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Heimlich verliebt in seinen Klavierlehrer und ein Vater, der ihn zurück nach Montenegro schicken will: Sascha muss einige Entscheidungen treffen

In der deutschen Tragikomödie "Sascha" wagt ein 19-jähriger Klavierschüler aus Montenegro sein Coming-out in Köln. Jetzt auf DVD!

Von Carsten Weidemann

In diesen Klavierlehrer kann man sich schon verknallen. Der Münchner Schauspieler Tim Bergmann spielt Gebhard, Saschas Objekt der Begierde, in dem deutschen Spielfilm "Sascha". Es ist Bergmann schwulste Rolle seit 16 Jahren: Im Jahr 1995 überzeugte er in dem Gay-Klassiker "Echte Kerle" als knackiger homosexueller Automechaniker Edgar.

Die Rolle des Klavierschülers Sascha wiederum wurde mit einer Neuentdeckung besetzt: Saša Kekez, geboren 1983 in Troisdorf-Sieglar, kroatisch-serbischer Herkunft, gab hier sein Spielfilm-Debüt. Dies gilt im Übrigen auch für den Regisseur: Dennis Todorovic ist ein guter Auftakt im Spielfilm-Genre gelungen.

Die Story kurz zusammengefasst: Für den 19 Jahre alten Sascha entwickelt sich das Leben gerade verdammt kompliziert! Erst recht, wenn man homosexuell ist und heimlich verliebt in seinen Klavierlehrer. Schwul sein ist in Köln eigentlich kein Problem, es sei denn, man hatte noch kein Coming-Out, blendet aus, dass der Schwarm nicht sehr vertrauenserweckend ist, wird von der Mutter als Konzertpianist und vom Vater für die Familienheimkehr nach Montenegro verplant.

Migrationsmilieu, Künstler- und Schwulenszene


Die DVD zum Film ist Ende September bei Salzgeber erschienen

Und wenn für den Vater Homosexualität eine große Schande und absolutes Tabu ist, die beste Freundin sich etwas mehr von den gemeinsamen Treffen erwartet und der Klavierlehrer verkündet, für immer aus Köln weg zu gehen, dann wird es höchste Zeit, Entscheidungen zu treffen trotz aller Angst vor den Konsequenzen - und es gehört schon eine große Portion Mut dazu, endlich zu sich selbst zu stehen!

Überaus realistisch zeigt Regisseur Dennis Todorovic auf, dass selbst im angeblich so liberalen und multikulturellen Köln das Coming-out mitunter kein Zuckerschlecken ist. Man merkt, dass dem Regisseur die unterschiedlichen Lebenswelten vertraut sind und dass er es trotz aller Kritik liebevoll betrachtet. Die Charaktere sind glaubhaft, detailgenau gezeichnet und gut getroffen. Geschickt changiert der Film zwischen Migrationsmilieu, Künstler- und Schwulenszene und schafft es, eine emotionale Geschichte über das Erwachsenwerden, schwules Melodram und multikulturellen Familiengeschichte miteinander zu verbinden.

Sascha, Komödie, Deutschland 2009, Regie: Dennis Todorovic, Darsteller: Saša Kekez, Tim Bergmann, Pedja Bjelac, Željka Preksavec, Jasmin Mjumjunov, Yvonne Yung-Hee, Arno Kempf, Fang Yu, Petra Nadolny, Stefan Preiss, Laufzeit: 101 Minuten, Sprache: deutsche / serbokroatische Originalfassung , Untertitel: z.T. Deutsch, Englisch , FSK 12, Salzgeber Medien

Youtube | Trailer zum Film
Galerie:
Sascha, Komödie, D 2010
18 Bilder


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Lapushka
  • 30.09.2011, 16:09h
  • Ich mochte den Film ganz gerne, allerdings fand ich die Beziehung zwischen Sascha und dem Klavierlehrer nicht sehr gut ausgearbeitet.
    Für meinen Geschmack wurde die zu wenig entwickelt um das als Zuschauer wirklich nachvollziehen zu können.

    Ausserdem hat er mich viel zu sehr an Lothar Matthäus erinnert

    Dennoch ein Film den man sich gut angucken kann.

    Am besten hat mir eigentlich Saschas Vater gefallen. Trotz seiner Homophobie fand ich den ziemlich sympathisch und "nahbar".
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#3 CarstenFfm
#4 jaAnonym
  • 30.09.2011, 22:13h
  • "In der deutschen Tragikomödie Sascha"

    gut es müsste saschiiiii ( wie emaciiii) heissen aber ansonsten stimmts.
    is schon seeeeehr tragisch dein schicksal
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