor mehreren Monaten hat das Berliner Bündnis "Der Papst kommt" für den 22. September eine Demonstration angemeldet, doch ein schriftlicher Bescheid der Versammlungsbehörde liegt noch immer nicht vor.

Die Versammlungsbehörde habe bisher nur mündlich mitgeteilt, dass sie eine Kundgebung während der Papst-Rede im Deutschen Bundestag vor dem Brandenburger Tor verbieten will, erklärte Jörg Steinert, Geschäftsführer des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Berlin-Brandenburg (queer.de berichtete). Steiner kritisierte diese Ankündigung erneut als Verstoß gegen die Versammlungsfreiheit, weil sich das Brandenburger Tor außerhalb der Bannmeile des Deutschen Bundestages befindet. Im Falle eines negativen Bescheid will das Bündnis vor dem Verwaltungsgericht klagen und eine Einstweilige Verfügung beantragen.

LSVD: Verzögerung steht Sicherheitsinteressen entgegen

"Das schleichende Genehmigungsverfahren erschwert die Organisation unserer Demonstration", heißt es zudem in einer Pressemitteilung der Demo-Veranstalter: "Wir sind ein Bündnis von über 60 Organisationen und mehreren tausend Privatpersonen. Wir benötigen Zeit, um innerhalb des Bündnisses zu kommunizieren", erklärte Jörg Steiner. "Die Verzögerung des Genehmigungsverfahrens ist nicht nachvollziehbar, stiftet Verwirrung und läuft letztendlich den Sicherheitsinteressen aller Beteiligten zuwider."

Das Bündnis "Der Papst kommt" hat anlässlich der Rede des Papstes im Deutschen Bundestag für Donnerstag, den 22. September um 16.00 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor und anschließender Demonstration gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik aufgerufen. Die Kundgebung soll mit Redebeiträgen u.a. von Ute Ranke-Heinemann und David Berger, DJs sowie Bands bereichert werden.

Bereits im Vorfeld des Papst-Besuches finden zahlreiche Themenveranstaltungen der Bündnismitglieder, wie z.B. Lesungen, Filmvorführungen und Vorträge, statt. (cw)



Auch Westerwelle lobt Papst

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Die brandgefährliche Rede des Papstes

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Eine umstrittene Rede im Bundestag, zwei Plädoyers für die traditionelle Ehe und Familie und viel Protest und Enttäuschung: Der Besuch von Benedikt XVI. aus LGBT-Sicht zum Nachlesen.
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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.09.2011, 16:54h
  • Daß die Genehmigung immer noch nicht erteilt ist, hat wohl mit dem Wahlkampf in Berlin zu tun und wird es leider auf die lange Bank geschoben. Es ist aber höchste Eisenbahn, daß die Behörden endlich mal mit dem Hintern hochkommen sollten!
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#2 HinnerkAnonym
  • 06.09.2011, 18:04h
  • Die übliche Verzögerungstaktik der Homohasser!

    Gegen die hilft nur gerichtliches Vorgehen, um unsere Grundrechte zu retten!

    PS: Das Plakat "Pope? - Nope!" aus London gefällt mir auch sehr gut! Ich hoffe, der Protest wird hier so zahlreich und laut wie in London und Madrid.
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#3 SchokiAnonym
  • 06.09.2011, 18:37h

  • @FoXXXyness: Das hat rein gar nichts mit dem Wahlkampf zu tun. Die Behörden machen das natürlich absichtlich, gerade DAMIT sich das Bündnis nicht organisieren kann! Sie handeln (nicht), nach dem Motto "wenn man hinauszögert, kommt die Demo vielleicht ja gar nicht zustande!" Das ist hinterhältig und nimmt einem indirekt die Versammlungsfreiheit! Nur weil so ne verklemmte alte tucke ihre Hasstiraden loswerden will. Sehr demokratisch.
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#4 JoonasAnonym
  • 06.09.2011, 21:10h
  • Jetzt müssen wir sogar schon für unsere Grundrechte wie Rede- und Versammlungsfreiheit kämpfen, nur weil die Politik der Kirche zuliebe in vorauseilendem Gehorsam Grundrechte abschaffen will.

    Das zeigt, dass die Kirche viel zu viel Einfluss auf die Politik hat und das demokratische Prinzip der Trennung von Staat und Kirche nicht gilt!

    Das ist der beste Beleg dafür, wie wichtig diese Demos sind!
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#5 Timm JohannesAnonym
  • 07.09.2011, 01:41h
  • Ich bin mittlerweile der Meinung, das insbesondere die Grünen beim Papstbesuch und Papstrede im Bundestag versagen.

    Während die Linkspartei, von deren Abgeortneten im Bundestag kein einziger Abgeordneter Kirchensteuern an Ratzinger zahlt, größtenteils nicht im Bundestag sitzen wird, wenn Ratzinger spricht, ist bei den GRÜNEN hier eine andere Position zu beobachten. Höflich Beifall klatschend werden wir dort die GRÜNEN beobachten dürfen und selbst Volker Beck wird dort sitzen und Ratzinger zuhören.

