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"Religionsfreiheit"

PayPal hält an Homo-Hassern fest


Auch die rumänische Gruppe Noua Dreaptă darf via PayPal für Spenden werben (Bild: allout.org)

Der Bezahldienst PayPal will weiter Kunden für homophobe Gruppen anbieten und beruft sich dabei auf die Religionsfreiheit.

Eine Sprecherin von PayPal reagiert damit erstmals auf eine Petition. Darin fordern inzwischen rund 35.000 Unterzeichner, dass PayPal geschäftliche Beziehungen mit zehn Gruppen beendet, die meist aus religiösen Gründen Stimmung gegen Schwule und Lesben macht (queer.de berichtete). Unter ihnen befinden sich etwa die rumänischen Nationalisten von Noua Dreaptă, die in Rumänien und Moldawien Angriffe auf CSDs geplant haben und mit der NPD zusammenarbeiten. Die meisten anderen Gruppen kommen aus den USA und machen Schwule etwa für den Nazi-Terror verantwortlich oder beschimpfen sie als Kinderschänder, die durch Vergewaltigungen neue "Mitglieder" rekrutierten.

"PayPal erlaubt die Nutzung der Dienste nicht, wenn für Hass, Gewalt oder Intoleranz gegenüber bestimmten Rassen geworben wird", behauptet die PayPal-Sprecherin nach Angaben von "Pink News". Der Konzern nehme diese Regel sehr ernst. "Aber wir müssen auch das Recht auf freie Meinungsäußerung und Religionsfreiheit beachten. Diese beiden Punkte stehen miteinander in Konflikt und wir versuchen, sie so objektiv wie möglich miteinander abzuwägen."

Bankkundengeheimnis wird geschützt

Zu einzelnen Organisationen wollte sie wegen des "Bankkundengeheimnisses" nicht Stellung nehmen - jedem, der gegen die Nutzungsbedingungen verstoße, werde jedoch das Konto gekündigt.

Die Gruppe AllOut, die die Petition initiiert hat, kritisiert, dass PayPal mit zweierlei Maß messe: So sei der rassistische Ku Klux Klan von PayPal abgelehnt worden. Organisationen, die auf die gleiche Art gegen sexuelle Minderheiten hetzten, würden dagegen mit offenen Armen empfangen. Der Bezahldienst hat außerdem andere umstrittene Gruppen abgelehnt, so etwa die Enthüllungsplattform WikiLeaks. (dk)



#1 AndiAnonym
  • 15.09.2011, 11:56h
  • Paypal ist (zumindest in diesem Kontext) das falsche Feindbild. Wir haben uns bei Wikileaks zurecht drüber aufgeregt, das Paypal – das ja durchaus eine marktberherrschende Stellung hat – einfach hier den Geldkanal zumacht. Der Aufruf hier mit den Homohassern das gleiche zu tun, erinnert mich ein bisschen an die Forderung der Sinti und Roma die Netzsperren – die damals noch im Gespräch waren – auch gegen Hassseiten einzusetzen.

    Zensur und ihre Spielarten, zu denen auch Verweigerung von Zahlungsdienstleistungen gehört, sollten niemals eine Option sein. Homo-Hasser müssen mit einer Stärkung von Vielfältigkeit und Toleranz in der Gesellschaft bekämpft werden, nicht mit Verboten und Zensur. Zuletzt stilisieren die sich dann nur wieder zum Opfer und versuchen auf der Sympathie-Welle für Wikileaks zu reiten.
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#2 HinnerkAnonym
  • 15.09.2011, 12:20h
  • Aha, wer kubanische Produkte verkauft, wird von Paypal erpresst, diese nicht mehr zu verkaufen, weil er sonst rausgeschmissen wird (deswegen hat die Drogeriekette Rossmann schon selbst Paypal rausgeschmissen, weil sie sich nicht erpressen lassen).

    Aber wer Hass verbreitet, darf das unter dem Mäntelchen der "Religionsfreiheit" ungehindert tun.

    Gut, dass ich dieses zensorischer und noch dazu unsichere Paypal eh nicht nutze. Aber wer das nutzt, muss sich im Klaren sein, dass er Homohasser direkt fördert...
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#3 Simon H.Anonym
  • 15.09.2011, 12:32h
  • PayPal und deren Eignerfirma eBay sind schlicht und einfach Homohasser. Und dann dient "Religionsfreiheit" nur als vorgeschobenes Argument.

