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Bei den Debatten der republikanischen Präsidentschaftskandidaten geht es hart zur Sache: Es gibt immer Aufregung im Publikum, wenn es um konservative Herzensthemen geht. So fragte ein Moderator vor zwei Wochen den Kandidaten Ron Paul, ob ein nicht krankenversicherter Mann nach einem Unfall behandelt werden soll. Noch vor einer Antwort johlte das Publikum: "Let him die" (Lasst ihn sterben). Keiner der Kandidaten wagte es, diesem "Tea Party"-Aufruf zu kritisieren.

Das Thema Homosexualität ist bei den treuen Parteisoldaten, die gewöhnlich Tickets für diese Events kriegen, ebenfalls ein "Let him die"-Moment. Das zeigte sich in der vom Fox News Channel übertragenen Debatte am Donnerstag. Hier reichte der schwule Soldat Stephen Hill vom Irak aus seine Frage ein, via Youtube: "Planen Sie, den Fortschritt für schwule und lesbische Soldaten wieder in Frage zu stellen?". Das Publikum zeigte sich sofort von seiner "White Trash"-Seite - nach dem Einspieler buhten mehrere Zuschauer den Soldaten aus. Noch beschämender war allerdings die Antwort des früheren US-Senators Rick Santorum, einem der konservativsten Kandidaten in einem konservativen Feld:

Jeder Art sexueller Aktivität hat überhaupt keinen Platz im Militär. Die Tatsache, dass Leute das zu einem Thema machen, dass sie ein derartiges Gesetz im Militär beschließen, dass wir eine Gruppe anerkennen werden und ihnen Sonderrechte zubilligen - ich denke, dass sie so ihre gesellschaftliche Agenda dem Militär aufzwängen wollen, dabei ist die Aufgabe des Militärs, unser Land zu verteidigen. Wir müssen unseren Streitkräften, die ausschließlich aus Freiwilligen bestehen, die Möglichkeit geben, effizient zu sein und unserer Männer und Frauen in Uniform zu schützen. Ich glaube, die Gesetzesänderung untergräbt das.

Offen dienende Schwule und Lesben sind also nach Santorums Ansicht Sex-Maschinen, die an nichts anderes denken, als die armen Kameraden zu besteigen. Auf Nachfrage der Moderatorin Megyn Kelly erklärte Santorum, dass der Fragesteller unter seiner Präsidentschaft schnell wieder seine sexuelle Orientierung verstecken müsste:

Was wir jetzt tun, ist ein gesellschaftliches Experiment mit unserem Militär. Das ist tragisch. Ich würde daher das "Don't ask, don't tell"-Gesetz wieder einführen, wenn ich zum Präsidenten gewählt werde... Es war bislang so, dass Sex kein Thema in den Streitkräften war. Es sollte auch kein Thema sein.

Das Thema Hetero-Sex wird nach Santorums Ansicht also nie im keuschen US-Militär besprochen.

Santorum ist schon seit Jahren so etwas wie die US-Version des CSU-Hardliners Norbert Geis - er hat stets Homo-Rechte abgelehnt mit dem Hinweis, dass er Homosexuelle eigentlich liebt, aber ihre Handlungen sündhaft seien. Deshalb setzte er sich unter anderem dafür ein, gleichgeschlechtlichen Sex wieder unter Strafe zu stellen. Im republikanischen Vorwahlkampf hat er nur Außenseiterchancen. Bei der ersten Abstimmung, der "Straw Poll" in Iowa, belegte er lediglich den vierten Platz.

Die kompromisslose Haltung Santorums regte den Homo-Aktivisten Dan Savage 2003 so auf, dass er in seiner Kolumne das Wort "Santorum" neu definieren wollte - er erhielt von Lesern über 3.000 Vorschläge. Am Ende kam dabei die Seite spreadingsantorum.com heraus, die seit Jahren bei der Google- oder Bing-Suche nach dem Begriff "Santorum" noch vor der Homepage des Politikers auftaucht. Die Neudefinition von "Santorum" findet der Präsidentschaftskandidat übrigens gar nicht witzig - sie lautet: "Die schaumige Mischung aus Gleitgel und Fäkalien, die manchmal ein Nebenprodukt von Analsex ist." (dk)



USA: Homo-Gegner in Aktion

Studenten in den USA erklären auf Facebook, warum sie Homo-Paaren keine Rechte geben wollen – meist ist Gott im Spiel.
#1 ManuelAnonym
  • 23.09.2011, 14:02h
  • Diese Mann ist bereit, für sein Land sein Leben zu riskieren und wird dann auch noch ausgebuht.