    Tja in diesem Fall haben eindeutig die Abgeordneten der Linkspartei gepunktet, muss ich da dann feststellen, indem sie dem Bundestag bei der Rede fernbleiben.

    Im übrigen mit Erschrecken durfte ich lesen, dass der offen schwule verpartnerte GRÜNE-Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick neben Stefan Kaufmann in der CDU seine Kirchensteuer an Ratzinger entrichtet. Wie kann man nur als GRÜNER und offen schwuler Mann im Bundestag noch Mitglied bei den Katholiken sein, Herr Gerhard Schick ?

    Da schneiden sogar die FDP-Politiker Michael Kauch, der konfessionslos ist, und Guido Westerwelle, der Mitglied der rheinländischen Landeskirche in der EKD, besser ab.

    Wie kann Herr Schick als grüner Abgeordneter Mitglied bei den Katholiken sein. Für einen offen schwulen GRÜNEN Abgeordneten im Bundestag ist das der Witz schlechthin...ein sehr schlechter Witz leider, Herr Schick.
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#6 jojoAnonym
  • 07.09.2011, 09:16h
  • Antwort auf #5 von Timm Johannes
  • "Wie kann man nur als GRÜNER und offen schwuler Mann im Bundestag noch Mitglied bei den Katholiken sein, Herr Gerhard Schick ?"

    kann ich dir erklären. man redet sich die sache halt schön, verharmlost die diskriminierung, gibt sich mit lippenbekenntissen zufrieden, klammert sich an unbedeutende positive einzelmeinungen, tut so, als sei kleinster widerspruch an der basis bereits die große wende in eine glückliche zukunft.

    aber solche beschönigungsstrategien sind dir ja gottseidank völlig fremd.
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#7 Yuuki83Profil
  • 07.09.2011, 10:14hAltdorf
  • Das ist eine sehr perfide Verzögerungstaktik, nicht nur um die Demonstration zu verbieten, sondern man will den Gerichten möglichst wenig Zeit lassen, das schon angekündigte Demo-Verbot anzufechten. BRD = Rechtsstaat?? Nicht, wenn es nach diesen Amtsstubensitzern geht... Man sollte im Notfall, falls der Gang vor Gericht aus Zeitmangel unmöglich ist, auch ohne Genehmigung demonstrieren.
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#8 stromboliProfil
  • 07.09.2011, 14:09hberlin
  • Antwort auf #5 von Timm Johannes
  • klärende worte zu deinen drängenden fragen ..
    speziell ab 4:00 bis 6:23

    www.youtube.com/watch?v=4nY6KlkIZZk&NR=1

    Wir brauchen eben etwas, dass glanz auf uns abwirft in unserer sonstigen tristesse..
    du hast deine brunne, die ihren ratzinger
    Btw... die frage , was ratzinger von knut unterscheide hat sich erledigt.. leider verstarb knut, nicht benedikt.

    Was den verpartnerten offen schwulen angeht.. na irgendwie muss er doch seine mittig angekommene bürgerlichkeit nach aussen hin zeigen können.
    Wer also A sagt , sagt auch B! &
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#9 alexander
  • 07.09.2011, 17:51h
  • Antwort auf #4 von Joonas
  • du hast absolut recht ! geradezu absurd, diese demo derartig zu boykottieren !
    erinnert mich an alte zeiten : DRUCK ERZEUGT GEGENDRUCK !
    (sollen wir schwule jetzt noch militant werden, damit unser wille zur "weltmachtübernahme" besser dokumentiert werden kann ???)
    ich bin einiges an undemokratischem verhalten dieses staates gewöhnt (60 jahre), aber was in diesem falle die verhältnismäßigkeit der mittel angeht, hat sich noch keine regierung ein derartig lächerliches armutszeugnis ausgestellt !!!
    auch wenn ich mich wiederhole, es geht ja nicht allein nur um schwule diskriminierung, sondern eben auch um unsere demokratie, die sich allein schon mit dieser haltung ad absurdum führt.

    zumindest gibt es noch kulturschaffende, die mit ihren mitteln protestieren !
    klaus peymann hat am 22.09. den STELLVERTRETER von rolf hochhuth bewusst auf den spielplan des "berliner esembles" gesetzt um ein zeichen zu setzen !
    dieses stück von 1963, klagt pius den XII. an, zur judenvernichtung geschwiegen zu haben.

    klaus peymann hat dazu gestern am 6.9. einen offenen brief an benedetto veröffentlicht, in dem er darauf hinweist, dass auch ein theater anteil nehmen kann an den befindlichenkeiten der stadt berlin !
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#10 userer
  • 08.09.2011, 10:55h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Nein, FoXXXyness, dass die Demo noch nicht genehmigt ist, kann ihren Ursprung darin haben, dass auch in Berliner Institutionen Christen an langen Hebeln sitzen und ihre Macht für eigene Ziele missbrauchen.
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