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Begehrtes Sammlerobjekt

KLM-Huisjes mit Schuss


Der Inhalt dieser Häuschen reicht für einen feuchtfröhlichen Abend

Die bislang 91 KLM Blue Delft Houses haben sich zu wahren Sammlerstücken entwickelt - besonders unter Schwulen sind die Miniaturhäuser der weltweit homofreundlichsten Airline beliebt.

Von Carsten Weidemann

Comedienne Pam Ann lässt an den meisten Airlines kein gutes Haar. Doch wenn es um die traditionellen KLM-Huisjes geht, ist sie Feuer und Flamme: Auf der Bühne turnt die Australierin in Stewardessen-Uniform mit verschiedenen Miniaturen hin und her und lädt Zuschauer auf die Bühne ein, die dann den Inhalt austrinken dürfen - Genever mit einem potenten 35-prozentigen Alkoholanteil.

Die acht bis elf Zentimeter hohen Häuschen werden bei der niederländischen Fluglinie jeweils in der Business-Klasse von (echten) Flugbegleiterinnen und Flugbegleitern verteilt. Alle sind im traditionellen Blau der südholländischen Stadt Delft angefertigt. Die Geschichte der Häuser reicht bis ins Jahr 1952 zurück. Damals durften Fluggesellschaften keine Geschenke an ihre Kunden ausgeben, weil das als unlauterer Wettbewerb galt. KLM umging dieses Verbot aber mit den kleinen Häuschen. Immerhin, so argumentierte die Fluglinie, gebe es keine Regulierung darüber, wie alkoholische Getränke serviert werden müssen.

Youtube | Pam Ann stellt die Delft-Häuschen von KLM vor

Jeder KLM-Geburtstag bedeutet ein weiteres Haus


Haus Nummer 85 aus Curaçao - KLM bietet ganzjährig Verbindungen auf die gayfriendly Karibikinsel

Inzwischen feiert die Airline mit einem neuen Haus jedes Jahr ihren Geburtstag. Am 7. Oktober 1919 wurde KLM gegründet. Damit umfasst die Kollektion bereits 91 Häuschen - bis am 7. Oktober diesen Jahres Nummer 92 vorgestellt wird. Dabei repräsentiert jedes Haus einen echten Ort. Die Nummer 54 ist beispielsweise das "Parkhuis Frankfort" in der Amsterdamer Prinsengracht, die Nummer 85 ist das Penhahuis in Curaçao, der größten Insel der ehemaligen Niederländischen Antillen.

Die Häuser haben sich inzwischen zu wahren Sammlerstücken entwickelt. Für iPhone und Android gibt es bereits eine eigene App, und sogar via Gayromeo gibt es manchmal Anfragen, ob Vielreisende die Miniaturen zu einem intimen Treffen mitbringen wollen. Auf klm-huisjes.nl gibt es Infos zu allen bisher erschienenen Genever-Behältern. Und hier können auch fehlende Exemplare in der Sammlung nachbestellt werden.