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Nach homophober Tirade gegen Guido Westerwelle

Lukaschenko sagt "Sorry"


Alexander Lukaschenko ist seit 1994 Präsident von Weißrussland - er gilt als letzter Diktator in Europa

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko bedauert in einem Interview, dass er den Außenminister Guido Westerwelle bei dessen Staatsbesuch mit homophoben Äußerungen beleidigt hat.

Lukaschenko hatte Medienberichten zufolge im Dezember 2010 Westerwelle seinen Unmut über Homosexuelle kundgetan und empfohlen haben, Schwule in Bauernhöfen zu internieren (queer.de berichtete). In einem Gespräch mit russischen Journalisten entschuldigte sich der autoritär regierende Präsident am Freitag für diesen Ausbruch: "Ich habe ihm geraten, ein normales Leben zu führen", sagte der 57-Jährige nach Angaben der Nachrichtenagentur "RIA Nowosti". "Westerwelle hat es mir übel genommen, dass ich die Homosexualität nicht gutheiße... Meine Worte haben ihn verletzt. Ich bereue immer noch, was ich gesagt habe." Er frage sich heute, warum er sich nicht etwas mehr zurücknehmen konnte.

Präsident hat weiter kein Verständnis für Homosexualität

Allerdings bekräftigte Lukaschenko trotzdem, dass er nicht viel von Homosexuellen halte. Er lehne nach wie vor "nicht traditionelle sexuelle Beziehungen" ab - und warb für diese Haltung bei den Journalisten: "[Homosexualität] entzieht sich meinem Verständnis, ebenso wie dem Verständnis der meisten, wenn nicht aller, hier Anwesenden, so denke ich", sagte Lukaschenko.

Die meisten Schwulen und Lesben müssen in Weißrussland versteckt leben. Zwar ist Homosexualität seit 1994 legal, gilt aber wie in Sowjetzeiten als Tabuthema. Schwul-lesbische Einrichtungen werden vom Regime meist nicht geduldet, gleichgeschlechtliche Paare nicht anerkannt und es gibt keinen Schutz gegen Diskriminierung. Auch das Demonstrationsrecht wird eingeschränkt: Das Regime hat in Mai den CSD verboten (queer.de berichtete). Als dennoch Homo-Aktivisten auf die Straßen gingen, griff die Polizei ein und verhaftete 15 Personen (queer.de berichtete). (dk)



#1 LabbeduddelAnonym
  • 08.10.2011, 17:36h
  • "Meine Worte haben ihn verletzt. Ich bereue immer noch, was ich gesagt habe."

    Paaah... Das ist doch geheuchelt!!!

    Wenn ihm an Westerwelle wirklich was gelegen hätte, hätte er ihn unter vier Augen (plus Dolmetscher) beraten können:

    Kapitalimus schlecht für FDP!
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#2 MarekAnonym
  • 08.10.2011, 17:52h
  • Reines diplomatisches Geplänkel...

    Seine Meinung hat er nicht geändert und den Schwulen vor Ort geht es auch nicht besser.
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#3 finkAnonym
  • 08.10.2011, 18:59h
  • "es war übertrieben, meinem gast in die eier zu treten. angemessen wäre es natürlich gewesen, ihm ins gesicht zu spucken."

    sowas ist nicht wirklich eine entschuldigung.
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#4 alexander
  • 08.10.2011, 22:40h
  • blablabla, wen interessieren die beiden "hirsche" ?
    der eine ist so dusselig wie der andere !
    das warum und wieso ist nun wirklich mehr als müßig.
    hat auch mit diplomatie nicht allzuviel zu tun, solchen leutchen, zeigt man die kalte schulter und sagt vor allem auch "warum "!