    Perverses Land!
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#2 Danny89Anonym
  • 23.09.2011, 14:47h
  • Die Republikaner haben eh nicht mehr alle Kekse in der Dose...

    Die sind mega faschistisch. Hoffe nicht, dass die bei den Wahlen nächstes Mal siegen dann siehts für die armen Schwulen & Lesben dort böse aus...
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#3 Lapushka
  • 23.09.2011, 20:13h
  • "Jeder Art sexueller Aktivität hat überhaupt keinen Platz im Militär. Die Tatsache, dass Leute das zu einem Thema machen, "

    Bei Don't Ask Don't Tell geht es doch aber gar nicht um "sexuelle Aktivität", sondern um offenen Umgang mit der eigenen sexuellen Orientierung.
    Man wurde ja bisher nicht gefeuert, wenn man wilde Orgien in den Baracken gefeiert hat, sondern überhaupt in dem Moment wo bekannt wurde, dass man homosexuell ist.

    Und was sind diese ominösen Sonderrechte die Schwule und Lesben angeblich ständig kriegen? Was für Rechte sind das denn, die andere nicht bekommen?
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.09.2011, 10:43h
  • Die Republikaner und insbesondere die notorische Tea-Party-Bewegung sind ein trauriges Beispiel an Intoleranz und Arroganz, daß es nur so zu Himmel stinkt! Der peinliche Höhepunkt war die Aussage von Ron Paul, daß man Unfallopfer, die überhaupt nicht krankenversichert sind, sterben lassen soll! Im Klartext heißt das, Herr Paul fördert mit dieser unüberlegten Aussage einen Straftatbestand, und zwar den der "Unterlassenen Hilfeleistung! Dafür hätte man IHN ausbuhen sollen, aber das hieße ja "Perlen vor die Säue werfen"!

    Die Amis müssen verhindern, daß solche Subjekte niemals Präsident werden!
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#5 HistorikerAnonym
  • 26.09.2011, 01:23h
  • Am lustigsten ist die Vorstellung, was wohl passieren würde, bewürbe sich heute ein Abraham Lincoln um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner.
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#6 FragezeichenAnonym
#7 stromboliProfil
  • 27.09.2011, 00:55hberlin
  • Antwort auf #6 von Fragezeichen
  • www.queer.de/detail.php?article_id=8343

    die beziehung
    Buchanan und William Rufus King ist historisch von familie und haushälterin belegt.. auch unter politikern ein offenens geheimniss--
    Gore Vidal lässt sich darüber in einem seiner bücher aus.
    Lincoln gilt als kandidat , aber er lebte ziemlich verschlossen .. da gibts nichts genaues aus dem umfeld zu berichten.. ausser gerüchten.
    Washington hatte wohl beziehungen zu frauen wie zu männern .. solange sie sklaven waren.
    Der kurzfristige präsident der südstaaten jefferson Davis verkehrte in männerzirkeln mit travestie.. was ihm hohn und spott seitens der unionsstaaten einbrachte.

    Mal sehn; was haben wir in europa zu bieten?
    ludwig2 ist abgehakt.
    Christian VII. von Dänemark, dem man das etikett der geisteskrankheit umhängte.
    Der bruder ludwig des XIV von frankreich,
    Prinz Eugen der edle ritter...

    ob uns das nützlich ist??
    Ich frag mich sowieso: warum lassen sich menschen, die nach herrschender meinung es nicht wert sind, teil einer zivilgesellschaft zu sein , sich von eben jenen in deren kriege schicken lassen,um dann ihre zuneigung/zustimmung einzufordern!
    Mir ein rätsel, diese selbsterniedrigung!
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#8 Lapushka
  • 27.09.2011, 12:50h
  • Antwort auf #7 von stromboli
  • Vielleicht weil sie trotz Allem Patrioten sind und es für ihr Land tun wollen.
    Vielleicht ist Soldat für manche auch eine Berufung. Und da bleiben ja sonst nicht mehr viele Möglichkeiten ausser man geht zur Fremdenlegion.
    Aber das ist dann eben nicht mehr das "eigene" Land.
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#9 CarstenFfm