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German Bear Pride Week

Bären erobern Köln


André hat die Mr.-Bear-Wahl im vergangenen Jahr gewonnen (Bild: vvg)

In Köln wird Ende November der Mr. Bear 2012 gewählt - der Vorentscheid findet am 2. Oktober statt. Die Wahl des Oberbären steht aber nicht mehr so im Mittelpunkt der "German Bear Pride Week" wie einst.

Von Dennis Klein

Als in der DDR die Massen für mehr Demokratie auf die Straßen gingen, haben die Bären in Köln bereits fleißig gewählt: Seit 1989 gibt es in der Domstadt Jahr für Jahr die Krönung des knuffigsten Bären der Saison - nur zwei Mal Anfang der 90er Jahre fand die Wahl aus organisatorischen Gründen nicht statt. Damit gilt der Wettbewerb als älteste noch stattfindende Bärenwahl der Welt.

Inzwischen hat sich die Veranstaltung zur "International German Bear Pride Week" entwickelt. Von 22. bis zum 27. November (Dienstag bis Sonntag) treffen sich mehr als 4.000 Bären aus der ganzen Welt, um zu feiern. Die Mehrheit kommt inzwischen aus dem Ausland - nicht nur aus den Nachbarländern Holland, Frankreich und Belgien strömen die Bären ins Reich von Kölsch und Dom, sondern aus ganz Europa, Amerika und dem Nahen Osten - dem Kölner Flughafen und Germanwings sei Dank.

Die Mr.-Bear-Wahl steht dabei nicht mehr im Zentrum der Veranstaltung. Noch im letzten Jahr wurde sie als Hauptevent vor 1.100 Gästen in der Mülheimer Stadthalle ausgetragen - in den Jahren zuvor waren es aber mehr gewesen. Da die Teilnehmer jedes Jahr die Qual der Wahl aus einem immer reichhaltigeren Angebot an Veranstaltungen hatten, war die Wahl nicht mehr das "Familientreffen", an das sich die Bären der ersten Stunde mit feuchten Augen zurückerinnern. Dieses Mal wird der Oberbär aus sechs Bewerbern im überschaubaren Gloria bestimmt. Am Samstagabend wird Drag Queen Leonie Motzkachel moderieren.

Szene wird internationaler

Organisator Michael Zgonjanin erklärt die Entwicklung mit der größeren Vielfalt unter Bären: "Die Szene ist heute differenzierter", sagte er. Insbesondere die Internationalisierung sei dafür verantwortlich, denn heutzutage gibt es - anders als noch vor wenigen Jahren - auch Bärentreffs in Serbien oder der Türkei. Die Vielfalt rührt auch von der unterschiedlichen Entwicklung der Bärenszene in den verschiedenen Ländern. In Amerika war sie etwa eine Reaktion auf die Ausgrenzung älterer, dickerer oder haariger Männer, während sie in Deutschland eher aus der Lederszene hervorging, die sich immer mehr auf Fetische konzentriert hatte. Die Vielfalt sorgt laut Zgonjanin für die Würze: So kämen zur Pridewoche beispielsweise auch kleine, schlanke Franzosen mit Mini-Bärtchen, die in Deutschland gar nicht per se als Bär gelten würden. Bei der letzten Erhebung 2008 zählten die Kölner Veranstalter Teilnehmer aus 52 Nationen.

In der Bärenwoche gibt es daher die unterschiedlichsten Events: So können sich die Teilnehmer je nach Vorliebe mit Bingo, Bowling oder im "X-Mas Market" die Zeit vertreiben. Bei "Butch&Bear" treffen sich die Harten, bei "Beards Meeting Beards" die mit ausgeprägter Gesichtsbehaarung. Die Internationalisierung geht auch bei den Veranstaltungen voran: So gestalten die Bären aus Istanbul und Belgrad die Events am Donnerstag. Am Freitag sind die Herren aus Amsterdam und Madrid an der Reihe, während sich am Sonntagmorgen die heißblütigen Römer für die Afterhour-Party verantwortlich zeigen.

Vorentscheid am 2. Oktober im COX


Michael Wilutzky (rechts) ist als Berliner Mr. Woof bereits für die Endausscheidung qualifiziert (Bild: wolf-foto)

Die sechs Kandidaten für die Mr.-Bear-Wahl werden erst in der ersten Okotoberwoche feststehen. Einzig der Mr. Woof aus Berlin hat sich bereits qualifiziert, ein weiterer Kandidat kommt anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Marburger Bären aus der hessischen Universitätsstadt. Die restlichen Kandidaten sollen am 2. Oktober aus elf Bewerbern in der Bar COX Cologne bestimmt werden - die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Erst dann kann sich jeder auf der Homepage die Kandidaten näher ansehen und für den Favoriten abstimmen. Das Voting fließt erstmals ins Endergebnis ein - auf Initiative der Jungbären. Das, so meint Zgonjanin, ist ein Symbol eines der Veränderungen der Bärenszene. Sie war früher vor allem von Männern in den 30ern bestimmt - heute ist das anders: "Die Gäste sind zwischen 17 und 80 und haben die unterschiedlichsten Geschmäcker". Es ist für jeden etwas dabei.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.09.2011, 15:21h
  • Wie wäre es einmal mit einem Bärentreffen in der ehemaligen Hauptstadt Bonn? Immerhin ist es die Heimat der Gummibärchen und Naschen tut doch jeder gerne!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 supatopcheckafoxAnonym
  • 29.09.2011, 22:19h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Das ist ja eine "spritzige" Idee! Vielleicht werden dann Gummibären mit Schamhaaren dran sogar ein neuer Verkaufs-"Schlager"! Wünschen wir auf alle Fälle dem Bonner Gummibärenhersteller weiterhin viel Erfolg bei seinem kinderfrohmachenden Geschäft!
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