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User-Schelte

Gayromeo sagt "sorry"


Mutti hat verstanden

Die Kritik der User an der Einführung der neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat gefruchtet. Am Samstagabend landete in den Postfächern der User eine Stellungnahme von Gayromeo-Gründer Jens Schmidt. Er entschuldigt sich darin und kündigt Verbesserungen an. Wir dokumentieren hier nun sein Statement:

Heute möchte ich mich als Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer von PlanetRomeo B.V. direkt und persönlich bei allen Usern in Bezug auf die neuen "Terms of Use" melden.

Ich möchte hier ausdrücklich versichern, dass wir die neuen "Terms of Use" nach bestem Wissen und Gewissen erstellt haben. Ich persönlich habe in den Treffen mit den Anwälten klargestellt, dass wir die Nutzungsrechte nicht für "alles und immer" haben wollen. Es war, ist und wird uns nicht erlaubt sein, deine Bilder einfach so zu verkaufen oder außerhalb unserer Webseite/APP zu benutzen.

Dies gilt auch hinsichtlich der Frage, wer der Eigentümer deiner hochgeladenen Bilder ist. Das bist ganz klar du und nicht wir. Aussagen wie: "man tritt alle Rechte ab und GayRomeo kann alles damit machen", sind schlicht und ergreifend falsch!

Dies war dann auch der Grund, warum wir so spät reagiert haben. Wir waren uns schlicht erst einmal keiner Schuld bewusst und haben versucht aufzuklären. Wir sehen aber ein, dass wir bei diesem Thema deutlich sensibler und klarer hätten sein müssen! Daher haben wir den Artikel 5.3 ganz klar gestellt und nochmal zusätzlich aufgenommen, was uns sowieso nicht erlaubt wäre. Inhaltlich ändert sich dadurch am Ende zwar nichts, aber hier gilt wohl zu recht "Doppelt hält besser".

Ich möchte außerdem auch noch einmal auf den Grund eingehen, warum die "Terms of Use" nur in Englisch vorliegen. Wir haben uns für Englisch entschieden, da diese auch bei uns mit Abstand die meist verstandene Sprache ist.

Solch rechtliche Texte sind naturgemäß sehr kompliziert und es kommt oft auf kleinste Formulierungen an. Daher ist es notwendig, bei Übersetzungen darauf hinzuweisen, dass am Ende nur eine bestimmte Sprachversion rechtlich bindend ist.

Selbst bei autorisierten Übersetzungsbüros kann man nicht automatisch davon ausgehen, dass alles widerspruchsfrei ist. Uns schien es einfach nur ehrlich, die allein wirklich rechtlich verbindliche Version online zu stellen. Und nicht mit viel "Marketing bla bla" alle Sprachversionen anzubieten, um dann wie üblich im Kleingedruckten darauf hinzuweisen, dass diese eben rechtlich nicht verbindlich sind.

Die AGB-Übersetzung kommt - Neue Funktionen ebenfalls

Wir sind uns aber selbstverständlich unserer Wurzeln bewusst und haben daher ein Einsehen und werden eine Ausnahme machen. Wir haben daher zusätzlich eine deutsche Übersetzung angefordert, die wir voraussichtlich bis zum 30.September veröffentlichen werden. Der Termin zur Akzeptanz der neuen "Terms of Use" ist daher nochmals auf den 11.Oktober verlängert. Ich werde diese im Team nach bestem Wissen und Gewissen überprüfen. Für Deutsch ist uns dies noch möglich, für alle anderen Sprachen aber schon nicht mehr. Ich möchte aber auch ganz offen sagen: rechtlich bindend kann und wird weiterhin die englische Version sein.

Zu der oft gestellten Frage, warum wir denn überhaupt neue "Terms of Use" einführen und warum jetzt? Ich möchte zuerst versichern, dass ich nicht plane die Firma zu verkaufen. Auch wenn die Haare dünner werden, macht es mir dafür immer noch zu viel Spaß. Die Welt dreht sich schlicht weiter und wir müssen uns neuen rechtlichen Gegebenheiten anpassen.

Ich denke auch, dass es kein großes Geheimnis ist, dass wir in den letzten Jahren bei der Weiterentwicklung unserer Webseite getrödelt haben. Wir sind aber aufgewacht! Bereits in Kürze möchten wir erste Teile einer neuen Umkreissuche online stellen. Spätestens dann ist es für uns notwendig, die neuen "Terms of Use" eingeführt zu haben.

