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Schwules Blut wird in den meisten Ländern generell als Risikoblut abgelehnt (Bild: Thirteen Of Clubs / flickr / by-sa 2.0)

Das britische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass Schwule künftig Blut spenden dürfen - sofern sie ein Jahr lang keinen gleichgeschlechtlichen Sex hatten.

Die neue Regelung wird in England, Wales und Schottland am 7. November in Kraft treten. Noch ist unklar, ob auch der Landesteil Nordirland nachziehen wird. Bislang durften Schwule im Vereinigten Königreich überhaupt kein Blut spenden, egal, wie oft sie Sex hatten oder haben. Das Verbot wurde in den 1980er Jahren im Rahmen der Aids-Krise eingeführt.

Ein Fachausschuss der Regierung hatte 18 Monate lang über eine Neuregelung des Blutspendeverbots für Schwule beraten. Zunächst wurde im April bekannt, dass die Regierung anstreben würde, Schwulen, die zehn Jahre lang keinen Sex hatten, das Blutspenden zu erlauben (queer.de berichtete).

Homo-Gruppen begrüßten die angekündigte Liberalisierung. Sie kritisierten jedoch, dass nach wie vor Homosexuelle mit einem anderen Maßstab gemessen werden würden als Heteros: "Es ist unverhältnismäßig, jeden Mann, der Sex mit einem Mann hatte, für ein Jahr auszuschließen. Das Verbot gilt selbst dann, wenn nur Oralsex stattgefunden hat", erklärte Ben Summerskill von der Gruppe Stonewall. Er fordert, dass alle Blutspender - unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung - individuell nach der Infektionsgefahr eingestuft werden sollen.

In Deutschland hat die Bundesärztekammer ein generelles Blutspendeverbot für sexuell aktive Schwule ausgesprochen, unabhängig davon, ob sie Safer Sex praktizieren oder nicht. Im Dezember 2010 erklärte die Bundesregierung, dass eine Expertengruppe am Robert-Koch-Institut derzeit über Veränderungen nachdenkt (queer.de berichtete). Die Deutsche Aids-Hilfe fordert ein Ende des generellen Verbots für Schwule, da "viele Heterosexuelle zumindest zeitweise höhere Infektionsrisiken" aufweisen würden.

Es gibt mehrere Beispiele für Länder, in denen Schwule eine Phase der Keuschheit einlegen müssen, um sich fürs Blutspenden zu qualifizieren. So beträgt die Wartezeit in Neuseeland bei zehn Jahren, in Südafrika bei fünf. In den USA dürfen nur Männer spenden, die nach 1977 keinen Homo-Sex mehr gehabt haben - also seit 34 Jahren. (dk)



#1 Mister_Jackpot
  • 08.09.2011, 14:05h
  • Und wie bitte soll das kontrolliert werden? Und wird das auch für Heteros gelten? Es ist wirklich anstrengend solche Nachrichten zu lesen, in denen weiter die unterschiedliche Bewertung von heterosexuellem und homosexuellen Geschlechtsverkehr zementiert wird. Und das wird dann auch noch als Fortschritt verkauft...Lächerlich...
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#2 SchrottboykottAnonym
  • 08.09.2011, 15:01h
  • Tja, dann kriegen sie eben kein Blut. Ich würde wegen einer Blutspendemöglichkeit weder lügen noch enthaltsam leben. Wo sind wir denn ?
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#3 Geert
  • 08.09.2011, 15:44h
  • Dass in Deutschland die Bundesärztekammer ein generelles Blutspendeverbot für Schwule ausgesprochen hat, ist gut und richtig! Es ist zu hoffen, dass es bei dieser Regelung bleibt.
    Man muss sich nur die Statistiken über die Geschlechtskrankheiten ansehen, wo in den meisten Fällen die Schwulen eine Ansteckungsrate haben, die um ein Vielfaches über der der Heteros liegt.
    Man muss sich nur einmal vorstellen, man liege auf der Intensivstation und benötige eine Blutübertragung. Ich jedenfalls hätte ein ungutes Gefühl, wenn dieses Blut von promisken Schwulen mit Hunderten von Geschlechtspartnern käme.
    Ja, ich weiss, Heteros ficken auch herum und es werden jetzt sofort einige Leute "Diskriminierung!" rufen, aber die Statistiken über die Geschlechtskrankheiten sagen eindeutig, dass der Durchseuchungsgrad bei Schwulen bei vielen Krankheiten bis zu 10 mal höher liegt als bei Heteros.
    Die Gesundheit geht vor!
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#4 eMANcipationEhemaliges Profil
  • 08.09.2011, 16:23h

