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Die Top-Level-Domain .xxx soll erwachsene Konsumenten glücklich machen

Das schwule Pornostudio Corbin Fisher hat sich für eine halbe Million Dollar (370.000 Euro) die Internetadresse gay.xxx gesichert.

Die .xxx-Adressen sollen ab kommenden Jahr der Pornoindustrie ein Zuhause bieten. Noch bevor die Registrierung der "Adult"-Domain offiziell gestartet ist, konnte das Unternehmen Corbin Fisher aus Las Vegas die begehrteste schwule Adresse im Pornobereich erwerben. Der Betreiber der gesponserten Top Level Domain (TLD), die amerikanische Firma ICM Registry, verkauft derzeit in einer ersten Welle 1.500 .xxx-Namen an 35 Unternehmen. Eigenen Angaben zufolge hat ICM damit bereits über vier Millionen Dollar eingenommen. Als TLD bezeichnet man die oberste Ebene einer Internetadresse, also .com, .de oder .at.

Erst vor wenigen Monaten hat die Adressvergabestelle ICANN mehrere gesponserte TLDs genehmigt, darunter etwa .shop, .music oder .koeln. Diese Adressen werden von Privatfirmen geführt und an Inhalteanbieter weiter vermietet. Auch die lange umstrittenen TLDs .xxx und .gay wurden abgesegnet (queer.de berichtete). Allerdings besteht mit diesen Endungen die Gefahr, dass konservative oder autoritäre Staaten leichter missliebige Inhalte blocken können - wie schwul-lesbische oder erotische Seiten.

TLD-Verkauf bringt Millionen

gay.xxx ist bislang die teuerste Seite, die vor der offiziellen Eröffnung der Registrierung verkauft wurde. Im Vergleich zu den traditionellen TLDs sind die .xxx-Adressen allerdings noch recht günstig: So wechselte im vergangenen Jahr die Adresse sex.com für 13 Millionen Dollar den Besitzer.

Derzeit bietet die ICM noch eingesessenen Firmen an, Adressen sperren zu lassen, die ihre Namensrechte verletzen. Die Namen von insgesamt 4.300 Promis wurden auch gesperrt, damit Adressen wie BritneySpears.xxx keine juristischen Scharmützel provozieren.

Ab nächsten Monat kann sich jeder für freie .xxx-Adressen bewerben. Allerdings sind die jährlich anfallenden Gebühren mit 100 Dollar mehr als zehn Mal so hoch wie für traditionelle Top-Level-Domains. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 GeschäftsideeAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 MarekAnonym
#5 MarekAnonym
  • 09.10.2011, 09:23h
  • Jetzt haben sich die Konservativen also durchgesetzt und eine eigene Domain für "Schmuddel"-Sites eingeführt.

    So wird in Zukunft die Zensur noch einfacher. Man braucht nicht mehr alle Domains nach "gefährlichen" Inhalten zu durchsuchen, sondern sperrt einfach pauschal die Domain ".xxx".

    Jetzt braucht man nur noch schwule Nachrichtenseiten wie queer.de, Aufklärungsseiten, schwule Vereine wie den LSVD, schwule Jugendgruppen, etc. zu zwingen, auch .xxx als Domain zu verwenden, damit Jugendliche nicht aus Versehen da landen und schon hat man die beste Kontrolle über schwule Inhalte und kann sie leicht und bequem zensieren.

    Dann wird in künftigen Browsern und Betriebssystemen der Jugendschutz schon fest integriert sein und dann kann ein schwuler Jugendlicher nicht mal mehr auf Aufklärungsseiten von schwulen Jugendgruppen, auf Newsseiten, etc.

    Es sollte stutzig machen, dass gerade die Konservativen für die neue Domain waren, aber viele liberalere eben nicht.

    Das hört sich erst mal gut an, ist aber in praxi hochgefährlich. Nicht nur in Diktaturen, wo das eh gesperrt wird, sondern auch in Demokratien, wo man aus Jugendschutz dann auch unberechtigt Seiten sperrt.
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