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  • 02. Oktober 2011, noch kein Kommentar

Der eine bloggt über Sex und Drogen, der andere schreibt in seinem Tagebuch über die geheime schwule Unterwelt

Der Roman "Männerspiele" von Rupert Smith verknüpft die Sexkapaden einer Londoner Szenehusche von heute mit den Problemen eines Jung-Homos in den 60er Jahren.

Von Carsten Weidemann

Robert genießt alle Vorzüge, die ihm das schwule Leben im London von heute bietet; während Michael in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts erlebt, wie die Öffentlichkeit hitzig über Homosexualität debattiert: Der Roman "Männerspiele" von Rupert Smith erzählt die Geschichte von zwei jungen Männern in zwei komplett verschiedenen Generationen.

Robert bloggt über sein Leben, das 50 Jahre zuvor undenkbar gewesen wäre, über Sex, Drogen und Designerklamotten, über eine Welt, in der er sich online für Sex verabreden kann und seine Rechte als selbstverständlich betrachtet. Michael schreibt in seinem Tagebuch über die schwierige Zeit beim Wehrdienst, über eine geheime schwule Unterwelt, die Zuflucht und Bedrohung zugleich ist. Dabei erzählt er eine Liebesgeschichte, die ihn und seine Freunde ins Gefängnis bringen könnte.

Rupert Smith verwebt Michaels Tagebuch mit Roberts Blog

Diese beiden Welten scheinen auf den ersten Blick sehr verschieden - dennoch haben Robert und Michael mehr gemeinsam, als sie denken. In Form von Michaels Tagebuch und Roberts Internet-Blog verwebt Rupert Smith zwei Biografien, zwei Generationen. "Männerspiele" ist eine humorvolle, erotische und bewegende Geschichte über Freundschaft und Sehnsucht sowie darüber, wie viel sich über die Jahre getan hat - und wie wenig sich verändert hat.

Der Brite Rupert Smith ist Autor von zehn Romanen, die er unter eigenem Namen sowie unter den Pseudonymen James Lear und Rupert James veröffentlicht hat. Außerdem schrieb er mehrere Biografien und Sachbücher über die Welt des Fernsehens. Neben der Schriftstellerei kann er auch auf eine lange Karriere als Journalist zurückschauen; er schrieb Artikel für Zeitungen und Magazine in England, Europa und den USA.

Rupert Smith: Männerspiele, Roman, 272 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Bruno Gmünder Verlag, Berlin 2011, 17,95 €