    ein weit grösseres problem wird uns die ehemalige KGB-assel im kreml demnächst bescheren, leider ist das wichtig !
    "man stelle sich vor wir bekommen "unseren schröder" ausgestopft zurück ???
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 08.10.2011, 23:57h
  • Ich nehme ihm die Entschuldigung nicht ab! Es ist an der Zeit, daß dieser Tyrann gestürzt und ihm vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag der Prozeß gemacht wird! Ich frage mich immer noch, warum gegen ihn noch kein internationaler Haftbefehl erlassen wurde! Hier haben leider die Vereinten Nationen eine große Chance verpaßt!
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#6 herve64Profil
  • 09.10.2011, 11:55hMünchen
  • Antwort auf #5 von FoXXXyness
  • Warum noch kein internationaler Haftbefehl gegen ihn erging? Sehr einfach: Weißrussland hat keine Erdölvorkommen, also ist es auch wirtschaftlich uninteressant. Wozu also die Mühe, einen Diktator zu stürzen unter dem Vorwand, dort demokratische Strukturen errichten zu wollen? Es gibt ja nichts zu holen dort.
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#7 vingtans
  • 09.10.2011, 12:53h
  • er ist eben kein demokrat,

    erstmal müssten da überhaupt menschenrechte erkämpft werden, bevors an bürgerrechte wie homopartnerschaften gehen kann.

    ich kenne zwei kommilitonen an meiner uni , die aus weißrussland sind.

    sie haben mir berichtet, dass die weißrussische elite entweder nach westeuropa oder nordeuropa abwandern.

    das lässt mich hoffen.
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#8 seb1983
  • 09.10.2011, 13:46h
  • Antwort auf #6 von herve64
  • Ehm....
    Für einen internationalen Haftbefehl müsste Lukashenko meines Wissens nach bedeutende Staftaten z.B. in Deutschland oder einem EU Land begangen haben. Diese Länder können dann einen solchen Haftbefehl stellen.

    Woher kommen dann die Anklagen des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag? Er verfolgt VÖLKERSTRAFRECHT, Beispiel: Kriegsverbrechen, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

    Lukaschenko mag zwar ein Diktator sein, ein Massenmörder ist er aber nicht. Zudem, selbst wenn ein Haftbefehl gestellt würde, wie soll der bitte durchgesetzt werden? Wirtschaftlich ist Weißrussland ohnehin schon isoliert, also wohl militärisch, und von wem dann?

    Also bitte... nicht immer ganz so billig...
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#9 Indignez-vous!Anonym
  • 09.10.2011, 14:16h
  • "Woher kommen dann die Anklagen des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag? "

    Die Erklärung der Menschenrechte

    Declaración Universal de los Derechos del Hombre (span.)

    de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschen
    rechte#Die_Verhandlungen


    In dem Abschnitt wurde nicht erwähnt, dass die westlichen Staaten eine "internationale" Erklärung wollten.

    Es war und ist das Verdienst von René Cassin das Zeitfenster zwischen dem heissen und kalten Krieg genutzt zu haben. Er drängte auf "universell".

    "Wesentlichen Anteil an der Abfassung hatten der kanadische Jurist John Humphrey, der libanesische Politiker und Philosoph Charles Malik, der französische Jurist René Cassin, der chinesische Philosoph Peng-chun Chang, Eleanor Roosevelt, die Witwe des vormaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt sowie Jacques Maritain."

    Im Gundgesetz wurde das so umgesetzt:

    "Die Würde des Menschen ist unantastbar."

    (Also nicht nur die des Deutschen, des Europäers oder der Hellhäutigen.)

    Empört euch!

    Am 15. Oktober 2011 versammeln sich weltweit Menschen um ihren Unmut über die neoliberale Politik der Regierungen auszudrücken. Mit Versammlungen, Demonstrationen und sonstigen Aktionen werden Zeichen für einen notwendigen globalen Wandel gesetzt.
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#10 herve64Profil
  • 10.10.2011, 09:07hMünchen
  • Antwort auf #8 von seb1983
  • Was heißt hier "billig"? Nenne mir auch nur mal ein Beispiel, in dem ein Diktator von Außen beseitigt wurde, ohne dass es um wirtschaftliche oder strategische (was letzten Endes auch zu Gunsten der Wirtschaft erfolgt) Interessen ging.
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