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Ryan Idol alias Marc Anthony Donais: Links Anfang der 90er während eines Porno-Shootings, rechts 2009.

Ryan Idol, der in den 90er Jahren zu den bekanntesten Darstellern in schwulen Pornos gehörte, wurde in Kalifornien wegen versuchten Mordes an seiner Freundin verurteilt.

Die Geschworenen der Verhandlung in Sacramento sahen es am Mittwoch als erwiesen an, dass der 45-Jährige (bürgerlicher Name: Marc Anthony Donais) versucht hatte, seine Freundin mit dem Deckel eines Toiletten-Spülkastens zu erschlagen. Die Tat ereignete sich am 5. September 2009. Die 41-jährige Frau sagte während des Verfahrens aus, dass sie mit Idol Schluss gemacht habe. Daraufhin sei der frühere Pornostar, der eigenen Angaben zufolge bisexuell ist, in ihre Wohnung in West-Sacramento eingebrochen, während sie gerade badete. Ihrer Aussage zufolge habe Idol gleich damit gedroht, sie zu töten.

Idol sagte dagegen aus, er habe in Notwehr gehandelt; seine Freundin habe ihn mit einem Messer bedroht. Die Jury sah diese Version aber als Lüge an.

Idol gewann 1994 den Porno-Preis "GayVN Award"

Die Karriere von Idol begann 1989, als er im Magazin "Playgirl" zum "Man of the Month" ernannt wurde. Von 1990 bis 1997 drehte er daraufhin mehrere schwule Pornofilme, die meist seinen Namen im Titel trugen. Er arbeitete unter anderem für die Starregisseurin Chi Chi LaRue. 1994 erhielt er als bester Darsteller des Jahres den Porno-Preis "GayVN Award" für seinen Film "Idol Country". Daraufhin versuchte er sich als Theaterschauspieler. 2007 hatte er sein Broadway-Debüt mit dem Stück "Crisco Patron".

Idol hatte 2008 bereits Probleme mit dem Gesetz. So hat 30.000 Dollar von einer Hilfsorganisation für Computerreparaturen erhalten, obwohl er in diesem Bereich keine Ausbildung hat. Es konnte nie aufgeklärt werden, wofür er bezahlt wurde. Die Hilfsorganisation hatte sich zum Ziel gesetzt, Computer an arme Kinder zu verteilen.

Das Strafmaß soll erst im Dezember verkündet werden. Idol droht eine lebenslange Haftstrafe. (dk)



#1 GeeertAnonym
  • 22.09.2011, 13:55h
  • Ein tolles Vorbild für junge Leute!
    Jetzt werden sich schwule Männer dreimal überlegen, ob sie sich outen, denn nach diesem Fall wird Schwulsein wieder mal mit dem Mordgewerbe in einem Atemzug genannt werden.
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#2 er istAnonym
  • 22.09.2011, 14:09h
  • Antwort auf #1 von Geeert
  • ja sehr offensichtlich nicht schwul.

    sondern eine arme, von aggressionen und selbstzweifeln durchsetzte zwangsheterosexualisierte gestalt.

    kommt dir das vom prinzip her nicht irgendwie bekannt vor?
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 22.09.2011, 15:32h
  • Wenn er erst einmal im Knast sitzt, dann hat er genügend Zeit, über sein verpfuschtes Leben mal nachzudenken!
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#4 Heio Anonym
  • 22.09.2011, 15:52h

  • Er bezeichnet sich als bi, die Lebenspartner von Bisexuellen sind aber meistens gegengeschlechtlich, wie auch bei ihm. Und da sage nochmal einer es gäbe keinen heterosexistischen, gesellschaftlichen Zwang...
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#5 finkAnonym
#6 gniwerjProfil
  • 22.09.2011, 18:06hdortmund
  • Große Klasse Leute. Da wäre fast 'n Mensch gestorben und hier läuft's mal wieder auf bi-bashing hinaus. Großes Lob dafür, echt Oo

    Abgesehen davon: Welche gesellschaftlichen Zwänge denn jetzt wieder? Sie wollte sich von Ihm trennen und er war sauer. Was gibt's denn daran misszuverstehen? Niemand hat ihm die Rolle als ihr Freund aufgezwungen, er war schon längst "out" und hätte überhaupt keinen Grund gehabt, sich selbst zu belügen.
    So schwierig ist das doch nicht zu verstehen oder? ;)
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