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"Berlin verstehen", mit diesem Slogan wirbt unser Wowi um die Gunst der Berliner, die ihn am Sonntag wählen sollen. Wowi, der große Versteher, mitten im Volk. Da beißt ein Stoffkrokodil in der Kita in seine dicke Nase, eine Oma hält Wowi-Bärs Händchen, beide strahlen. Wowi für die Arbeiter, für Multikulti, für die Jugend und für die Frauen, die alleinerziehenden Väter und die Beamten. Alles ganz menschlich, alles ganz nah. Eine emotionale Kampagne, in der alle Lächeln, die durch die schwarz-weiß-Fotos dokumentarischen Charakter bekommt. So isser, unser Erster.

Nun gut, man hätte vielleicht auch mit harten politischen Themen Wahlkampf betreiben können, gibt ja schließlich genügend Baustellen in der Hauptstadt, auf denen es nicht rund läuft. Der Nahverkehr zum Beispiel. Das S-Bahn-Chaos, der Flughafenausbau, die wirtschaftliche Situation allgemein, der Kampf der alternativen Kultur um ihre Plätze und der Kampf der Theater um ihre Spielstätten, etc, pp.

Na jut, mesncheln sollet, ok. Aber so ganz kuschelig und warm uns Herz wird uns beim Betrachten der Motive nicht. irgendwas fehlt, da war doch was, in Berlin? Irgendeine Bevölkerungsgruppe, die auch eine Rolle spielt in der Hauptstadt. Ach jaaaa: Die Schwulen und Lesben! Mensch, die Kampagnenmanager haben das wohl janz versehentlich vergessen. Wowi auf der Bühne des Motzstraßenfestes neben Ades Zabel zum Beispiel wäre doch ein schönes und dankbares Motiv gewesen. Wowi hält einen Teddy Award in der Hand wäre prima, oder er schlürft nochmal Schampus aus einem Stöckelschuh, nur diesmal einen aus dem Fundus von Nina Queer in der Bar zum Schmutzigen Hobby. Noch einfacher umzusetzen: Wowi in der Cruisingbar! Wir haben das mal auf die Schnelle zusammenmontiert. Sollte es doch noch knapp werden mit dem Stimmenfang am Sonntag, stellen wir den Plakatentwurf gern noch zur Verfügung. Und wenn Wowi ihn nicht möchte, kann ihn ja Renate noch schnell verwenden...




Bericht: Wowereit will in Bundespolitik

Die SPD-Linke hat Klaus Wowereit schon wiederholt als Kanzlerkandidat ins Spiel gebracht - jetzt gibt es Berichte, dass der Regierende Bürgermeister von Berlin 2013 in den Bundestag einziehen will.
Die Piraten wollen Berlin queerer machen

Der Pirat Gerwald Claus-Brunner darf nun im Abgeordnetenhaus Klaus Wowereit Paroli bieten. Im queer.de-Interview erläutert er seine Pläne für die Queer-Politik.
#1 SebiAnonym
  • 17.09.2011, 12:12h
  • Wie ich bereits an anderer Stelle sagte:
    so sympathisch mir Herr Wowereit auch ist, aber ich kann keinen Kandidaten wählen, der sich über die Aushöhlung von Demokratie zum Papstbesuch "freut" und dessen Partei von den Kritikern Zurückhaltung und "Respekt" fordert.

    Wenn man anlässlich des Endes religiöser Neutralität des Parlaments und des Endes der demokratischen Trennung von Staat und Kirche seine demokratischen Grundrechte Rede- und Versammlungsfreiheit nutzt, hat das nichts mit Respektlosigkeit zu tun!!

    Sondern das ist unser RECHT!! Und angesichts der Pervertierung von Demokratie geradezu die PFLICHT eines Demokraten!

    Es ist eher respektlos, demokratische Grundprinzipien infrage zu stellen und bei deren Brechen weg zu sehen oder sich gar zu "freuen" wie Wowereit!

    Und das bei den homophoben, frauenfeindlichen Positionen der katholischen Kirche. Und angesichts jahrzehntelangen Vertuschens von Kindesmissbrauch und viel Leid, das die Kirche mit dem Kondomverbot über die Welt gebracht hat...

    DAS ist RESPEKTLOS...
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#2 yomenAnonym
  • 17.09.2011, 12:50h

