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AllOut.org sammelt weiter Unterschriften, damit PayPal allen homophoben Gruppen kündigt

Nach Protestaktionen von Homo-Aktivisten hat der Bezahldienst PayPal vier Konten von homophoben Organisationen gekündigt - sechs Hass-Gruppen dürfen aber über PayPal weiter Spenden sammeln.

Vorausgegangen war eine vor zwei Wochen gestartete Online-Petition der Homo-Gruppe allout.org, die inzwischen von mehr als 37.000 Menschen unterschrieben wurde. In der Petition wird PayPal aufgefordert, keine Organisationen zu unterstützen, die Stimmung gegen Homosexuelle machen. Zu den ausgeschlossenen Gruppen gehört unter anderem die rumänischen Nationalisten von Noua Dreaptă, die Gewaltaktionen gegen CSDs geplant haben. Außerdem erhalten die "Dove World Outreach Ministries" des protestantischen Pfarrers Terry Jones kein Geld mehr über den Bezahldienst. Jones, der bis 2008 die fundamentalistische "Christliche Gemeinde Köln" leitete, ließ vor seiner Kirche unter anderem ein Schild mit der Aufschrift "No Homo" anbringen. Er wurde vergangenes Jahr weltbekannt, als er ankündigte, am 11. September 2010 in seiner Heimatstadt Gainesville in Florida Koranausgaben verbrennen zu wollen.

PayPal lässt Gruppe zu, die Schwule als Vergewaltiger bezeichnet

PayPal äußert sich traditionell nicht zu einzelnen Kunden, da dies gegen das Bankkundengeheimnis verstoßen würde. Daher ist nicht bekannt, warum der Bezahldienst weiterhin sechs der kritisierten Gruppen als Kunden behalten hat. Dazu zählen unter anderem eine lettische Kirchengemeinde, die Schwulen vorwirft, Männer durch Misshandlungen und Vergewaltigungen zum homosexuellen "Lebensstil" zu verführen. Auch der von der Menschenrechtsorganisation "Southern Poverty Center" als Hassgruppe eingestufte Verein "Americans for Truth About Homosexuality" wird weiterhin von PayPal finanziell unter die Arme gegriffen. Dabei kämpft die Gruppe unter anderem darum, Schwule und Lesben durch Outings von politischen Ämtern fern zu halten. So erklärte Vereinspräsident Peter LaBarbera: "Die Wähler haben ein Recht darauf zu erfahren, ob ein Politiker ein Schürzenjäger ist - sie haben auch ein Recht zu erfahren, ob er unmoralisches homosexuelles Verhalten an den Tag gelegt hat."

Die Gruppe AllOut kritisiert in ihrer Petition, dass PayPal bei Homophobie beide Augen zudrücke, während es an anderer Stelle hart durchgreife: So sei der rassistische Ku Klux Klan sofort von PayPal abgelehnt worden. Der Bezahldienst hat außerdem andere umstrittene Gruppen ausgeschlossen, so etwa die Enthüllungsplattform WikiLeaks. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 MariusAnonym
  • 22.09.2011, 18:44h
  • PayPal reagiert immer erst dann, wenn es an deren Profite geht. Und auch dann machen sie nur gerade das nötigste um sich irgendwie rauszuschlängeln.

    Was sind 4 gesperrte Konten, wenn 6 weiterhin genutzt werden?
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