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Pornostars oder Pornogucker? Die Gäste des HustlaBalls sind nicht immer eindeutig zuzuordnen (Bild: HustlaBall Berlin)

Am 21. Oktober feiert die deutsche Hauptstadt zum achten Mal den HustlaBall. Gründer und Organisator Sascha Müller-Bardone verrät im Interview das Erfolgsrezept des Events sowie einige Anekdoten.

Von Carsten Weidemann

Im Jahr 2003 hast du den ersten HustlaBall Berlin organisiert, wie kam es dazu?

Ich hatte vorher schon Sex-Partys organisiert und bin irgendwann auf den HustlaBall in den USA gestoßen, dessen Konzept ich lustig fand. Ich war nie dort gewesen, habe aber dennoch das Ganze nach Berlin geholt und nach meinen Ideen geformt. Was in den Staaten eine Business-Party für die nationale Escort-Szene gewesen ist, habe ich in einen Showcase für internationale Pornostars umgewandelt.

Wie wurde der HustlaBall von den Berlinern angenommen?

Mit 1.000 Gästen im ersten Jahr wurden unsere Erwartungen deutlich übertroffen, ich dachte nicht an so einen großen Erfolg. Kaum einer in Deutschland kannte ja den HustlaBall. Die erste Party war sogar an einem Donnerstag am gleichen Wochenende wie die Venus-Erotikmesse - und es gab keinen freien Tag danach! Seitdem ist der HustlaBall nur gewachsen. Seit 2010 ist er zudem der Motor eines erfolgreichen Circuit-Wochenendes, was sonst nie in Berlin funktioniert hat, jetzt aber schon!


Sascha Müller-Bardone hat den HustlaBall 2003 nach Berlin geholt (Bild: privat)

Was ist der Schlüssel zum Erfolg?

Erstmal und vor allem die Vielfältigkeit! Es ist nicht möglich, HustlaBall Berlin einfach in eine Schublade zu packen, da die Party alles von allem hat: Sex, Fetisch, Porn und Clubbing. Es ist möglich, in eine eigene, warme Welt einzutauchen, wo du sein kannst wie du bist oder was du gerne wärst. Hinzu kommen die besten europäischen DJs sowie bekannte Pornostars - von Twinks und Skater Boys bis zu den schwarzen Studs und Muskeltypen, die normalerweise nur auf dem Bildschirm zu sehen sind. Da HustlaBall Berlin eine Party von Porn Stars, Escorts und Body Workers ist, sind sie sozusagen die Gastgeber. Sie machen nicht nur Shows auf der Bühne, sondern sind Teil der Party, genießen das spezielle Berliner Gefühl und sind nicht nur da, um gesehen, sondern auch um angefasst zu werden...

Wer kommt zur Party?

Alle die man sich vorstellen kann. Wir haben Jungs von überall in der Welt, die zum ersten Mal so was erleben, und wir haben Ledertypen mit ein bisschen mehr Erfahrung; jedes Alter und jeder Fetisch ist in der geilen Menge repräsentiert. Auch Frauen sind sehr willkommen bei uns, aber es gibt bestimmte spielerische Räume von der dunkleren Art, wo Frauen nicht erlaubt sind.

Hast du ein paar nette Anekdoten?

Einige der Stars haben ihre Macken, weswegen ich die Betreuung lieber anderen überlasse. Als Jeff Stryker 2005 kam, habe ich ihn jedoch selbst abgeholt. Er raucht sehr viel und wir mussten Flüge mit zwei Zwischenstopps buchen, damit er rauchen konnte. Als er ankam, sahen seine Haare aber fantastisch aus, und als er seine Klamotten ausgezogen hatte, war es unmöglich, ihn da wieder rein zu kriegen... Beim ersten HustlaBall Berlin war Michael Lucas hochnäsig, weil er der große Star und ich ein Niemand war - das ließ er mich spüren. Als er jedoch später mal als Gast kam, fand ich ihn sehr nett.


Der Berliner HustlaBall ist dafür bekannt, dass es auch zur Sache geht (Bild: HustlaBall Berlin)

Vielleicht weil der HustlaBall Berlin sich entwickelt hat?

HustlaBall Berlin ist von 1.000 auf 4.000 Besucher gewachsen, und das Porn-Star-Konzept wurde vom originalen New Yorker Event übernommen. Der Unterschied ist jedoch, dass New York 90% Business und 10% Spaß ist, wo Berlin 10% Business und 90% Spaß ist... Die meisten Performer kommen zu uns, weil sie sich danach fühlen. Sie bleiben auch nach der Show, und es ist möglich, sie privat zu erleben.

Der ganze Spaß hört sich sich nach viel Organisation an...

Die Vorbereitung des Events ist purer Stress und dauert im Prinzip zehn Monate. Die Gesamtorganisation kostet zwischen 60.000 und 80.000 Euro, etwa 5.000 Euro das Engagement eines US-Stars. Rund 140 Mitarbeiter arbeiten am reibungslosen Ablauf, darunter Ärzte, Sanitäter, Securitykräfte und Präventionsmitarbeiter. Selbstverständlich auch unser Bademeister, denn im Kit-Kat-Club gibt es einen Pool. Dieses Jahr wird der Pool übrigens wärmer sein als im letzten Jahr, wo jemand am Vorabend den Strom für die Heizung abgestellt hatte und das Wasser dann nur 19 Grad erreichte statt angenehme 26. Das war zu kalt!

