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Ein Wiener Gericht hat einen 29-Jährigen zu 20 Jahren Haft verurteilt, weil er seinen 48-jährigen Nachbarn mit zehn Messerstichen getötet hatte - der Täter erklärte, er habe in Notwehr gehandelt, weil sein Opfer ihn unsittlich berührt haben soll.

Der Vorfall ereignete sich am 18. Februar im Wiener Bezirk Hietzing. Der arbeitslose Installationstechniker Stefan S. erklärte im Verfahren, er sei damals gegen 1 Uhr morgens in alkoholisiertem Zustand zu seinem Nachbarn gegangen, mit dem er auch befreundet gewesen sei. Allerdings habe er Angst vor schwuler Anmache gehabt und deshalb ein 20 Zentimeter langes Küchenmesser mitgenommen - nur zur Verteidigung, wie S. beteuerte.

Er gab dann an, dass das spätere Opfer Thomas B. ihn unsittlich berührt habe. "Ich war in Panik, und es hat mir, ehrlich gesagt, auch gegraust", erklärte der Täter im Verfahren nach Angaben der Nachrichtenagentur APA. Wegen der Fummeleien habe er unkontrolliert auf den Nachbarn eingestochen. Dabei verletzte er Lunge, Herz und die Hauptschlagader, so dass der Notarzt nichts mehr für das Opfer tun konnte.

Täter ist voll zurechnungsfähig

Ein Gerichtspsychiater attestierte dem Täter zwar eine kombinierte Persönlichkeitsstörung, allerdings sei er zur Tatzeit voll zurechnungsfähig gewesen. Er habe vom Tatabend auch trotz seines erheblichen Alkoholkonsums keine Erinnerungslücken.

Die Freundin des Angeklagten beschreibt die Beziehung der Nachbarn als kompliziert: "Es war schon ein bisserl eine eigenartige Freundschaft, vor allem materiell", sagte die 47-Jährige. Sie glaubt nicht, dass der Nachbar versucht hat, ihren Freund zu verführen: "Homosexuelle Übergriffe sind völlig ausgeschlossen, dazu wäre er viel zu ruhig und zurückhaltend gewesen."

In den letzten Jahren hat es immer wieder Prozesse gegeben, in denen sich der Täter auf eine "Gay Panik"-Verteidigung berief. Diese Strategie besagt, dass die aggressive Homosexualität des Opfers den Täter zur Tat gezwungen habe. Insbesondere in den USA waren eine solche Verteidigung immer wieder erfolgreich - so wurde etwa 2009 ein Mann aus Chicago freigesprochen, obwohl er einen Schwulen mit 61 Dolchstichen getötet hatte (queer.de berichtete). (dk)



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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.09.2011, 13:56h
  • Lebenslänglich wäre besser gewesen! Wann fällt denn die Justiz dort endlich mal ein vernünftiges Strafmaß???
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#2 daVinci6667
  • 13.09.2011, 15:50h

  • Ich denke das Urteil ist schon richtig, wenn man ihn denn auch wirklich 20 lange Jahre hinter Gittern schmoren lässt.
    Kommt der raus, hat er schon Pension, vermutlich eine sehr, sehr kleine Rente. Was für ein armseeliges, verpfuschtes Leben!
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#3 schwulenaktivist
  • 13.09.2011, 15:55h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Es ist interessant, wie die Leute immer lebenslänglich fordern, wenn sie sich schämen, die Todesstrafe zu fordern.
    Jemand der das einfach so postet, muss wohl selber ein Problem haben. Er fragt sich aber nie, wieso er selber nicht in so einem Gremium sitzt...
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#4 seb1983
  • 13.09.2011, 17:04h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Lebenslänglich heißt nie wirklich lebenslänglich, in Deutschland, und in Österreich scheints nach kurzem Recherchieren ähnlich zu sein, beträgt sie mindestens 15 Jahre, dann kann um Begnadigung ersucht werden.
    Im Schnitt sind es 17-20 Jahre, bei besonderer Schuld 23-25 Jahre Haftdauer.

