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David Furnish und Elton John sind eines von rund 43.000 verpartnerten Paaren in England und Wales

Die britische Statistikbehörde meldet, dass der Anteil der Scheidungen bei Hetero-Paaren weit höher ist als der Prozentsatz der Homo-Paare, die ihre Lebenspartnerschaft auflösen lassen.

2,5 Prozent der Homo-Paare, die sich 2005 in England und Wales verpartnert haben, haben bis zu vier Jahre später wieder ihre Partnerschaft aufgelöst. Bei im gleichen Jahr verheirateten Heterosexuellen lag dieser Anteil bei 5,5 Prozent. Auch bei späterer Verpartnerung bzw. Eheschließung erweisen sich die gleichgeschlechtlichen Beziehungen als länger haltbar. So wurden von den 2006 geschlossenen Ehen drei Jahre später 2,7 Prozent geschieden - im gleichen Zeitraum wurden jedoch nur 1,7 Prozent der Verpartnerungen wieder aufgelöst.

Es ist unklar, ob dieser Trend anhält. Die Vergleich von Eheschließungen und Verpartnerungen im Jahr 2005 ist schwierig, da damals die"Civil Unions" eingeführt wurden. Daher verpartnerten sich auch viele Paare, die bereits seit Jahren oder Jahrzehnten zusammengelebt haben. Das zeigt auch das Durchschnittsalter der Verpartnerungen unter Schwulen: Es lag 2005 noch bei 54 Jahren, 2010 waren es nur noch 41 Jahre. Zudem ist die Zahl der Verpartnerungen von rund 15.000 im Jahr 2005 auf rund 6.000 im Jahr 2010 gesunken.

Mehr "Civil Unions" als deutsche Lebenspartnerschaften

Insgesamt gibt es in England und Wales von 2005 bis 2010 rund 43.000 Verpartnerungen. In Deutschland haben sich laut einem Mikrozensus zwischen 2001 und 2010 dagegen nur 23.000 Homo-Paare verpartnert - obwohl Deutschland rund 30 Millionen Einwohner mehr hat. Allerdings sind die "Civil Unions" nur schwer mit der "eingetragenen Lebenspartnerschaft" zu vergleichen: Während die britischen Schwulen und Lesben weitgehend mit heterosexuellen Eheleuten gleichgestellt sind, enthält das deutsche Lebenspartnerschaftsgesetz nach wie vor weniger Rechte als die Ehe, aber die gleichen Pflichten. So werden Lebenspartner hierzulande beispielsweise im Einkommensteuer- oder Adoptionsrecht nach wie vor wie Fremde behandelt.

Die Zahlen zeigen auch, dass 56 Prozent der Lebenspartnerschaften von männlichen Paaren geschlossen wurden. Allerdings holen die Frauen auf: Während sich 2005 und 2006 noch fast doppelt so viele Männer als Frauen verpartnert haben, haben die lesbischen Paare 2010 erstmals die Mehrheit übernommen.

Im Vereinigten Königreich wird derzeit über die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben debattiert. Die konservativ-liberale Regierung hat die Gleichbehandlung im Eherecht bis 2015 in Aussicht gestellt (queer.de berichtete). Auch die schottische Regierung führt derzeit Anhörungen zur Ehe-Öffnung durch (queer.de berichtete). Inzwischen spricht sich Meinungsumfragen zufolge in Großbritannien eine Mehrheit für die Ehe-Öffnung aus. (dk)

Youtube | Video der Statistikbehörde


#1 FloAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.09.2011, 16:27h
  • Das Sprichwort "Frauen und Männer passen einfach nicht zusammen" bewahrheitet sich doch immer wieder!
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#3 Geert
  • 26.09.2011, 18:32h
  • Es ist kaum zu glauben, wieviel sich gerade in England in den letzten Jahren verändert hat. Man denke nur an die Zeit von Margret Thatcher und der Clause 28....
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#4 goddamn. liberalAnonym
  • 26.09.2011, 19:26h
  • Antwort auf #1 von Flo
  • Die 'Judenzählung' im 1. Weltkrieg (Genausoviele Gefallene wie bei Nichtjuden) hat auch nix genützt.

    Überhaupt: Liebe ist für den Feind schlimmer als Rumvögeln:

    "Nach dem Standpunkt der katholischen Morallehre (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche RZ 2358 und 2359) sind homosexuelle Menschen zur Keuschheit gerufen. Eine Lebenspartnerschaft, welche durch die ausdrückliche Einführung einer Treuepflicht die Sexualpartnerschaft der gleichgeschlechtlichen Lebenspartner voraus¬setzt, muss daher seitens der Katholischen Kirche mit aller Entschiedenheit abgelehnt werden. " (Österr. Bischofskonferenz 2008)

    PS Die Scheidungsstatistik in Dänemark seit der Einführung der Lebenspartnerschaft vor 22 Jahren zeigt übrigens ein ähnliches Resultat.
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#5 daVinci6667
  • 27.09.2011, 00:39h

  • Also mir ist kein Land bekannt, in dem die Scheidungsrate von Schwulen und Lesben höher wäre als die von Heteros. Zum Teil ist die Scheidungsrate der Heten sogar mehr als doppelt so hoch! Sicher gibt es irgendwann genauere Studien darüber. Ich denke, vermutlich ist es als Schwuler in der Tat einfacher sich in seinen gleichgeschlechtlichen Partner hineinzuversetzen. Mann kann seinen Mann einfach besser verstehen.

    Für den Hetero bleiben Frauen vielfach unbekannte Wesen. Zumindest hört man solche und ähnliche Sprüche des öfteren von Hetero-Kollegen.
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#6 Geert
  • 27.09.2011, 07:23h
  • Antwort auf #5 von daVinci6667
  • In Deutschland haben in den 10 Jahren seit Einführung des Lebenspartnerschaftsgesetzes 10 % der Schwulen und Lesben ihre Eingetragene Partnerschaft wieder "aufheben" lassen. Dagegen werden in den deutschen Großstädten 50 % aller Heteroehen geschieden.

    Dabei muss man allerdings bedenken, dass sehr viele Schwule und Lesben eine Eingetragene Partnerschaft eingegangen sind, die schon vorher oft jahrzehntelang zusammen gelebt hatten, ohne dass sie die Möglichkeit hatten, sich offiziell zu verpartnern. Sie hatten also ausreichend Zeit, sich den Schritt zu überlegen.

    In den nächsten Jahrzehnten wird sich die Scheidungsrate bei Heteros und Homos sicherlich angleichen.
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