Solltest du nicht mit den neuen "Terms of Use" einverstanden sein, egal ob schon akzeptiert oder nicht, hast du bis zum 11.Oktober ein Sonderkündigungsrecht. Dies bedeutet in der Praxis: Bitte Profil löschen und an den Support schreiben.

Abschließend möchte ich mich persönlich und auch im Namen des Teams für alle entstandenen Unannehmlichkeiten und Ärger entschuldigen.

Mit besten Grüßen, Jens Schmidt, Managing Director, PlanetRomeo B.V.



#1 yomenAnonym
  • 24.09.2011, 20:21h
  • ich find ja, dass das der alte gr-style ist. am spannendsten find ich aber die einsicht, dass gr inzwischen webtechnisch überholt ist. lassen wir uns überraschen.
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#2 CodyXD
  • 24.09.2011, 22:52h
  • Zitat:
    ---Solch rechtliche Texte sind naturgemäß sehr kompliziert und es kommt oft auf kleinste Formulierungen an. Daher ist es notwendig, bei Übersetzungen darauf hinzuweisen, dass am Ende nur eine bestimmte Sprachversion rechtlich bindend ist.---

    Schön das einzusehen, dann aber auf ein Übersetzungsprogramm von Google zu verweisen wenn man wissen möchte was in dem englischen Text steht ist frech. Das hatte ja der Support auf Nachfrage getan. Dennoch, schön zu sehen das der Protest der User scheinbar etwas genutzt hat.
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#3 EnyyoAnonym
  • 25.09.2011, 03:53h
  • Dass die Einsicht kam ist löblich - vermutlich nahm die Zahl der abgemeldeten Profile/Clubs aber auch schon Ausmasse an, die nachdenklich machen mussten.

    Insofern erstaunt mich das unachtsame, um nicht zu sagen dumme Verhalten schon - in der Vergangenheit agierte GR meist recht um- und weitsichtig.

    Bin mal gespannt, ob sie noch die Kurve kriegen - von einem Laienprojekt, an dem ein paar Leute hobbymässig basteln ist GR ja schon lange weit entfernt - das ist ein mittelständisches Wirtschaftsunternehmen geworden, das ordentlich Kohle abwirft.

    Die sei den Betreibern ja auch gegönnt, allerdings ist (Selbst-)Kontrolle immer gut: die Argumentation um die nicht hinreichend übersetzten AGBs ist einfach dilettantisch, zumindest, wenn so argumentiert wird, wie von Herrn Schmidt. Soll man seiner Meinung nach auch bspw. Russisch oder Chinesisch lernen, wenn die Firma in einem dieser Länder ihren Sitz hat und AGBs in einer dieser Sprachen für Rechtsverbindlich bezeichnet?

    "Mutti" war nur zu geizig für vereidigte Dolmetscher, die wollen nämlich ordentlich Geld für ihre Dienste!

    P.S. Bin mal gespannt, ob und wann die lange angekündigte Suche endlich kommt: selbst das kleine und in anderen Bereichen unergonomischere Gayroyal ist dies bezüglich weit voraus...
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#4 derboneAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 25.09.2011, 10:23h
  • Ich war eben auf "Planet Romeo" und habe mir die Nachrichten in meinem Postfach angeschaut und die Message von Jens Schmidt war dabei. Ich hoffe, daß dadurch alle Unklarheiten beseitigt wurden!
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#6 CGastAnonym
  • 25.09.2011, 10:26h
  • Maßgeblichkeit einer englischsprachigen AGB zu verlangen, ist schlichtweg illegal. Der Grundsatz der leichten Verständlichkeit ist verletzt. Das steht so im BGB und auch in den EU-Rahmenverordnungen dazu (VO:93/13/EEC).

    Deratig zustande gekommene Verträge sind unwirksam. Da helfen 1000 Sorries und "wir haben das alles doch nicht so gemeint" nicht.

