Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?15124

Brandon M. hat 2008 gezielt Lawrence King erschossen, weil er mit dessen Homosexualität nicht zurecht gekommen war

Letzten Monat ist in Kalifornien der Prozess gegen einen Teenager geplatzt, der im Alter von 14 Jahren einen 15-jährigen Schwulen umgebracht hatte. Jetzt wird der Täter erneut angeklagt, ihm drohen 50 Jahre Haft.

Brandon M. hatte im Februar dieses Jahres den Achtklässler Lawrence King in seiner Schule im südkalifornischen Oxnard durch einen Kopfschuss getötet. Der Fall erregte weltweit Aufmerksamkeit, auch weil der Rechtsanwalt des Angeklagten im ersten Prozess erklärte, dass sich M. von der offenen Homosexualität Kings provoziert gefühlt habe. Die Geschworenen konnten sich aber nicht zu einem gemeinsamen Urteil durchringen - die Hälfte der Jury wollte den heute 17-Jährigen wegen Totschlags verurteilen, die anderen wegen Mordes.

Umstritten war vor allem die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, M. als Erwachsenen anzuklagen. Sogar Homo-Gruppen kritisierten, dass eine Haftstrafe von über 50 Jahren für einen 14-jährigen Täter nicht angemessen sei (queer.de berichtete). Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Ventura hat am Mittwoch aber angekündigt, am Erwachsenenstrafrecht festzuhalten und M. erneut wegen Mordes anzuklagen. M. wird zwar nicht mehr beschuldigt, ein Hassverbrechen begangen zu haben. Bei einer Verurteilung wegen Mordes beträgt die Minimalstrafe aber nach wie vor 50 Jahre - ohne Chance auf eine vorzeitige Entlassung. Eine erste Anhörung ist für den 21. November angesetzt.


Das Opfer Lawrence King

Einer der Geschworenen des ersten Verfahrens erklärte nach Angaben der "Los Angeles Times", dass das Alter des Angeklagten zu großen Diskussionen innerhalb der Jury geführt habe. Aus diesem Grund hätten sich mehrere Geschworene geweigert, den Jungen wegen Mordes für ein halbes Jahrhundert ins Gefängnis zu schicken.

Nach kalifornischem Recht müssen die Geschworenen in einem Mordfall einstimmig über Schuld oder Unschuld des Angeklagten entscheiden. Ist eine solche Entscheidung nicht möglich, kann der Richter das Verfahren für gescheitert erklären, die Staatsanwaltschaft hat aber dann die Chance, den Beschuldigten erneut anzuklagen. Erst nach einem Freispruch darf ein Täter nicht mehr wegen der selben Straftat angeklagt werden, selbst wenn es neue Beweise geben sollte. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.10.2011, 18:01h
  • Bleibt zu hoffen, daß die Geschworenen dieses Mal alles richtig machen und das subversive Element ja jetzt endlich für viele Jahre in den Knast wandert!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Peter BAnonym
  • 07.10.2011, 02:02h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • 1. "das subversive Element"? Eine Person ist doch kein Element, kein Ding...

    2. Weißt du überhaupt was subversiv heißt? "umstürzerisch", gegen die Regierung, den Staat. Wie passt das hierher?

    Daher zwei Hausaufgaben für dich: Menschen nicht als Dinge bezeichnen und Fremdwörter nachschlagen, bevor du sie verwendest.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 xapplexAnonym
#4 Linu86Profil
  • 08.10.2011, 12:41hAachen
  • Die Amis spinnen mal wieder! 10 Jahre, 15 Jahre, alles vertretbar, ggf. sogar angemessen... aber 50 Jahre?!? Ohne Chance auf vorzeitige Entlassung? Das ist hart und wenn man das Alter des Angeklagten bedenkt geradezu barbarisch!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 xapplexAnonym
  • 08.10.2011, 15:26h
  • Erstmal das Urteil im zweiten Prozess abwarten. Barbarisch ist bisher vor allem eines: die Tat. Und für das Opfer macht das Alter des Täters keinen Unterschied - es ist in jedem Fall sein ganzes Leben lang tot.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 stromboliProfil
#7 todesmaskeEhemaliges Profil
  • 09.10.2011, 04:18h
  • Er gehört ins Gefängnis und zwar für immer, ohne Rücksicht auf sein Alter. Für ihn war das Opfer minderwertig, daher darf er auf unsere Welt keinen Platz haben. Man sollte ihm den Schwanz abschneiden, ihn zum Tranvesit opieren lassen, damit er in die Lage der meisten Schwulen in USA "zwangsversetzt" wird.

    Für mich ist er ein Bastard, dem man jedes Recht zum Atmen absprechen sollte.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 realityAnonym
  • 09.10.2011, 08:31h
  • "....Sogar Homo-Gruppen kritisierten, dass eine Haftstrafe von über 50 Jahren für einen 14-jährigen Täter nicht angemessen sei (queer.de berichtete)....."

    Ach, aber nen schwarzen 14jährigen zum Tode zu verurteilen ist in Ordnung??

    D.h.: Wenn der Täter schwarz wäre, wäre er ganz sicher schon abgeurteilt....
  • Antworten » | Direktlink »
#9 userer
  • 14.10.2011, 12:58h
  • Antwort auf #4 von Linu86
  • Also barbarische Spinner, diese Amis, aha.
    Würdest du das auch sagen, wenn ein Weißer aus der Oberschicht ein muslimisches Arbeiterkind aus Hass ermordet hätte? Wohl kaum; wahrscheinlich würdest du dann dafür eintreten, zu den 50 Jahren Haft auch das gesamte Vermögen der Familie noch zusätzlich zu enteignen.

    Wie würdest du denn die Lebensqualität des Ermordeten einordnen, oder die Lebensqulalität seiner angehörigen nach dem hassmotivierten Mord? Schau mal weg vom Täter und sieh hin, wie's den Opfern gehen mag.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 stromboliProfil