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David Foster und seine Gewinner-Axt

Der Kampf um die Homo-Ehe in Australien hat einen überraschenden prominenten Fürsprecher gewonnen: David Foster, der amtierende Weltmeister im Holzfällen. Wie australische Medien berichten, will sich der 54-Jährige in politischen Diskussionen für die Homo-Ehe aussprechen.

Vor vier Jahren outete sich seine Tochter, erzählte Foster der Zeitung "The Examiner". "Ich denke, Sally wollte sich nicht früher outen, weil ich früher gegen so etwas war und sie mich vielleicht nicht aufregen wollte." Danach hätte sich das Verhältnis der Familie untereinander nicht geändert, seine Ansichten aber sehr wohl: "Jeder hat seine Meinung, aber sobald man persönlich betroffen wird, bemerkt man, was wichtig und richtig ist. Meine Tochter ist noch immer dieselbe, die ich aufgezogen habe. Dass sie eine andere sexuelle Orientierung hat, bedeutet nichts."

Sally lebt mit mit ihrer Freundin und einer gemeinsamen, einjährigen Tochter zusammen. In Tasmanien, wo die Familie lebt, dürfen sie zwar eine Art Lebenspartnerschaft samt Stiefkindadoption eingehen, aber nicht heiraten. "Meine Tochter hat eine hübsche Partnerin und ein Kind, und wenn sie heiraten wollen sehe ich keinen Grund, warum sie das nicht sollten", findet Foster. Er und die Tochter hätten einige negative Erfahrungen erlebt, aber oft auch Zustimmung zu der offenen Haltung erfahren.

Aufstehen und gehört werden

Australische Homo-Aktivisten lobten den Schritt. Der Sprecher der Tasmanian Gay and Lesbian Rights Group, Rodney Croome, sagte, die Geschichte zeige, wie sich die Gesellschaft positiv entwickelt. "Ich bin mir sicher, dass mit Unterstützern wie David Foster eine Reform unausweichlich wird."

Der fast 200-fache Weltmeister im Woodchopping, dessen Wettkämpfe sich in Australien großer Popularität erfreuen und sogar im Fernsehen übertragen werden, hofft, weitere Prominente könnten sich auf die Seite von Schwulen und Lesben stellen. "Ich bin bekannt, aber das heißt nicht, dass ich mich zurückziehe und still bin, nur weil sich jemand an meiner Meinung stoßen könnte."

Foster ist schon lange sozial und politisch aktiv. Zu seinem neuesten Thema sagte er abschließend: "Sally ist meine Tochter. Ich liebe sie und bin stolz auf sie. Manchmal muss man aufstehen und gehöhrt werden." (nb)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 09.09.2011, 16:42h
  • In Australien braucht es noch viel mehr Menschen, die die Homoehe unterstützen. Dennoch finde ich es gut, daß es einen weiteren in dieser Reihe gibt!
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#2 Geert
  • 09.09.2011, 16:56h
  • Australien ist für Schwule und Lesben kein leichtes Pflaster.
    Es sind die konservativen evangelikal geprägten Anglikaner und die Katholiken, die dort immer noch den Ton angeben, gerade auch in Sydney, der äußerlich so modern wirkenden Stadt.
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#3 JoonasAnonym
#4 Wyndakyr
  • 10.09.2011, 00:57h
  • Solche Typen wie der sind noch wichtiger als der weißnichwievielte schwule Daily-Soap-Schauspieler, Musiker oder ähnliches, in dessen Umgebung schon eine eher hohe Toleranz gegenüber LGBT herrscht. Dieser australische Woodchopper oder der deutsche schwule Schützenkönig kommen aus deutlich konservativen Milieus, deren Toleranz in den meißten Fällen noch deutlich ausbaufähig ist.
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#5 PierreAnonym
  • 10.09.2011, 09:55h
  • Ein Bravo für diesen mutigen Vater, der seine Prominenz gleich mit in die Waagschale wirft.
    Solche Menschen braucht das Land. Und nicht nur Australien.
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#6 Gandalf the GayAnonym
  • 10.09.2011, 13:47h
  • Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.

    Wir brauchen neben Leuten aus dem Showbusiness, etc. auch solche Leute auf unserer Seite, mit denen sich auch der Trucker, der KFZ-Mechaniker, der Klempner, etc. identifizieren können.
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#7 alexander
  • 10.09.2011, 19:01h
  • Antwort auf #6 von Gandalf the Gay
  • jo mai, so a mannsbild hot gwicht! der reissts raus !!! hoast mi !

    das kann man durchaus wörtlich nehmen !

    zumal dieser mann weiss wovon er redet.
    und du hast absolut recht, er taugt für den bevölkerungsdurchschnitt, als identifikationsfigur, wesentlich besser, als zig daily-soap menschendarsteller, die speziell von "gestandenen männern" eh für weicheier gehalten werden !

    MEHR DAVON !
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#8 Lapushka
  • 11.09.2011, 00:47h
  • Ein Holzfäller mit lesbischer Tochter. Passt würde ich mal sagen^^

    Den Typ an sich finde ich sehr cool, besonders dass er sich selbst die Möglichkeit gegeben hat, seine Ansichten zu überdenken.
    Es gibt viele Eltern die das nicht tun.
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#9 unkownAnonym
  • 12.09.2011, 00:49h
  • Es tut gut, solche Geschichten zu hören, zu sehen, dass Menschen lernfähig sind und sogar noch mehr als das. Dass aus jemanden, der mal was gegen Homosexualität hatte ein Mensch werden kann, der sich öffentlich für Homorechte stark macht, gibt Hoffnung. Ich finde von diesem Kerl könnten sich einige "uns gehts doch so gut und wer uns Rechte vorenthalten will, hat halt nur ne andere Meinung, die wir tolerieren müssen, wenn wir toleriert werden wollen" - Schwule, Lesben, BIs und Transmenschen echt ne Scheibe abschneiden
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#10 ClaudiaAnonym
  • 14.09.2011, 15:52h
  • Antwort auf #9 von unkown
  • Er ist nicht der erste "prominente" Vater eines Schwulen oder einer Lesbe, die aus persönlicher Erfahrung mit dem eigenen Kind die eigene, erst homophobe Haltung revidiert hat.
    Was die Thesen, dass solche Haltungen vornehmlich von Leuten, die keine schwulen oder lesbischen Menschen in ihrem Umfeld haben, vertreten werden, entspricht.
    Gut für ihn!
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