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  • 17.09.2011           25      Teilen:   |

Alice Schwarzer: Endlich offiziell aus dem Schrank



Manche brauchen ein bisschen länger, aber es ist gut, wenn sie es dann doch endlich schaffen, das Private, das eben immer auch politisch ist, ganz selbstverständlich zu benennen, so wie es ist. Alice Schwarzer liebt Frauen, und das ist prima so. Nicht dass es ein großes Geheimnis gewesen ist, schließlich trat die Gründerin der feministischen Zeitschrift Emma in Köln bei offiziellen Anlässen gemeinsam mit ihrer Partnerin auf. Doch auf Nachfragen bezüglich ihrer sexuellen Orientierung gab sie bislang keine Antwort. Was einige lesbische Aktivisten ärgerte. Hatte Alice Schwarzer doch zuvor andere zum beherzten Coming Out aufgefordert, wollte selbst aber nicht voran schreiten.

Nun aber legt die kämpferische Feministin ihre Biografie vor und schreibt darin: "Wir sind ein offenes Paar, aber kein öffentliches. Und so wird es bleiben." Es ist ein Anfang. Und da das Buch "Lebenslauf" nur bis zum Jahr 1977 reicht, damit eine Fortsetzung zu erwarten ist, gibt es für sie eine weitere Chance, sich weiter zu öffnen. (cs)

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Tags: alice schwarzer, coming-out
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Reaktionen zu "Alice Schwarzer: Endlich offiziell aus dem Schrank"


 25 User-Kommentare
« zurück  123  vor »

Die ersten:   
#1
17.09.2011
11:27:00


(+1, 1 Vote)

Von Sebi


"Doch auf Nachfragen bezüglich ihrer sexuellen Orientierung gab sie bislang keine Antwort. Was einige lesbische Aktivisten ärgerte. Hatte Alice Schwarzer doch zuvor andere zum beherzten Coming Out aufgefordert, wollte selbst aber nicht voran schreiten."

Dafür, dass sich viele Lesben so über Alice Schwarzer aufgeregt haben, sind sie ihr wohl ziemlich oft ziemlich kritiklos gefolgt. Was viel Porzellan zerdeppert hat...


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#2
17.09.2011
12:19:15


(-4, 4 Votes)

Von schwulenaktivist
Profil nur für angemeldete User sichtbar


Dass die Alice Sex mit Frauen hat und hatte, bedeutet noch lange nicht, dass sie lesbisch ist! Wieso ziehen Schwule immer wieder die selben falschen Schlüsse aus solchen "Geständnissen". Abgesehen davon, dass "lesbischer Sex" gesellschaftlich eine ganz ANDERE Tradition und Einschätzung hat, ist er auch niemals vergleichbar mit dem schwulen Sex in seinen Auswirkungen auf die Praktizierenden .

Eines aber bestätigt sich auch bei ihr: "Bisexualität" neigt zur Verteidigung fundamentalistischer "heterosexueller Werte"! :P


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#3
17.09.2011
12:52:24


(+1, 1 Vote)

Von Hinnerk


Es ist ja schön, dass Alice Schwarzer mit fast 69 Jahren endlich den Mut hat, zu sich selbst zu stehen.

Aber noch schöner wäre es, wenn sie sich nicht nur für Lesben einsetzen würde, sondern genauso auch für Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle, etc.

Und wenn sie nicht ständig meinen würde, Schwule seien automatisch schlimm, nur weil sie Männer sind.

Und wenn sie nicht ständig intrigieren würde, um Schwule und Lesben gegeneinander auszuspielen. Damit schadet sie nämlich nicht nur Schwulen, sondern auch Lesben...


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#4
17.09.2011
13:13:31


(+1, 1 Vote)

Von Arthas


Frau Schwarzer soll angeblich Bisexuel sein mit einem Hang zum SM. Interessant auch hier:

Link:
de.wikipedia.org/wiki/Alice_Schwarzer#Gegnerschaft
_zum_politischen_Islam


Schwarzer ist Gegnerin des islamischen Kopftuches im öffentlichen Leben, z. B. im Schulunterricht. Sie bezeichnet es als die „Flagge der islamistischen Kreuzzügler“,[36] der „Faschisten des 21. Jahrhunderts“.[37] Im Unterschied zu anderen religiösen Symbolen, beispielsweise dem christlichen Kreuz, stigmatisiere das islamische Kopftuch Frauen, teils unter Zwang, behindere die körperliche Bewegungsfreiheit und sei kein religiöses, sondern ein politisches Symbol.[38] Die Entscheidung einer Frankfurter Richterin, die eheliche Gewalt unter Berufung auf den Koran verharmlost habe, ist nach Überzeugung von Alice Schwarzer „bei weitem kein Einzelfall“. Sie fürchtet eine Aufweichung des bundesdeutschen Rechtssystems und hat den Eindruck, dass gerade im Bereich der Justiz eine falsche Toleranz grassiere.[39]

