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Athen Reggae-Sänger Buju Banton, der in seinen Liedern zur Ermordung von Schwulen aufruft, hat ein Konzert im Olympischen Dorf gegeben. Die Veranstaltung wurde vom jamaikanischen Olympia-Team organisiert und vom deutschen Sportartikelhersteller Puma gesponsert. Puma hat nach einer Anfrage des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD) auf deren Nulltoleranz-Politik gegenüber Minderheitenfeindlichkeit hingewiesen. Sollte Banton gegen diesen Grundsatz verstoßen und irgendwo auf der Welt einen schwulenfeindlichen Song zur Aufführung bringen, werde Puma nicht weiter mit ihm zusammenarbeiten.

Eines der bekanntesten Lieder des Sängers, "Boom Bye Bye", verlangt von den Zuhörern, sie sollten Schwule in den Kopf schießen, mit Säure übergießen oder bei lebendigen Leib verbrennen. Der Song, der schon Anfang der 90er veröffentlicht wurde, ist vor kurzem wieder auf einem "Greatest Hits"-Album erschienen. "Bantons mörderische Texte stehen moralisch auf dem selben Level wie die von Neonazis", empört sich Peter Tatchell von der britischen Homo-Gruppe Outrage. "Bei Olympia dürfte schließlich auch nie ein Sänger auftreten, der dafür ist, Juden zu vergasen und Schwarze zu lynchen." Outrage hat in den letzten Monaten bereits mehrfach gegen homophobe Reggae-Sänger protestiert.

Buju Banton wird zudem vorgeworfen, vergangenen Monat an einem schwulenfeindlichen Überfall beteiligt gewesen zu sein. Banton soll zusammen mit weiteren Männern ein Mietshaus gestürmt und die Bewohner krankenhausreif geschlagen haben und dazu homophobe Sprüche gerissen haben. Allerdings drücke die Polizei bei derlei Verbrechen gerne ein Auge zu, so die amerikanische Menschenrechtsgruppe "Human Rights Watch". Dagegen stehen in Jamaika auf homosexuelle "Unzucht" zehn Jahre Gefängnis mit Zwangsarbeit. (dk)



#1 OlafAnonym
#2 AlphioAnonym
  • 17.08.2004, 11:13h
  • Lieber Gott ,
    schenk uns doch
    diesen Buju Bantun und Beenie man
    ein Loch
    grab sie rein ,
    mach es zu ,
    dann ist auf der Erde ruh
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#3 MarkusAnonym
  • 17.08.2004, 12:15h
  • Stellt sich die Frage, ob man den Hate-Sponsor "Puma" als Schwuler/Lesbe noch weiter unterstützen sollte, wenn dieser meint, solchen Aufrufen zu Diskriminierung und Gewalt auch noch ein öffentliches Forum bieten zu müssen.
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#4 MartinAnonym
  • 18.08.2004, 12:58h
  • Da können die Puma PR-Typen meinen was sie wollen. Wer SOWAS auch noch sponsort ist entweder selbst schwulenfeindlich oder schlichtweg dumm. Bevor man irgendwo Geld reinpumpt sollte man sich anschaun was dahinter steckt und dann entscheiden. Für mich besteht da gar kein Diskussionsbedarf. Puma landet in meinem Warenkorb nicht mehr!!!
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#5 HannahAnonym
  • 25.08.2004, 13:46h
  • PUMA ist doch wirklich scheinheilig und bigott! Sie behaupten, dass sie Intoleranz nicht akzeptieren würden, sponsorn aber weiter Buju Banton, obwohl der sich weder von seinen Äußerungen distanziert noch jemals dafür entschuldigt hat!

    Das ist also PUMAs Verständnis von Toleranz - solange er diese Lieder nicht mehr singt, belohnen sie ihn für seine Mordaufrufe und wenn er genug Geld kassiert hat, kann er weiter seine Mordaufrufe verbreiten - möglich gemacht durch PUMA! (Und wer kontrolliert eigentlich, dass er nicht in irgenwelchen kleinen Clubs weiter dieses Gedankengut verbreitet? Oder bekommt er jetzt von PUMA einen Aufpasser, der ihn auf Schritt und Tritt begleitet?)

    Also alles nur Ausweichmanöver von PUMA und keine echte Distanzierung!

    Wer soll auf dieses scheinheilige Marketing-Gelaber von PUMA wirklich reinfallen? Und wann erkennen Schwule und alle anderen Menschen, die diesen Hass nicht akzeptieren, dass bersorgte Mails an PUMA nichts bewirken? Solche Konzerne verstehen nur eine Sprache - die des Geldes! Glücklicherweise ist die Marktmacht der Konsumenten enorm. Man muss sich nur dessen bewusst sein und diese Marktmacht auch einsetzen! Erst dann wird PUMA umdenken.
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#6 davidAnonym
  • 26.08.2004, 17:29h
  • also ich find die puma werbung echt gelungen. auch die jamaicasachen von puma sind echt schön. und die musik ist auch klasse...

    da kauf ich doch gerne meine turnschuhe.
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