    Das schöne ist, dass wir eine enorme Marktmacht haben und diese nur nutzen müssen. Wenn alle Schwulen und Lesben dieser Welt PayPal nicht mehr nutzen würden, würden die Homohasser enorme finanzielle Verluste erleiden. Wer das aber immer noch nutzt, unterstützt mit seinem Geld Homohasser.
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#4 MarcAnonym
  • 15.09.2011, 12:51h
  • Antwort auf #3 von Simon H.
  • Ja, wir sind sowas auch ein wenig selber Schuld!

    Viele von uns sind sich gar nicht ihrer Marktmacht in der Masse bewusst. Wir sollten unsere Marktmacht viel mehr einsetzen, denn Geld wirkt selbst bei Leuten, wo Fakten und Argumente nichts bringen.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.09.2011, 13:13h
  • Was hat Homophobie mit Religionsfreiheit zu tun? Paypal gehört zu den sichersten Bezahldiensten in der Welt, nur verstehe ich die Argumentation des Unternehmens nicht!
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#6 Wyndakyr
  • 15.09.2011, 15:04h
  • Dann will ich aber auch im Rahmen der Religionsfreiheit dem atztekischen Gott Huitzilopochtli Menschenopfer (seine "Leibspeise laut Wikipedia "Kriegsgefangene von benachbarten feindlichen Völkern") darbringen. Am besten gleich mal mit dem evangelikalen Gesocks in Amiland anfangen...
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#7 EikeAnonym
  • 15.09.2011, 15:46h
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Was veranlasst Dich zu der Aussage, Paypal sei sicher? Deren Eigenwerbung?

    Lies mal den Heise Newsticker & Co, dann weißt Du, wie unsicher Paypal ist. Und dass die sich auch einen Dreck um Datenschutz kümmern - so haben die z.B. mal in Seattle die Daten aller Käufer "schwuler" Artikel an die Polizei gegeben, weil die Polizei das für irgendwas haben wollte.

    Und kombiniert mit deren Homophobie verstehe ich nicht, wie Leute das noch nutzen können. Kein Schwarzer würde die Dienstleistung einer homophoben Firma nutzen. Deswegen sind Schwarze auch rechtlich gleichgestellt und Schwule nicht. Weil wir einfach nicht so konsequent sind und uns zwar gerne über so Sachen aufregen, aber dann doch zu bequem sind, wirklich was dagegen zu tun. Dabei wäre es so einfach...
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 IT'lerAnonym
  • 15.09.2011, 18:56h
  • Antwort auf #8 von FoXXXyness
  • Meine Güte, der bezieht seine Aussage tatsächlich aus der ComputerBILD...

    Diejenigen, die zwei baugleiche Drucker schon mal verschieden bewertet haben, weil der eine Hersteller Werbung schaltete und der andere nicht.

    Und mal ganz abgesehen davon:
    bei gerade mal 5 Online-Payment-Anbietern mit "befriedigend" auf dem ersten Platz zu landen, ist wohl eher ein Beispiel dafür, dass unter den Blinden der Einäugige König ist. (Zumal z.B. bei der Einzelwertung Datenschutz andere besser abgeschnitten haben.)

    Würdest Du mal lieber vernünftige IT-Medien lesen, dann wüsstest Du, wie unsicher PayPal ist und wieviele PayPal-Opfer es bereits gibt.

    Aber das Halbwissen aus BILD & Co verbreitest Du hier ja immer gerne...
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#10 EikeAnonym
  • 15.09.2011, 19:14h
  • Antwort auf #8 von FoXXXyness
  • Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder?

    Du begründest jetzt nicht eine Aussage über IT-Sicherheit mit einem Artikel aus der ComputerBILD...

    Zumal PayPal dort nur ein Befriedigend bekommen hat. Und zumal mehr als die Hälfte der Note aus Verbreitung, Kosten, Benutzerfreundlichkeit, etc. gebildet wird.

    Und zumal ein anderer Anbieter besser abgeschnitten hat, aber dann kurzerhand "außer Konkurrenz" lief.

    Sorry, aber wer Computer BILD als Quelle nennt, noch dazu beim Thema Sicherheit und Datenschutz, hat sich bei jedem, der nur einen Funken Ahnung hat, schon selbst disqualifiziert.
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