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William Flowers (links) mit Partner Jim Evans bei einem Ausflug mit seinen Kindern und zwei Schulfreunden

In Houston sorgt ein Urteil für Empörung, das besagt, dass ein schwuler Mann die drei Kinder seines Ehepartners nicht alleine sehen darf.

William Flowers und Jim Evans planen, gegen dieses Urteil Berufung einzulegen. Unterstützer des Paares haben bereits am Freitag, am Tag der Urteilsverkündung, vor dem Gerichtsgebäude in der texanischen Metropole protestiert.

Richter Charley Prine hat angeordnet, dass Flowers die Kinder nur alleine mit Personen lassen darf, die mit ihm verwandt sind. Das schließt auch seinen Ehemann ein, den er 2010 in Connecticut geheiratet hatte. Einzig mit Zustimmung seiner ehemaligen Ehefrau wären Ausnahmen möglich. Laut Flowers würde sie aber nie ihre Zustimmung geben, da sie "nicht einmal die Kinder mit mir allein lassen wollte." Das Urteil gilt selbst in Texas als höchst außergewöhnlich, weil es offenbar nur wegen der unkonventionellen Ehe des Vaters erlassen wurde.

Youtube | Bericht im Lokalfernsehen

Die Ausgangslage: Flowers hat sich von seiner Frau 2004 scheiden lassen. Damals stimmte er zu, dass sie das Sorgerecht erhalten sollte. Später eskalierte der Streit des Ex-Paares - und Flowers klagte dafür, das volle Sorgerecht zu erhalten, ist damit aber gescheitert.

Texas verbietet seit 2005 die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Ehen, selbst wenn diese in den USA geschlossen worden sind. Das wurde damals basisdemokratisch abgesegnet: Bei einem Volksentscheid stimmten 76 Prozent der Wähler für das Verbot der Ehe für Schwulen und Lesben. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.09.2011, 18:10h
  • Texas ist einer der homophobsten Bundesstaaten der USA und ausgerechnet in dessen Hauptstadt Houston sorgt nun ausgerechnet ein Richter mit seinem Urteil für Empörung! Das Ganze hört sich sehr paradox an, war ich doch eher der Ansicht, daß das Urteil in Houston Begeisterungsstürme auslöst. Dennoch kann ich das Urteil überhaupt nicht verstehen und wenn ich die beiden wäre, dann würde ich in einen anderen Bundesstaat, welcher die Homoehe akzeptiert, umziehen!
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#2 HinnerkAnonym
  • 15.09.2011, 10:39h
  • Eigentlich könnte man jetzt sagen, dass bei den USA nichts mehr verwunderlich ist.

    Aber die aktuellen Demoverbote zum Papstbesuch zeigen ja, dass auch die deutsche Justiz fest in der Hand der Kirche ist.
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#3 Knueppel
  • 15.09.2011, 11:42h
  • Hexenjagd im 21. Jahrhundert!
    Noch ganz dicht da drüben in Texas?

    Da haben wir ihn wieder, den bösartigen "Generalverdacht", unter den z.B. die "notorischen Kinderschänder der Katholischen Kirche" Schwule stellen: "Eine Gefahr für Kinder"

    Haltet mich zurück, bevor ich "gewalttätig" werde
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#4 EikeAnonym
  • 15.09.2011, 15:56h
  • Die USA waren zu weiten Teilen immer schon erzkonservativ. Aber auch in Europa inkl. Deutschland ist der konservative Rollback in vollen Gange!!

    Wehret den Anfängen!
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#5 spaghettimonsterAnonym
  • 16.09.2011, 00:38h
  • arg. aber diese methoden sind längst bekannt: solange es einen gemeinsamen feind gibt, herrscht friede, freude, eierkuchen. ein gemeinsames feindbild schweißt die menschen zusammen. kommt das irgendjemandem bekannt vor? wir wissen alle, welcher genauso böse wie gerissener mensch diesen grundsatz leider nicht nur kannte, sondern auch gezielt einsetzte. in amerika, die das durch den großen teich einfach "verpennt" hatten, bildete sich auch keine front, die das denken in hassbildern einmal überdenkt und davon abschwört. (nennenswerte erfolge sind in texas zumindest keine bekannt)wie man bei rick perry sieht, wirkt diese strategie sogar im wahlkampf. traurig.
    aus wut/ärger habe ich jetzt keine lust, diesen beitrag zu ordnen. die gedankliche ausarbeitung darf der leser fortführen.
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#6 EnyyoAnonym
  • 16.09.2011, 09:57h
  • Was den Unsinn des Urteils angeht, stimme ich Euch natürlich zu - habe aber auch Verständnis für die Frau, die masslos von ihrem Gatten enttäuscht wurde: warum muss ein Schrankschwuler (oder "Bi") zu Beginn des 21. Jahrhunderts erst mal drei Kinder in die Welt setzen bis er endlich erkennt, dass er auf dem falschen Ufer ist?

    Die Vorstellung, dass der Partner, den man glaubt zu kennen und mit dem man alt werden möchte plötzlich(?) das Lager wechselt und anstatt schwul zu sein anfängt mit Frauen herum zu machen, würde hier doch sicher ebenso wie mich auch den ein oder anderen abstoßen?

    Das hat natürlich nur bedingt mit dem Urteil zu tun, bringt aber m.E. etwas Verständnis für die Frau, die derart erschüttert wurde, dass sie jetzt vor allem ihre Kinder meint vor weiteren unvorhersehbaren Überraschungen schützen zu müssen.
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