    Worauf will er mit seiner "Widerspruchsfreiheit" eigentlich hinaus? In Englisch steht "soundso" und der professionelle Übersetzer macht "dasunddas". Wobei der Übersetzer ja Profi ist und relativ genau weiss, wie es zu übersetzen ist. Der Laie (also wir) machen bestenfalls "lalala" draus, denkt das wird so richtig sein und fällt dann aus allen Wolken.

    Auf wen wird denn nun das Risiko abgewälzt? Doch noch immer auf den Nutzer. Das war zu Anfangszeiten vielleicht noch ganz nett, als GR neu war und nicht so viel Geld hatte. Mittlerweile ist es aber ein weltweit tätiges Unternehmen. Und die Zahlen sind momentan sicher nicht die schlechtesten.
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#7 Thom_ass1973
  • 25.09.2011, 15:49h
  • Umkreissuche - Neu ?! das hat es bei royal von Anfang an gegeben bei eurogay schon 2001 - alles alter Tobak !!
    in der Tat haben die "Entwickler" das Unternehmen Planetromeo weiterentwickelt, die wirtschaftliche Grundlage dazu - die Userplattform aber seit fast einem Jahrzehnt stiefmütterlichst vernachlässigt - dann noch die neuen AGB´s und schon geht der Kunde sprich wir alle und suchen uns einen neue "Location" - DAS scheint so langsam auch einem der Gründer zu dämmern!!
    Sich selber hinter der Fassade der "Mutti" zu verstecken und nicht genug "Arsch in der Hose" sich öffentlich zu machen, aber einen plumpen Versuch unternehmen sich einen Riesenfundus an Bilder (samt Copyright) anzueignen, dann auch noch von "Mißverständnis" Faseln - da fällt mir nur eins zu ein - auch andere Söhne haben geile Muttis !!!
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#8 SteffAnonym
  • 25.09.2011, 17:56h
  • Flagfox bei Firefox zeigt an, dass der physische Standort der Server von GR in Deutschland ist: also gilt deutsches Recht. GR will uns weißmachen, sie seien in Amsterdam, selbst Mails werden mit "Grüße aus Amsterdam" unterschrieben - kommen aber von deutschen IP-Adressen. Und alle Mitarbeiter von GR, die ich kenne, haben in ihren privaten Profilen "Prenzlauer Berg" oder so stehen. Zudem sind alle Büros von GR in der Proskauer Allee in Berlin noch aktiv. Kurzum: Die scheinbare Verlagerung in die Niederlande bringt gar nichts, wenn wirklich mal einer klagte. Wieviel Umsatz GR macht, kann jeder selbst ausrechnen: Die Zahl der Plus-User wird angegeben - dieses mal ca. 50 Euro. Werbeeinnahmen müssen noch dazugerechnet werden...
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#9 CGastAnonym
  • 26.09.2011, 09:00h
  • Antwort auf #8 von Steff
  • Was Flagfox zeigt, muss nicht zwingend stimmen. Und selbst wenn, so geht es nicht nach dem Standort des Servers.

    Maßgeblich sind das sogenannte "Einführungsgesetz zum BGB" (EGBGB) und die darin genannte EU-Richtilinie 593/2008 "über das auf vertragliche Schuldverhältnisse anzuwendende Recht".

    In EGBGB steht, dass diese Richtlinie in Deutschland Teil des geltenden Rechts ist. Und in anderen EU-Staaten (bis auf Dänemark) ist das ebenso.

    Und in der Richtlinie steht, dass bei Verbraucherverträgen (und das ist einer, weil die Nutzer die Verbraucher sind), gilt immer das Recht des Staates, wo der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthaltsort hat.

    Da kann Romeo seinen Server auf den Mond stellen. Wer mit einem EU-Bürger Verträge macht, muss das Recht des Aufenthaltsorts nehmen. So einfach.

    Ich hätte nicht gedacht, dass ich die EU mal sooo toll finde ;-)
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#10 PupsiAnonym
  • 26.09.2011, 13:15h
  • Tja, liebes Gayromeo,
    es ist schlicht und ergreifend so, daß ein Angebot daß sich in Deutschland an Deutsche Kunden richtet mit AGB in deutscher Sprache ausgestattet sein muss.
    Im Zweifelsfall ist alles andere ansonsten nämlich nicht mehr als ein Beutel voller heisser Luft. Ich fage mich wie man eigentlich so blöd sein kann das als Firma nicht zu wissen.
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