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  • 21. September 2011, noch kein Kommentar

Gewann zahlreiche renommierte Preise: Sol Gabetta

Für das neue Album "Il Progetto Vivaldi 2" hat die argentinisch-französische Cellistin drei weitere Concerti eingespielt.

Von Carsten Weidemann

Obwohl im riesigen Konzertschaffen von Antonio Vivaldi die Violine den Schwerpunkt einnimmt, komponierte er nachweislich auch 27 Konzerte für das Violoncello. Ihre Entstehungszeit fällt in Vivaldis Tätigkeit als Instrumentalkomponist für das Mädchenorchester des Ospedale della Pietà in Venedig.

Fünf Cellokonzerte Vivaldis hatte die argentinische Cellistin Sol Gabetta bereits 2007 aufgenommen. Jetzt hat sie drei weitere Vivaldi-Concerti eingespielt. Begleitet wird sie von der Cappella Gabetta, die sie zusammen mit ihrem Bruder, dem Violinisten und Dirigenten Andres Gabetta gegründet hat. Das Barockensemble setzt sich aus handverlesenen und befreundeten Alte Musik-Spezialisten u.a. aus dem Kammerorchester Basel, dem "Orchestre Baroque de Limoges" und Il Giardino Armonico zusammen. Auf dem ersten gemeinsamen Aufnahmeprojekt sind neben einer Sonate aus der Feder des "roten Priesters" Vivaldi zwei Konzerte von Zeitgenossen Vivaldis zu hören - darunter als Weltersteinspielung das Cello-Konzert von Giovanni Battista Platti (1697-1763).

Virtuose Ansprüche, schwungvolle Tempi und anmutige Kantilenen

Die eingespielten Werke verbinden virtuose Ansprüche, schwungvolle Tempi und anmutige Kantilenen. Darüber hinaus sind sie Beleg, wie schnell die Werke italienischer Barockkomponisten auch an deutschen Fürstenhöfen populär wurden. Bis auf das fünfsätzige (!) Konzert des Neapolitaners Leonardo Leo (1694-1744) stammen die aufgenommenen Kompositionen aus der Notensammlung des Grafen Rudolf Franz Erwein von Schönborn (1677-1754), eines Musikliebhabers des frühen 18. Jahrhunderts. Schönborn war nicht nur ein ausgezeichneter Cellist, der während seiner Studienzeit in Rom auch Corelli begegnet war. In Rom legte der spätere Diplomat den Grundstock für seine einzigartige Notenbibliothek im Schloss Wiesentheid/Unterfranken. Das weltersteingespielte Cellokonzert in d-Moll hatte Giovanni Battista Platti für den Grafen geschrieben. Eine besondere Rarität ist außerdem Vivaldis Cello-Sonate g-Moll. Das Sarabanden-Thema im 3. Satz erinnert erstaunlich an die Sarabande aus Johann Sebastian Bachs 2. Suite für Violoncello solo.

Sol Gabetta startete ihre Karriere 2004, als sie den renommierten "Crédit Suisse Young Artists-Award" gewann, eine der höchst dotierten Auszeichnungen für junge Musikerinnen und Musiker. Die Preisträgerkonzerte im Herbst 2004 mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Valery Gergiev öffneten Sol Gabetta die Türen zur Musikwelt. Zahlreiche Ihrer CDs wurden mit Preisen ausgezeichnet u.a. dem Echo Klassik, dem Gramophone Award und dem argentinischen Gardel Award.

Vimeo | Kostprobe aus dem neuen Album