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Mahmud Ahmadinedschad lässt im Iran Schwule hinrichten

Bei einer Pressekonferenz in New York hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad Homosexualität als "eines der abstoßendsten Verhaltensweisen" bezeichnet.

Der CNN-Moderator Wolf Blitzer hatte Ahmadinedschad gefragt, ob sich seine Einstellung gegenüber Homosexuellen verändert habe. Das verneinte der iranische Präsident und erklärte, dass man im Iran Homosexualität nicht akzeptieren könne: "In der iranischen Gesellschaft gelten solche Aktivitäten, Gedanken und Verhaltensweisen als abstoßend ... Sie widersprechen dem göttlichen Willen, gegen göttliche Lehren aller Glaubensrichtungen und schaden den Menschen und der Menschheit."

Blitzer spielte mit seiner Frage auf einen Vortrag Ahmadinedschads an der Columbia University im Jahr 2007 an, als der Präsident den Iran als schwulenfrei bezeichnet hatte (queer.de berichtete). Ahmadinedschad schloss jetzt nicht mehr aus, dass es auch im Iran Schwule geben könnte - er erklärte, dass er und die Regierung seine Bevölkerung nicht "über eine spezifische Orientierung" befragen könne. Er erklärte weiter: "Seien Sie versichert, das ist eine der abstoßendsten Verhaltensweisen in unserer Gesellschaft."

Direktlink | Bericht auf CNN

Hinrichtungen im Iran gehen weiter

Im Iran droht Schwulen die Todesstrafe. Erst Anfang September sind dort drei Männer wegen homosexuellen Verhaltens hingerichtet worden (queer.de berichtete). Allerdings ist nicht bekannt, wie viele Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung bereits im Iran umgebracht worden sind. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass seit der "islamischen Revolution" 1979 mehrere tausend Homosexuelle in den Tod geschickt worden sind.

Ahmadinedschad ist vergangene Woche wegen einer Sitzung der UN-Generalversammlung nach New York gereist. Bei einer Rede sorgte er dort erneut für einen Eklat, als er den Westen beschuldigte, den Holocaust als Ausrede für den "Massenmord" an Palästinensern zu benutzen. Mehrere Delegation, unter ihnen auch die deutsche, verließen während der Rede den Saal. (dk)



#1 TImm JohannesAnonym
  • 26.09.2011, 13:55h
  • Tja soviel zum Thema Iran:

    Der Mann geht überhaupt NICHT.

    --------------

    Dafür kam gestern eine positive überraschende Meldung aus Saudi-Arabien. Als eines der letzten Länder im Nahen Osten führt es das Frauenwahlrecht bei den Kommunalwahlen ab 2015 ein. Da in Saudi-Arabien die islamischen Pilgerstätten liegen, ist dieser Schritt zum Frauenwahlrecht ab 2015 umso wichtiger.
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#2 SchrottboykottAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.09.2011, 14:06h
  • Wie lange ist dieses subversive Element eigentlich noch iranischer Präsident und wann finden da die nächsten Präsidentschaftswahlen statt? Im Jemen gab es Mutige, die ein Attentat auf Präsident Saleh verübten, dachte ich mir, daß es den syrischen und den iranischen Präsidenten als nächstes trifft. Der "Irre von Teheran" muß endlich weg, egal wie!
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#4 boell.deAnonym
  • 26.09.2011, 14:22h
  • Antwort auf #1 von TImm Johannes
  • Positive Meldung?

    Ahmadinedschad gegen Geschlechtertrennung an Universitäten

    "Die Frage der Geschlechtertrennung an den Universitäten, die schon unter Chomeini kontrovers diskutiert wurde, wurde in den letzten Monaten seitens der Ultrakonservativen wieder aktualisiert. Den Auftakt lieferte Revolutionsführer Ali Chamenei, der die Meinung vertrat, die Universitäten würden vom verderblichen westlichen Gedankengut beherrscht, eine Islamisierung insbesondere der Geisteswissenschaften sei dringend notwendig. Unter den Konservativen wird allgemein geglaubt, der Westen versuche, durch kulturelle und geistige Einflussnahme eine sanfte Revolution gegen die Islamische Republik durchzuführen."

    publikationen/publikationen-iran-report-08-2011-12714.html#Ahmadinedschad_gegen_Geschlechtertrennung_an_Universitaeten
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#5 Dr. MarbuseAnonym
  • 26.09.2011, 14:49h
  • Antwort auf #3 von FoXXXyness
  • Du meinst, daß es für unterdrückte und überwältigte Minderheiten ein “Naturrecht” auf Widerstand gibt, außergesetzliche Mittel anzuwenden, sobald die gesetzlichen sich als unzulänglich herausgestellt haben?

    Gesetz und Ordnung sind ja überall und immer Gesetz und Ordnung derjenigen, welche die etablierte Hierarchie schützen.

    Es ist unsinnig, an die absolute Autorität dieses Gesetzes und dieser Ordnung denen gegenüber zu appellieren, die unter ihr leiden und gegen sie kämpfen - nicht für persönlichen Vorteil und aus persönlicher Rache, sondern weil sie Menschen sein wollen.

    Es gibt keinen anderen Richter über ihnen außer den eingesetzten Behörden, der Polizei und ihrem eigenen Gewissen. Wenn sie Gewalt anwenden, beginnen sie keine neue Kette von Gewalttaten, sondern zerbrechen die etablierte.
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#6 FloAnonym
#7 panzernashorn
  • 26.09.2011, 15:10h
  • Und ich finde Typen wie Ahmadinedschad so was von abstoßend oder auch zum Kotzen.............

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#8 Lapushka
#9 LorenProfil
  • 26.09.2011, 15:54hGreifswald
  • " ... Sie widersprechen dem göttlichen Willen, gegen göttliche Lehren aller Glaubensrichtungen und schaden den Menschen und der Menschheit."

    Für mich zählt zu den größten Errungenschaften moderner Gesellschaften die konsequente Trennung von Staat und Religion. Für den Iran habe ich in diesem Zusammenhang für die nahe Zukunft wenig Hoffnung. Für Deutschland würde ich mir diese konsequente Trennung endlich wünschen.
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#10 finkAnonym
  • 26.09.2011, 15:58h
  • Antwort auf #8 von Lapushka
  • völlig richtig.

    der scheiß fängt aber schon damit an, überhaupt von einem "göttlichen willen" zu schwadronieren. göttlicher wille ist nur eine ausrede, um sich mit seinen eigenen psychomacken nicht beschäftigen zu müssen.

    und das mit den "göttlichen lehren aller glaubensrichtungen" kann er sich auch in die haare schmieren. von religionswissenschaft hat er nämlich - wie übrigens viele religiöse funktionäre - offenbar nicht den hauch einer ahnung.
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