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Für Sally Kern ist Elton John gefährlicher als Osama Bin Laden und Co.

Zum zehnten Jahrestag von 9/11 hat Sally Kern, republikanische Abgeordnete in Oklahoma, davor gewarnt, dass Homosexualität in den USA mehr Tod bringe als Terrorismus.

In einem Interview mit der Anti-Homogruppe "Americans for Truth" macht Kern Schwule für den Ausbruch von HIV verantwortlich: "Wissen Sie, was mehr Leben gekostet hat? Terrorismus hier in den USA oder HIV/Aids? In den letzten 20 Jahren hatten wir hier vielleicht drei terroristische Angriffe mit zirka 5.000 Toten, die bedauenswerterweise ihr Leben verloren haben. Im selben Zeitraum sind Hunderttausende an Aids gestorben. Was ist also die größere Bedrohung?"

Für die 64-Jährige ist Toleranz gegenüber Homosexuellen für diese Entwicklung verantwortlich: "Junge Menschen, aber auch Erwachsene, werden jeden Tag in Film, Musik, Fernsehen, Einkaufszentren und Magazinen mit dem Motto 'Homosexualität ist normal und natürlich' bombardiert. Wir müssen uns jeden Tag damit beschäftigen. Zum Glück gibt es nicht jeden Tag einen Terrorangriff." Homosexualität sei deshalb gefährlicher als Terrorismus, weil sie "den moralischen Zusammenhalt dieser Nation" vernichte. "Wir wurden als Nation auf den Prinzipien der Religion und der Moral gegründet. Wenn wir diese Faktoren aus unserer Gesellschaft entfernen, verlieren wir das, was uns zu einer großartigen Nation gemacht hat." Ihre homofeindliche Haltung begründet Kern mit ihrem christlichen Glauben.

Youtube | Sally Kern in ihren eigenen Worten

Sally Kern ist seit 2005 Abgeordnete im Repräsentantenhaus von Oklahoma. Zuletzt wurde sie 2010 in ihrem ländlichen Wahlkreis mit 66 Prozent der Stimmen wiedergewählt - obwohl sie bereits zuvor Schwule und Lesben mit Terroristen verglichen hatte. So erklärte sie 2008: "Studien zeigen, dass keine Gesellschaft, die Homosexualität vollständig angenommen hat, mehr als ein paar Jahrzehnte überdauert hat" (queer.de berichtete). Sie erklärte allerdings nicht, auf welche Studien sie sich berief. 2009 erklärte Kern, dass die homofreundliche Politik Barack Obamas zur Wirtschaftskrise geführt habe.

Auch in anderen Themenbereichen hat Kern radikale Ansichten. So erklärte sie, dass viele Schwarze keine Lehre oder kein Studium anstrebten, weil sie sich nur auf die Hilfe des Sozialstaats verlassen würden. Außerdem glaubt sie, dass Frauen generell weniger hart arbeiteten als Männer, weil sie sich eher um die Familie kümmern wollten. Wegen dieser Aussagen wurde sie 2010 im Parlament gerügt - selbst die Mehrheit ihrer eigenen Parteifreunde sprach sich für die Rüge aus. Ihre Aussagen über Homosexualität hat das Repräsentantenhaus jedoch bislang nicht kritisiert. (dk)



#1 SchrottboykottAnonym
  • 12.09.2011, 13:51h
  • Amerikanische "Friedenspolitik" ist schlimmer als Terrorismus.

    "In den letzten 20 Jahren hatten wir hier vielleicht drei terroristische Angriffe mit zirka 5.000 Toten, die bedauenswerterweise ihr Leben verloren haben. Im selben Zeitraum sind Hunderttausende (Millionen) an schlechter Gesundheitspolitik, fehlende Sozialsysteme, Kriegseinsätze, Opfer von Hasspredigern, ect. gestorben. Was ist also die größere Bedrohung?"

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#2 SchrottboykottAnonym
  • 12.09.2011, 13:53h
  • Autofahrer schlimmer als Terroristen!

    "In den letzten 20 Jahren hatten wir hier vielleicht drei terroristische Angriffe mit zirka 5.000 Toten, die bedauenswerterweise ihr Leben verloren haben. Im selben Zeitraum sind Hunderttausende in Verkehrsunfällen gestorben. Was ist also die größere Bedrohung?"

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#3 SchrottboykottAnonym
  • 12.09.2011, 13:55h
  • Rechtsextreme Fanatiker schlimmer als Terroristen!

    "In den letzten 20 Jahren hatten wir hier vielleicht drei terroristische Angriffe mit zirka 5.000 Toten, die bedauenswerterweise ihr Leben verloren haben. Im selben Zeitraum sind Hunderttausende wegen faschistischer/religiöser Hetze gestorben. Was ist also die größere Bedrohung?"

    and so on ....

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#4 PuddingbrummselAnonym
  • 12.09.2011, 14:16h
  • US-Politikerin schlimmer als Terroristen!

    Als ob so eine erzkonservative Spinatwachtel sich ernsthaft für das Leben von Schwulen interessieren würde und sie vor HIV schützen möchte.

    Wenns es nach den realitätsfernen Provinzeiern geht, dürften Schwule auch in den USA am Baukran hängen ...
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#5 daVinci6667
  • 12.09.2011, 14:27h

  • Antwort an Puddingbrummsel

    In der Tat, hätten Religionen auch heute noch überall das sagen, würden wir überall umgebracht! In zu vielen Ländern ja auch heute noch der Fall. Deshalb ist die Religion das größte aller Übel und zwar schon seit vielen Jahrhunderten!
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#6 trommeldonnerAnonym
#7 Knueppel
  • 12.09.2011, 14:50h
  • Sally Kern ist der lebende Beweis für die These, dass der politische rechte Rand sich weltweit immer stärker infantilisiert.
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#8 Roman BolligerAnonym
  • 12.09.2011, 14:52h
  • Zunehmend scheinen Politikerinnen die homophobe Keule zu schwingen und sich so profilieren zu wollen. Unter den US-Amerikanern sind es evangelikale Republikanerinnen wie beispielsweise Michelle Bachmann oder Sally Kern. Die Evangelikalen treiben aber auch anderswo ihr mörderisches Unwesen: So ist eine ihrer Anführerinnen in Afrika die ganz und gar nicht ladylike ugandische First Lady Janet Museveni (siehe:
    www.towleroad.com/2011/09/wikileaks-ugandan-first-lady-behin
    d-kill-the-gays-bill.html),

    bei deren Anblick einem das Kotzen kommt.
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#9 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.09.2011, 14:57h
  • Aus welcher Geisterbahn ist diese Schickse denn ausgebrochen? Kommen denn aus Oklahomo - ich bitte um Nachsicht - Oklahoma noch mehr solche Gestalten? Hoffentlich nicht!
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#10 Audi5000Anonym