Was machst du nach der Party?

Außer mich ein bisschen zu erholen, werde ich in den kommenden Wochen die saisonale Sexparty "Testosteron" und die "Fickstuten-Märkte" in Hamburg, Mannheim und Berlin mit meiner Eventmanagement-Firma SMB organisieren. Natürlich werde ich mit HustlaBall Berlin weitermachen, denn bei uns passiert viel, was in anderen Ländern verboten ist. Kommt es zu echtem Sex in New York, verlieren die sofort ihre Lizenz. Berlin dagegen hat immer vom Sex gelebt und wird immer vom Sex Leben. Was können wir sonst?!



#1 vingtans
#2 Geert
  • 05.10.2011, 13:11h
  • Antwort auf #1 von vingtans
  • In der Berliner Schwulenszene erkennt man schwule Touristen vom Land daran, dass sie Kondome benutzen wollen.

    Ein echter Bareliner benutzt keine Kondome. Das zeichnet ihn als weltläufigen Schwulen aus....
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#3 BurgerBerlinProfil
  • 05.10.2011, 13:17hBerlin
  • Ein Traum - zickige Pornodarsteller deren Zenit schon längst abgelaufen ist - dazu Touristen, die mit dem Billigflieger die Hauptstadt bevölkern. Die dann in Billigunterkünfte verschwinden und deren Interesse zum überwiegenden Teil aus Sexparties besteht. Vielleicht nebenbei noch paar Drogen kaufen und zu irgendwelchen Sexparties rennen, die mit solch klangvollem Namen wie "Fickstutenmarkt" oder "Coffee & Cream" locken. Da hat die Hauptstadt ihr Ziel für qualitativen schwulen Tourismus voll erreicht. Bravo !!!
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#4 JetztAnonym
  • 05.10.2011, 13:38h
  • haben sie sich aber wieder mächtig ins Zeug gelegt.

    Unsere altbekannten Breivik-Fans, die gegen böse Multi-Kulti-Städte

    und für die Unschuld vom Lande ins Feld ziehen.

    Nur kein Neid und Frust - bunt fickt sich's besser!
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#5 Geert
  • 05.10.2011, 13:55h
  • Antwort auf #3 von BurgerBerlin
  • Zwar hat Berlin nach Paris und London und noch vor Rom die meisten Touristen in Europa, aber was sind das für Leute? Billigtouristen! Im Heterobereich wird mit Ryanair der Plebs von den britischen Inseln heran gekarrt, der sich dann mit Bier, das dreimal so billig wie auf den Britischen Inseln, einige Tage zudrönt. Im schwulen Bereich kommen verklemmte Ficktouristen aus Hildesheim und Passau, die dann einige Tage die Sau raus lassen und hinterher den großen Kater bekommen, wenn ihnen bewusst wird, dass sie die Leute, mit denen sie herum gemacht haben, bei klarem Verstand noch nicht einmal mit Handschuhen anfassen würden.....
    Berlin verkommt immer mehr zu einem riesigen Ballermann.
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#6 juliansgbAnonym
  • 05.10.2011, 14:18h
  • Ich verstehe die Leute gar nicht, was ist denn so schlimm an einer solchen Veranstaltung? Natürlich ist das nicht jedermanns Sache aber weshalb so dagegen rumhetzen? Ist doch jedem selbst überlassen ob er dahin geht oder nicht. Die aktuelle Queer-Umfrage zeigt doch, dass der Großteil der Schwubben da gar nicht so abgeneigt ist ;)
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#7 BurgerBerlinProfil
  • 05.10.2011, 14:30hBerlin
  • Oh, da hat aber einer viele viele Namen um rote Kästchen anzukreuzen - nur sollte er dann diese nicht so verteilen, dass da eine sofortige Erkennbarkeit gegeben ist !!
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#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 05.10.2011, 14:38h
  • In zwei Jahren feiert die Veranstaltung schon den zehnten Geburtstag! Kinder, wie die Zeit vergeht!
    Aber auch dieses Jahr wird es hemmungslos und verrucht zugehen! Schwitzende, wollüstige und geile Körper, die sich miteinander vereinigen - da geht was, aber holla die Waldfee!
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#9 ManniDresdenAnonym
#10 BurgerBerlinProfil
  • 05.10.2011, 14:44hBerlin
  • Antwort auf #5 von Geert
  • Absolut richtig und diejenigen, die dies befürworten, sind auch nicht besser. Sie freuen sich über jeden billigen und willigen Touristen um endlich auch wieder mal "ihren Spaß" zu haben. Früher nannte man diese Leute "Tourifallen". Diesen Begriff würde ich heute nicht mehr benutzen, da die Touristen auch nicht besser sind. Nach einer gewissen Stimulation mit Rauschmitteln - fallen jegliche Hemmungen. Da wird die Klemmschwester aus Castrop-Rauxel zum "Tier". Das ganze "Nach Absprache" - fragt sich nur für was. Um diese Leute ist es nicht schade aber die Stadt wird dadurch nicht gewinnen. Alleine der Spruch "Arm aber Sexy" hat da schon genügend Vorarbeit geleistet. So Sprüche wie "hier kann man billig ficken" sind einfach nur unterirdisch und auf Dauer für eine Stadt mit dem Anspruch nach Kultur eine Katastrophe !!
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