  • @1

    es bröckelt an allen fronten

    ml.spiegel.de/article.do?id=785976

    und das ist auch gut und richtig so!
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#3 BurgerBerlinProfil
  • 17.09.2011, 14:22hBerlin
  • Ist dies ironisch gemeint "Die Kampagnenmanager haben das wohl versehentlich vergessen" oder als ernste Aussage. Das ganze ist doch ein bewusstes Kalkül der SPD. Die Schwulen sollen sich doch nicht einbilden, dass der Herr Wowereit sein Stammtischwahlpublikum in ganz Berlin mit einem Plakat mit dem Motiv "schwules Straßenfest" vor den Kopf stößt. Die Person Wowereit weiß genau, an welcher Stelle in der Stadt er sein Grinse-Affen-Lächeln aufsetzt und jedem die Hand schüttelt oder Teddybärchen "Made in China" in die Menge wirft.
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#4 JoonasAnonym
  • 17.09.2011, 16:09h
  • Antwort auf #2 von yomen
  • Tja, nur bringt uns dieser Widerstand gegen die katholische Kirche und den Vatikan in anderen Staaten nicht viel, wenn hier in Deutschland alle Parteien, Justiz, etc. sich dabei überbieten, wer dieser menschenverachtenden Sekte am tiefsten in den Arsch kriechen darf...
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#5 Carsten ACAnonym
  • 17.09.2011, 16:23h
  • Antwort auf #2 von yomen
  • Es ist ein Armutszeugnis für Deutschland, wenn selbst im erzkatholischen Irland der Widerstand gegen die katholische Kirche viel größer und heftiger als hier in Deutschland ist.

    Politiker aller Parteien (inkl. Wowereit) mahnen immer, zu viel Protest gegen den Papst würde dem internationalen Ansehen Deutschlands schaden.

    Ich glaube, es ist eher umgekehrt:
    andere Staaten sind längst viel weiter und es schadet eher dem internationalen Ansehen Deutschlands, demokratische Grundrechte und demokratische Prinzipien für den Papst zu opfern...

    Von CDU, CSU und FDP erwartet man eh nichts anderes. Aber in dieser Frage sind auch die SPD (inkl. Wowereit) und weite Teile der Grünen und der Linkspartei stramm auf einer Linie mit Schwarz-Gelb.
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.09.2011, 16:26h
  • Das untere Wahlplakat kann folgendes bedeuten:

    1. Für die SPD sehe ich schwarz.
    2. Die SPD will die Koalition mit der CDU.
    3. Eine SPD-Veranstaltung in einem Darkroom.

    Wowi soll Regierender Bürgermeister bleiben und wenn er mit Linken und Piraten koaliert!
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#7 ClaasAnonym
  • 17.09.2011, 16:55h
  • Antwort auf #5 von Carsten AC
  • Mich kotzen die etablierten Parteien mit ihrer Papst-Hörigkeit genauso an! Wen wählt man, wenn es einfach keine Alternative mehr gibt und alle dieselbe Meinung vertreten?

    Aber:
    das sollte jetzt nicht dazu führen, dass man aus Protest gar nicht wählt...

    Dann lieber eine chancenlose Partei wählen.

    Die Gründe:
    1. bei Nichtwählern weiß keiner, ob sie aus Protest nicht gewählt haben, oder weil sie zu faul waren, plötzlich was dazwischen gekommen ist, etc. etc.

    2. Nichtwähler verändern nicht die prozentualen Anteile und damit weder die Machtverhältnisse noch die Parteienfinanzierung. Aber wer andere Parteien wählt (egal ob die über die 5%-Hürde kommen oder nicht) verändern aktiv die prozentualen Anteile. Und das ist keiner Partei egal.

    Deshalb sind Nichtwähler denen auch lieber als Wähler, die "Sonstige" wählen. Und wenn dann von den "Sonstigen" sogar jemand über 5% kommt (so hat es bei den Grünen und der Linkspartei auch mal angefangen), dann ist das sogar noch schlimmer für die etablierten Parteien.

    Fazit:

    eh man gar nicht wählt, lieber eine chancenlose Partei wählen (solange es nicht die NPD oder andere Faschos sind).

    Denn damit kann man (im Gegensatz zum Nichtwählen) wirklich was verändern - egal, ob diese Partei über 5% kommt oder nicht.
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#8 Fabian P.Anonym
  • 17.09.2011, 19:22h
  • Antwort auf #7 von Claas
  • Da kann ich mich nur anschließen:
    eh man gar nicht wählt, lieber eine chancenlose Partei wählen (außer NPD, Partei bibeltreuer Christen, etc. ).

    So kann man wirklich Protest ausdrücken und auch Prozentverhältnisse ändern - auch wenn die gewählte Partei es nicht über die 5%-Hürde schafft.

    DAS WICHTIGSTE ÜBERHAUPT IST:

    Dass die FDP unter 5% bleibt. Jedem ist klar, dass das auch das Ende der schwarz-gelben Bundesregierung wäre und es schon im Frühling Neuwahlen geben könnte.

    Leider hat die FDP es wieder mal geschafft, mit Lügen und unhaltbaren Versprechen manche Leute zu verarschen und wieder Aufwind zu bekommen.

    Genau deswegen kommt es auf jede einzelne Stimme an - auch solche für chancenlose Parteien. Denn je höher die Wahlbeteiligung, umso niedriger ist (bei gleicher Absolut-Zahl an Stimmen) der relative Prozentanteil der FDP.

    Nur wenn genug Wählerinnen und Wähler auch wirklich wählen gehen (und sei es auch nur eine chancenlose Partei aus Protest), kann die FDP unter 5% bleiben! Und nur das wird das schnelle Ende der schwarz-gelben Bundesregierung bewirken.
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