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  • 08. Oktober 2011, noch kein Kommentar

(Bild: Deutsche Grammophon / Universal Music)

Die neue CD der ausdrucksstarken Amerikanerin beinhaltet 14 Stücke, deren Melodie sich jeweils an ein klassisches Werk anlehnen.

"Seit ich ein kleines Mädchen war, sah ich mich vor allem als Musikerin", sagt Tori Amos. "Ich war nicht nur eine Erweiterung des Klaviers; ich war das Klavier." Mit dem eindringlichen Song-Zyklus "Night of Hunters" schließt sich für die international gefeierte Singer-Songwriterin ein Kreis: Das einstige Wunderkind, das am Peabody Konservatorium in Baltimore klassisches Klavier studierte, aber mit 21 nach Los Angeles ausriss, um sich in der großen, weiten Pop-Welt auszutoben (und damit mittlerweile über zwölf Millionen Tonträger verkaufen konnte), gibt damit seinen Einstand beim Traditionslabel Deutsche Grammophon.

Ihr zwölfter Longplayer ist ein hochemotionales Konzeptalbum: Inspiriert von klassischen Kompositionen, etwa von Frederic Chopin, Franz Schubert oder Eric Satie, erzählen die vierzehn neuen Lieder die Geschichte einer verlorenen Liebe - in dieser "Nacht der Jäger", aufgebracht durchwachten Stunden voll Verzweiflung, Wut und Depressionen, durchlebt Tori Amos einen Leidenskosmos voll Zweifel, Hoffnung und Dramen. Der Morgen danach klärt alles - es herrscht Frieden. Man könnte meinen, es gäbe da eine Parallele zu Franz Schuberts "Winterreise", einem der großen Meisterwerke der Klassik in Sachen "Songwriting".

Youtube | Tori Amos - Night of Hunters Preview

Ein Hauptthema des Albums sind Jäger und Gejagter


(Bild: Deutsche Grammophon / Universal Music)

"Ich habe die Struktur des klassischen Liedzyklus benutzt, um eine aktuelle, moderne Geschichte zu erzählen", erklärt Tori Amos. "Die Protagonistin ist eine Frau, die sich in der glimmenden Asche einer Liebesbeziehung wiederfindet. Im Verlauf einer einzigen Nacht macht sie sozusagen eine Initiation durch, die dazu führt, dass sie sich selbst neu erfindet. Der Hörer kann ihr auf ihrer Reise folgen und dabei komplexe musikalische und emotionale Themen erkunden. Eines der Hauptthemen dieses Albums sind Jäger und Gejagter - und wie beide in jedem von uns existieren."

"Night of Hunters", das Tori Amos nicht nur komplett komponiert, sondern in ihrem Studio im britischen Cornwall auch selbst produziert hat, ist das erste Studioalbum der bisher zehnfach für den Grammy nominierten Künstlerin, auf dem ausschließlich akustische Instrumente zu hören sind. Die Arrangements der raffinierten Melodien stellen Gesang und Klavier deutlich in den Vordergrund. Dazu kommen ausgewählte klassische Virtuosen, etwa die Flötistin Laura Lucas, der in Berlin lebende Brite Nigel Shore, Solo-Oboist an der "Komischen Oper", Peter Whelan, Solo-Fagottist beim "Bournemouth Symphony Orchestra", Luke Whitehead, Solo-Kontrafagottist des "Royal Philharmonic Orchestra", sowie das junge polnische Streichquartett "Apollon Musagète" und der 22-jährige Andreas Ottensamer, Solo-Klarinettist bei den Berliner Philharmonikern. (cw/pm)