    Wenn sich Anklage und Verteidigung nicht wie in den USA gegenseitig mit "hate crime" und "gay panic" herumschlagen, und offensichtlich zieht sowas ja nicht und Wien und hoffentlich auch dem Rest von Europa, ist das Strafmaß angemessen.
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#5 Audi5000Anonym
  • 13.09.2011, 17:55h

  • Ich halte auch nichts von der Todesstrafe. Wem ist damit Geholfen? Ausserdem hat keiner, auch nicht ein Gericht das Recht jemandem das Leben zu nehmen. Auch keinem Mörder! Aber, man könnte solche Leute für die Allgemeinheit Schufften lassen bis die Knochen Krachen. Arbeiten die kein anderer machen will damit sie wenigstens einen Teil an der Gesellschaft wieder gut machen. Weil 20 Jahre Knast, oder Lebenslänglich bei bester Verpflegung zumindest bei uns, hat ein Mörder nicht Verdient!
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#6 ManuelAnonym
  • 13.09.2011, 18:20h
  • Selbst wenn es eine unsittliche Berührung gab, ist das kein Grund zum Mord.

    Der andere ist tot - für immer. Insofern sind 20 Jahre Haft mehr als angemessen. Zumal viele ja eh schon viel früher rauskommen.
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#7 daVinci6667
  • 13.09.2011, 18:39h

  • Antwort an #5Audi5000
    "Weil 20 Jahre Knast, oder Lebenslänglich bei bester Verpflegung zumindest bei uns, hat ein Mörder nicht Verdient!"

    Ein Leben hinter Gittern ist kein Zuckerschlecken! Natürlich können die Insassen heutzutage die Zelle persönlich einrichten, selbst digitales TV wird oft von der Allgemeinheit bezahlt. Das Problem ist nicht die Zelle, oder die Gitter an den Fenstern, auch nicht die Wärter die sich meistens korrekt verhalten, sondern die Mitgefangenen. Der allerschlimmste kriminelle Abschaum wird zusammen an einem Ort konzentriert. Das nennt man dann Gefängnis. Entsprechend ist der Alltag dort oftmals von Drogen, Brutalität, Intrigen und Grausamkeiten zwischen den Gefangenen geprägt! Wäre jemand nicht schon kriminell, würde er es dort sicher werden! Ein "Leben" dort ist sicher die Hölle auf Erden! Trotz TV und viel viel Freizeit, alles andere als Ferien!
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#8 Audi5000Anonym
  • 13.09.2011, 20:28h

  • Ok, noch ein Argument! Und warum geht's im Knast so zu? Weil sie nicht Ausgelastet sind! Also Drecksarbeiten bis zum Umfallen und schon ist Ruhe. Ja ich weis wie sich das Anhört, aber diese braune Einstellung hab ich nicht! Hier geht es um Verbrecher.
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#9 alexander
  • 13.09.2011, 21:21h
  • geradezu absurd !
    da ist einer mit seinem nachbarn befreundet, von dem er weiss, dass er schwul ist !
    geht dann nachts um 1:00h, angesoffen zu ihm, warum ? nimmt aber ein 20cm langes küchenmesser mit, aus vorsicht ? (mach ich auch immer! falls einer "nicht" will !)
    und dann die "unsittliche berührung "? der lacher schlechthin !
    der bengel brauchte kohle und wurde selbst "aufdringlich" ! und dann noch 10 messerstiche ?

    der typ gehört nun wirklich in den knast, wegen mord !
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#10 dem schliesserAnonym
  • 13.09.2011, 21:32h
  • Antwort auf #7 von daVinci6667
  • aufschlussreich: #2 u.# 7

    "Kommt der raus, hat er schon Pension, vermutlich eine sehr, sehr kleine Rente. Was für ein armseeliges, verpfuschtes Leben!"

    "Ein "Leben" dort ist sicher die Hölle auf Erden! "
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