Anlässlich des 80. Geburtstages von Papst Benedikt XVI. gratulierte sie diesem. Sie sagte, sie habe mit großem Interesse festgestellt, dass er nicht gezögert habe, sich kritisch zum politisierten Islam zu äußern. Natürlich sei sie mit der römisch-katholischen Kirche und ihrem Verhältnis zur Stellung der Frau nicht einverstanden. Aber sie habe die Hoffnung, dass dieser Papst sich etwas mehr als seine Vorgänger vor allem dem Problem der sexuellen Gewalt gegen Frauen stelle.[40]

Dem Islam attestiert Alice Schwarzer eine Wesensverwandschaft zum Nationalsozialismus; Muslime strebten nach der Weltherrschaft und könnten nicht mehr mit den Mitteln der Demokratie gehindert werden: „Die Parallelen zu 1933 drängen sich auf. [...] Ist es noch fünf vor zwölf - oder schon später? Sind die Kreuzzügler auf dem Weg zur islamistischen Weltherrschaft überhaupt noch zu stoppen - und ist die aufgeklärte Welt überhaupt noch zu retten? [...] Die Islamisten [...] werden nicht mehr mit nur demokratischen Mitteln zu stoppen sein.“[41]


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#5
17.09.2011
13:32:18


(+3, 3 Votes)

Von Lydie Weisser
Antwort zu Kommentar #4 von Arthas


diese probleme habe ich mit meinen feministinnen nicht.

gleich am anfang, dann 0:30, dann 0:45.....

Link:
vimeo.com/24760466


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#6
17.09.2011
15:11:12


(+2, 2 Votes)

Von Marek


Da kann ich mich nur anschließen:
Alice Schwarzer hat immer wieder (z.B. bei der Mahnmals-Diskussion) einen Keil zwischen Schwulen und Lesben getrieben.

In erster Linie bleibt sie halt Feministin. Selbst wenn sie dafür Lesben schadet. (Und auch Schwulen, was ihr aber scheinbar egal ist.)

Beispiel Mahnmal: sie hat damals strikt auf ihrer Meinung bestanden (und sich ja dank ihrer Beziehungen auch durchgesetzt), obwohl Überlebende und Historiker ihr Geschichtsklitterung attestiert haben. Übrigens auch viele Lesben...

Diese Frau hat für Schwule und Lesben so viel schlimmes angerichtet, die sollte langsam mal aus der Öffentlichkeit verschwinden.


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#7
17.09.2011
15:49:25


(+2, 2 Votes)

Von Fenek


Was ich auch sehr interessant finde:

Alice Schwarzer ist ja seltsamerweise schon seit einigen Jahren CDU-Fan.

Wahrscheinlich nur, weil mit Frau Merkel eine Frau Bundeskanzlerin geworden ist, denn ansonsten tut die CDU ja alles um ein traditionelles Frauenbild beizubehalten und Frauen bei Gehalt, etc. schlechter zu stellen.

Das zeigt, wie kurzsichtig Frau Schwarzer ist.

Seitdem hat sie aber auch viele CDU-Positionen übernommen. Aber auch da misst sie wieder mit zweierlei Maß. Sie findet es z.B. okay, dass Schwule nicht heiraten dürfen und keine Kinder adoptieren dürfen. Bei Lesben sieht es aber wieder ganz anders aus: da die ja auch selbst Kinder kriegen können, sollen die wohl Kinder adoptieren können. Und Frauen sind für Frau Schwarzer eh viel besser zur Kindererziehung geeignet.

So viel zum Thema Neutralität und Ablehnungen traditioneller Geschlechterbilder.


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#8
17.09.2011
16:12:55


(+2, 2 Votes)

Von lucdf
Aus köln (Nordrhein-Westfalen)
Mitglied seit 04.09.2011


Ein bisschen langsam, die Schwarzer! Ich verstehe dass Privatleben heilig ist aber in dem Fall wäre es ganz nett gewesen, wenn sie ein bisschen mehr Zivilcourage gezeigt hätte.


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#9
17.09.2011
16:34:50


(-1, 1 Vote)

Von ehemaligem User FoXXXyness


Mit Alice Schwarzer tritt nunendlich eine weitere Schrankschwester ins gleißende Coming-Out-Licht und die jahrelange Geheimniskrämerei hat einmal ein Ende!


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#10
17.09.2011
17:06:49


(0, 2 Votes)

Von Fenek
Antwort zu Kommentar #8 von lucdf


"(...) wäre es ganz nett gewesen, wenn sie ein bisschen mehr Zivilcourage gezeigt hätte."

So ist das leider immer schon bei Alice Schwarzer gewesen:
auf den ersten Blick scheint sie sehr engagiert und couragiert.

Wenn man aber genauser hinsieht merkt man ziemlich schnell, dass sie von anderen zwar immer (Zivil-)Courage, Öffentlichkeit des Privaten (Stichwort "Das Private ist öffentlich"), etc. etc. etc. fordert, aber selbst eine Maulheldin ist, die zwar viel von anderen fordert und überall was zu sagen hat, die aber - wenn es drauf ankommt - lieber mit einem Glas Wein zuhause sitzt und Simone de Beauvoir liest.


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