  • @geert

    Ich hoffe du liegst nie auf der ITS und benoetigst eine Spende und dann ist keine blutkonserve vorhanden u.a. weil eben Schwule generell nicht spenden duerfen. ich bin nicht promiskuitiv, lebe in einer langjaehrigen beziehung und verhalte mich nicht risikoreich, wieso werde ich mit anderen gleichgemacht die auch schwul sind aber ein komplett anderes risikoverhalten haben. das ist absurd. ich hoffe es wird gekippt. die regelung in UK ist allerdings schwachsinnig.
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#5 alexander
  • 08.09.2011, 16:33h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • ich will aber kein hetenblut in meinen schwulen adern !

    mit dem satz von dir : gesundheit geht vor, meinst du doch wohl in erster linie erstmal deine !

    die ganze chose ist zum kotzen dämlich und bescheuert ! ständig wird nach spendern gesucht, die ihren lebenssaft für ne tasse kaffee und 2 kekse "spenden" sollen und wie man weiss sind blutkonserven immer knapp !
    vor allem, als die krankenhäuser vor jahren noch selbst für die blutspenden verantwortlich waren und dafür geld bezahlten und ein essen ausgaben, standen gerade in berlin, penner, drogensüchtige, alkoholiker und arbeitslose morgens, schon 2 stunden bevor geöffnet wurde, schlange um blut zu spenden, manchmal sogar 2x im monat in verschiedenen kliniken, weil offiziell nur 1 spende in 6 monaten erlaubt war.
    als die DRK den laden an sich zog, wurde das spenden gemeinnützig und es gab keine silberlinge mehr, rate mal wer heute das geld vom erlös der verkauften spenden einsteckt ?

    nicht wahr ? geschäft ist geschäft !

    von wegen gesundheit geht vor ? schliesslich wurden die spenden immer untersucht, logisch !
    also was soll dein gefasel von ansteckung, pannen sind passiert, wie überall, aber das hat mit hetero oder schwul nun wirklich nichts zu tun !
    ich erinnere einen fall, wo ein arbeitskollege nach einem spendetermin einen netten brief von DRK bekam, mit der mitteilung, dass er hlv+ ist und einen arzt aufsuchen sollte.
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#6 vingtans
  • 08.09.2011, 16:57h
  • ich fänds richtig wenn alle schwule blut spenden könnten,
    dieses blut aber noch stärker kontrolliert wird,

    die statistiken belgen nunmal, dass wir homosexuelle häufiger geschlechtskrakheiten haben!

    das wär doch ein kompromis ,ne?!
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#7 joeAnonym
  • 08.09.2011, 17:05h
  • Mein Lieber, mit scheint, daß du nicht wirklich alle Latten am Zaun hast. Die Heteros gehen in den Puff.... aber das ist etwas anderes, da bekommt man keine Geschlechtskrankheiten. Wie kann man nur so einen Quatsch von sich geben!
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#8 wetten, dass?!Anonym
  • 08.09.2011, 17:30h
  • dass "geert", "feeles" & co. mit sicherheit nicht schwul, sondern einzig und allein in der absicht hier sind, schwulen immer wieder deren angebliche minderwertigkeit vor den latz zu knallen und "disziplinierend" auf sie einzuwirken?!

    vermutlich auch um zu testen, wie weit man mit diesen mehr oder weniger offenen herabsetzungen in einem schwulen forum unwidersprochen gehen kann. schockierend zu sehen, dass da so wenig widerspruch kommt.
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#9 suspektAnonym
  • 08.09.2011, 17:32h
  • obs passt oder nicht:

    hiv-infektionen bei homos deutlich höher als bei heten. egal, ob die eine hete in puff geht oder die andere schwuchtel treu lebt. die statistik sprich nun mal eine eindeutige sprache.
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#10 kaysiProfil
  • 08.09.2011, 17:33hBangor
  • Die Ironie des ganzen ist ja, dass das unter einer Konservativ-Liberalen Regierung stattfindet. Ich freue mich trotzdem das sich das Königreich endlich dafür entschieden hat in einem der letzten Anti-Homo Gesetze die noch aktiv sind endlich nachzuziehen auch wenn es noch nicht die komplette gleichstellung ist
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