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Bewegungs-Pionier

Berlin erinnert an Fritz Flato


Einweihung der Stele in der Kommandantenstraße in Berlin-Kreuzberg (Bild: LADS)

In der Kreuzberger Kommandantenstraße 62 erinnert jetzt eine Gedenkstele an den schwulen Bewegungs-Pionier und Rechtsanwalt Dr. Fritz Flato (1895-1949).

In seiner Kanzlei bot Flato in den 1920er Jahren Rechtsberatung für Homosexuelle an und verteidigte sie vor Gericht. Verlage und Autoren vertrat er in Zensurverfahren zum Schutz der Jugend vor der so genannten "Schundliteratur". Wegen seiner jüdischen Herkunft musste er 1935 emigrieren.

Die jüngst durch den Staatssekretär für Soziales, Rainer-Maria Fritsch, und Jan Stöß, den Bezirksstadtrat für Kultur in Friedrichshain-Kreuzberg eingeweihte Stele würdigt das Engagement des schwulen Juristen Fritz Flato für die Akzeptanz von Schwulen und Lesben in den 20er Jahren. Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte hat das Grundstück für das Denkmal zur Verfügung gestellt.

Deutsches Rotes Kreuz übernimmt Patenschaft

Die Patenschaft sowie die künftige Pflege der Stele übernimmt der Landesverband Berlin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Dieser ist aktiv im Bündnis gegen Homophobie, einem durch den LSVD Berlin Brandenburg koordinierten Zusammenschluss aus Unternehmen und Organisationen. Mit der Pflege der Stele in den nächsten fünf Jahren ist die Behindertenwerkstatt Nordberliner Werkgemeinschaft beauftragt. (pm)